Als das Weltenei zerbrach

Als das Weltenei zerbrachBeschäftigt man sich ernsthaft mit dem Thema Feng Shui, kommt man um die Mythen und Legenden Chinas nicht herum. Denn ohne die Kenntnis der chinesischen Weltvorstellung und die Erkenntnis dass China anders ist als Europa wird man die Lehren nie richtig verstehen.

Das vorliegende Buch soll kein Fachbuch für chinesische Mythologie sein, vielmehr versucht es durch die geeignete Auswahl einiger Legenden ein gewisses Verständnis für die chinesische Kultur zu schaffen.

Von der Entstehung der Welt über die Ordnung derselben bis hin zu den Göttern und deren himmlischen Alltag soll es einen Überblick über die chinesische Weltvorstellung geben.

Der wichtigste Unterschied zu unserem westlichen Weltverständnis ist, dass die chinesische Welt wurde nicht von einem Schöpfer geschaffen wurde, sondern durch den Einfluss vieler mythischer Wesen vom Urzustand in den heutigen Zustand transformiert wurde.

Entstanden ist alles aus dem Chaos, das ja schon in der Lehre von Yin und Yang als Wu Ji eine Rolle spielt. Durch den Einfluss unterschiedlicher Kräfte wurde das Chaos in unseren jetzigen Lebensraum verwandelt.

Von der Entstehung unseres jetzigen Lebensraumes aus dem Chaos mit Hilfe der Kaiser des Süd- und des Nordmeeres und des Riese Pangu, über die Göttin Nüwa bis hin zu heutigen Vorbildern und den Göttern des täglichen Gebrauchs spannt sich der Bogen der Legenden.

Es wird erklärt, warum die Menschen sind wie sie sind, wieso der Himmel nicht herab fällt und wo der Herdgott hergekommen ist. Aber nicht nur Legenden aus alter Zeit sondern auch recht moderne Vorbilder wie z.B. die Legende Lei Feng aus der Zeit Maos werden im Buch behandelt.

Denn es ist in China nach wie vor so, dass man sich gerne nach großen Vorbildern richtet, die nach einiger Zeit durchaus den Status eines Gottes erhalten können.

Fazit:

Will man sich ein wenig näher mit der Mythologie Chinas beschäftigen um die Grundlagen der chinesischen Philosophie und Wissenschaft zu verstehen, für den ist das vorliegende Buch genau richtig.

Auf unterhaltsame Weise lernt man die wichtigsten Legenden von der Entstehung der Welt bis zur heutigen Zeit kennen. Die Erläuterungen der beiden Autoren zwischen den Geschichten lesen sich zwar manchmal etwas trocken, aber alles in allem ist es ein sehr gelungenes Werk

Die Autoren:

Astrid Zimmermann, Jahrgang 1962, studierte Sinologie und Ethnologie und reist seit fast 20 Jahren als Studienreiseleiterin durch China.

Andreas Gruschke, Jahrgang 1960, studierte Geographie, Ethnologie und Sinologie. Mehrmals im Jahr besucht er das Reich der Mitte zu Forschungszwecken. Seit 2004 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Sonderforschungsbereich der Universitäten Leipzig und Halle.


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Astrid Zimmermann und Andreas Gruschke
Als das Weltenei zerbrach
Mythen und Legenden Chinas
März 2008. 256 Seiten
Format 12,8 x 19,2 cm. Gebunden mit Schutzumschlag
€ [D] 19,95; € [A] 20,60; SFr 36.-
ISBN-10: 3720530523
ISBN-13: 9783720530521


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Als das Weltenei zerbrachMythen und Legenden Chinas. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Feng Shui beschäftigt, kommt um die chinesische Weltvorstellung und die Erkenntnis dass China anders ist als Europa nicht herum.

Dieses Buch und das wird schon im Vorwort angekündigt, soll keine quellenkritische Darstellung chinesischer Mythen und Legenden darstellen. Vielmehr soll durch die geeignete Auswahl einiger Legenden ein gewisses Verständnis für die chinesische Kultur geschaffen werden.

Denn viele Dinge, die wir Europäer an den Chinesen eigenartig finden, begründen sich in den alten Mythen und Legenden aus der Vorzeit. Der Bogen soll dabei von der Entstehung der Welt über die Ordnung derselben bis hin zu den Göttern und deren himmlischen Alltag gespannt werden.

Der wichtigste Unterschied zu unserer westlichen Vorstellung wird recht schnell klar. Die chinesische Welt wurde nicht von einem Schöpfer geschaffen wie wir es gewohnt sind, sie wandelte sich durch den Einfluss vieler mythischer Wesen vom Urzustand in den heutigen Zustand.

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