Die fliegenden Sterne / Flying Stars

Die Methode der fliegenden Sterne oder auch „Flying Stars“ ist eine der komplexesten und vielseitigsten Methoden des klassischen Feng Shui.

Diese Methode ermöglicht es dem Feng Shui Berater, eine exakte Analyse der energetischen Einflüsse an einem Ort oder in einem Gebäude zu erstellen.



Es können detaillierte Aussagen über die Wirkung der Umgebung auf den Menschen getroffen werden.

Das besondere daran ist, dass eine Auswertung mit Hilfe der fliegenden Sterne kein statisches Bild einer Situation ergibt, sondern ein dynamisches. Die energetischen Einflüsse unserer Umgebung hängen nicht nur von der Umgebung selbst ab, sondern auch von der Zeit in der wir uns befinden.

Geschichte:

Entstanden ist diese Methode in der Übergangszeit von der Tang-Dynastie (618-906) zur Song-Dynastie (960-1279). Die Basis war die sog. Struktur-Qi-Schule in dieser Zeit.

Die Theorie:

Die asiatische Erklärung lautet in zusammengefasster Form folgendermaßen:

Es gibt mehrere Arten von Qi (auch Chi). Zum einen das Erd-Chi), welches von der Erde gen Himmel steigt. Zum anderen das Himmels-Chi), dass sich vom Himmel zur Erde bewegt. Beide Arten Qi ändern kontinuierlich ihre Wirkung auf den Menschen und interagieren ständig miteinander.

Wird an einem Ort ein Gebäude errichtet, hält man mit der Schließung des Daches die in diesem Augenblick herrschende Energiesituation fest. Sie manifestiert sich im Gebäude. Aus dieser energetischen Situation ergibt sich die Art und Weise wie dieses Gebäude zukünftig mit den Energien der Umgebung interagiert.

Als dritte Komponente kommt nun der Mensch hinzu. Da jeder Mensch anders auf seine Umgebung reagiert, ist auch die Wirkung eines Gebäudes von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Die fliegenden Sterne sind nun eine Methode, sowohl die energetische Grundkonstellation einer Immobilie zu berechnen als auch die energetischen Einflüsse die sich aus der Interaktion mit der Umgebung ergeben. Daraus ergibt sich ein sehr detailliertes Bild der möglichen Wirkung eines Gebäudes auf die Menschen die sich dort aufhalten.

Über das Geburtsdatum werden im nächsten Schritt die Menschen selbst mit einbezogen. So kann sehr genau berechnet werden, welche Wirkung eine Immobilie oder ein Grundstück auf die Bewohner hat oder haben wird (bei einem geplanten Objekt).

Die Praxis:
Feng Shui Methode fliegende Sterne

Die Ausgangsdaten:

Um die fliegenden Sterne für ein bestehendes Objekt berechnen zu können sind einige Ausgangsdaten notwendig:

Das Baudatum des Objektes muss bekannt sein, da sich daraus die Grundkonstellation berechnen lässt.

Die genaue Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen muss mit dem Lo-Pan ausgemessen werden.

Die Landschaftlichen Gegebenheiten müssen bekannt sein. Insbesondere die Yangseite des Hauses, das sog. Facing spielt eine wichtige Rolle.

Die Geburtsdaten der dort befindlichen Menschen werden benötigt. Nur so kann die exakte Wirkung der energetischen Situation bestimmt werden.

Das Einzugsdatum ist je nach Situation relevant.

Sämtliche Informationen über Umbauten, Anbauten und Sanierungen des Gebäudes werden benötigt. Auch Informationen zu größeren Schäden wie Brand, Hochwasser oder Bombentreffer (bei Vorkriegshäusern) sind hilfreich.

Die Berechnung:

Der Grundriss des betreffenden Objektes wird in acht, bzw. 24 Sektoren eingeteilt. Nun wird mit den vorher ermittelten Ausgangsdaten (siehe Oben) für jeden dieser Sektoren die energetische Grundsituation berechnet. Das Ergebnis dieser Berechnung sind die sog. Sterne oder auch Drachen.

Man kann sie wie Charaktere in einem Rollenspiel betrachten. Jeder dieser Sterne hat einen Grundcharakter, der durch seine Stellung im Chart, seine Nachbarsterne, die Struktur des Gebäudes, den landschaftlichen Gegebenheiten, der Zeit und vielen weiteren Faktoren abhängt.

Die Sterne:

Aus dieser Berechnung resultieren nun eine Vielzahl verschiedener Sterne, die je nach ihrem Charakter, der Zeit, der Konstellation und der Umgebung verschiedene Auswirkungen haben.

Die Basissterne / Zeitsterne:

ZeitsternDie Basissterne oder auch Zeitsterne sind für die Berechnung und anschließende Deutung der Konstellationen wichtig. Sie haben keine direkte Auswirkung auf die Energiekonstellation vor Ort.

Zudem sind sie wichtig für die Deutung der Interaktion der Sterne untereinander. Interpretiert werden unter Anderem Kombinationen aus Basisstern und Wasserstern oder aus Basisstern und Bergstern.


Die Bergsterne:

bergsternIm Chart oben links angeordnet befinden sich die Bergsterne. Sie sind die Yin-Sterne im Chart und vorwiegend für familiäre und gesundheitliche Aspekte wichtig.

Zudem sind Bergsterne nicht mobil und entfalten ihre Wirkung gewöhnlich eher in der Nähe von Wänden und festen Gegenständen. Sie sind zumeist auf den jeweiligen Sektor begrenzt.


