Holzboden ja, aber welcher?

brennholzÜber Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, weshalb es in diesem Artikel auch nicht um Holzarten und Optiken gehen soll. Der eine bevorzugt helle Böden, der andere dunkle Hölzer, der eine feine Maserungen und das andere eher grobe.

Zum Glück hat die Natur genügend Baumarten hervorgebracht um wirklich fast jeden Geschmack zu befriedigen. Worüber es sich zu diskutieren lohnt, ist bei einem Boden allerdings die Machart und auch die Herkunft des Holzes.

Sicher, diese Faktoren hängen oft vom Geldbeutel ab. Nicht jeder kann oder will sich einen Boden aus massiver Eiche leisten, manchmal muss es eben das Laminat sein. Das kann zwar auch aussehen wie Holz, besteht aber doch nur aus bedrucktem Papier das mit einem Spezialharz verpresst wird.

Deutlich schöner und auch angenehmer weiterlesen …


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Neues Bauen mit Stroh

Herbert & Astrid Gruber, Helmuth Santler: Neues Bauen mit StrohBauen mit Stroh. Da denkt mancher doch sogleich an „Arme-Leute-Bauen“, Instabilität und immense Brandgefahr. Vor allem Instabilität und Brandgefahr werden immer wieder als Argumente gegen das Bauen mit Stroh ins Feld geführt.

Das 100 Seiten kompakte Büchlein bietet einen guten Überblick über das Bauen mit Stroh und räumt mit Vorurteilen auf.

Bauen mit Stroh hat eine lange Tradition, bei uns in Form von Strohdächern und Lehmstroh-Fachwerkhäusern, in den USA und Kanada auch mit der Verwendung von Strohballen als überdimensionale Ziegel. In Nebraska steht das älteste selbsttragende Strohhaus, es wurde 1903 gebaut.

Bauen mit Stroh erlebt im Moment eine Renaissance, nicht nur in Deutschland. Stroh vereint ein paar große Vorteile in sich. Es besitzt ein sehr hohes Wärmedämmvermögen, das sogar an Passivhausstandard heranreicht, hat ausgezeichnete statische Eigenschaften und einen fantastischen Schallschutz. Außerdem ist es ein regionaler Rohstoff und bei einem Abriss problemlos entsorgbar. Zudem ist Stroh – in Zeiten steigender Grundstückpreisen und Baukosten – preisgünstig „ab Feld“ erhältlich. Nachteil des Bauens mit Stroh ist lediglich, dass Stroh sehr feuchteempfindlich ist.

Das Buch beginnt mit dem Rohstoff Stroh. Wie wird die Faser zum Ballen? Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Welche Getreidesorte eignet sich am besten? Wann ist der beste Zeitpunkt, die Ballen zu pressen?

Danach gibt es einen Überblick über die Geschichte des Bauens mit Stroh in und außerhalb Europas. Dabei wird auch auf die neuesten Entwicklungen verwiesen und es werden viele Beispiele mit Fotos genannt, die es einem leicht machen, sich unter den technischen Ausführungen etwas vorzustellen.

Ein großes Kapitel widmet sich den Eigenschaften des Baustoffs Stroh und der Bauphysik. Hier wird das Stroh „auf Herz und Nieren geprüft“: Stroh & Feuer, Statik, Elastizität & Erdbebensicherheit, Stroh & Nagetiere bzw. Insekten, Stroh & Allergien, Stroh & Schimmel, Stroh & Feuchtigkeit. Es werden verschiedene Studien zitiert, die diese „Beziehungen“ näher und vor allem wissenschaftlich untersucht haben. Auch auf die technische Zulassung des Bauens mit Stroh wird eingegangen.

Das zweite große Kapitel beleuchtet die verschiedenen Bauweisen, die sich im Grunde in zwei Systeme gliedern: lasttragende Wandsysteme und nichtragende Wandsysteme mit Ständerkonstruktion. Auch auf die Wand- und Dachdämmung mit Stroh wird eingegangen. Zum Schluss erfährt der Leser auch noch etwas über die Verbindung Stroh und Lehm.

Am Ende des Buches finden sich 16 Seiten Farbfotos, die verschiedene Strohhäuser in verschiedenen Baustadien zeigen. Ein Glossar, Buchempfehlungen und Internetadressen runden das Buch ab.

Fazit:

Neues Bauen mit Stroh ist sicherlich kein umfassendes Standardwerk zu dieser Bautechnik, aber es gibt dem interessierten Leser und zukünftigen Bauherren einen guten Überblick über das, was mit Stroh möglich ist, Hinweise, was wichtig ist beim Bauen mit Stroh und vor allem eine Hand voll guter Adressen, bei denen man sich weiter informieren kann.


Herbert & Astrid Gruber, Helmuth Santler: Neues Bauen mit Stroh
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Die Autoren:

Herbert Gruber ist als freie Journalist tätig und gibt das Umweltmagazin oekoforum heraus. Zusammen mit Astrid Gruber, Künstlerin und Handwerkerin, und einigen Freunden gründete er 1998 ein Unternehmen, das die Entwicklung des Strohballenbaus fördern soll.

Helmuth Santler ist seit 1989 Journalist, Buchautor, Übersetzer, Erzähler, Online-Redakteur und vieles mehr, was mit Texten zu tun hat. Dem Österreichischen Strohballen-Netzwerk asbn steht er seit der Gründung in textlichen Belangen zur Seite.

Herbert & Astrid Gruber, Helmuth Santler
Neues Bauen mit Stroh
Ökobuch, 2008, 110 Seiten
Format: 23,8 x 16,8 x 1 cm
ISBN-10: 3936896356
ISBN-13: 978-3936896350


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