Die Wassersterne:

wassersternIm Chart oben rechts angeordnet befinden sich die Wassersterne. Sie sind die Yang-Sterne und vorwiegend für finanzielle Aspekte verantwortlich.

Wassersterne sind mobil und bewegen sich mit dem Menschen durch das ganze Objekt. Sie sind also nicht auf den jeweiligen Sektor beschränkt.

Das bedeutet, dass Wassersterne nicht nur mit den Berg-, Basis-, Jahres-, Monats- und Tagessternen in ihrem eigenen Sektor interagieren, sondern auch mit denen in anderen Sektoren.


Die Jahressterne:

Zusätzlich zu den periodischen Sternen gibt es jährlich wechselnde Einflüsse. Die Wirkung der Jahressterne ist zumeist schwächer als die der regulären Sterne. Allerdings kommt ihre Wirkung oftmals kurzfristiger.

Die Monatssterne:

Zusätzlich zu den periodischen Sternen gibt es monatlich wechselnde Einflüsse. Die Wirkung der Monatssterne ist zumeist schwächer als die der regulären Sterne oder der Jahressterne. Allerdings kommt ihre Wirkung oftmals kurzfristiger.

Die Tagessterne:

Möchte man übertreiben, kann man zusätzlich zu den periodischen Sternen, den Jahres- und Monatssternen noch täglich wechselnde Einflüsse berechnen. Die Wirkung der Tagessterne ist wesentlich schwächer als die der regulären Sterne oder der Monatssterne.

Die Interpretation:

Hat man sämtliche energetischen Einflüsse berechnet geht es an die Interpretation. Jeder der Sterne wird durch andere Sterne beeinflusst und interagiert mit ihnen. Sie werden durch die umgebende Landschaft, die Struktur des Gebäudes, Positionen der Türen und Fenster, die Gestaltung und die Tätigkeiten innerhalb des Gebäudes beeinflusst.

Daraus ergibt sich ein überaus detailliertes Bild der Gesamtwirkung eines Objektes auf die dort lebenden Menschen.

Bei einem geplanten Objekt kann im Voraus genau berechnet werden, welche Einflüsse es auf die später dort lebenden oder arbeitenden Menschen ausübt. Es kann also von vorneherein so geplant werden, dass seine Wirkung optimal ist.

Die Veränderung:

Hat man eine bestehende Immobilie analysiert, weiß man also was an diesem Objekt wie wirkt, kann man diese Wirkung gezielt verändern.

Das kann von Strukturellen Veränderungen des Gebäudes (Umbau) oder der Landschaft (Gartengestaltung) über eine veränderte Nutzung der Räume bis hin zu reinen gestalterischen Maßnahmen gehen.

Je nachdem was notwendig und möglich ist. Auch dabei gibt es keine starren Regeln, es kommt immer auf das Gesamtbild an.

Dabei wird die Methode der fliegenden Sterne immer zusammen mit den Grundlagen wie Yin und Yang, Qi und den fünf Elementen angewandt. Auch die fliegenden Sterne ergeben, isoliert betrachtet, noch keine sinnvolle Analyse. Wichtig ist immer die Kombination passender Methoden.


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Die fünf Elemente

Die 5 Elemente, auch fünf Wandlungsphasen oder Gehweisen genannt, sind neben dem Konzept von Yin und Yang eine der Grundtechniken des klassischen Feng Shui. Sie geht mindestens bis auf das 3. Jahrhundert v. Chr. zurück, ihre Wurzeln liegen vermutlich noch weiter in der Vergangenheit.

Der Kreislauf der Elemente, man unterscheidet den generierenden, den schwächenden und den kontrollierenden Kreislauf (siehe weiter unten), beschreibt nichts geringeres als das Funktionsprinzip unserer Welt und unseres Lebens.



Die Elemente stellt man sich dabei weniger als real existierende Materie vor, sondern eher als Energiequalitäten, die in bestimmten Wechselbeziehungen zueinander stehen. Diese Wechselbeziehungen lassen sich über die materiellen Entsprechungen der Elemente auf unser Umfeld und unser Leben übertragen.

Das Studium dieser Wechselwirkungen, die man auch als Energiebewegungen sehen kann, gibt dem Feng Shui Praktiker ein wirksames Werkzeug in die Hand um im Zusammenspiel mit den Berechnungsmethoden des Feng Shui die energetischen Qualitäten unseres Umfeldes zu bestimmen und zu beeinflussen.

So kann man den 5 Elementen Personen, Gegenstände, Jahreszeiten, Farben, Schwingungen und vieles mehr zuordnen. Welche Elemente welche Entsprechung besitzen, finden Sie weiter unten.

Deutlich zu erkennen ist der Kreislauf der Wandlungsphasen im Lauf der Jahreszeiten. Im Frühling geht alles aus sich heraus und fängt an zu wachsen, strebt nach oben (Holz). Im Sommer herrscht die größte Hitze, ein Maximum an Yang Energie (Feuer). Im Herbst sinkt alles wieder in sich zusammen, die Energie sammelt sich in der Erde (Metall). Im Winter ist das Minimum an Energie erreicht, alles konzentriert sich im Zentrum (Wasser). Die Übergänge zwischen den Jahreszeiten werden vom Element Erde repräsentiert, welches durch seine seitwärts gerichtete Kraft die Jahreszeiten zusammenhält und steuert.

Die Wandlungsphasen kommen dabei nicht nur im Feng Shui zur Anwendung, auch in der chinesischen Astrologie, der traditionellen chinesischen Medizin, im Qimen Dunjia und vielen weiteren Naturwissenschaftlichen oder philosophischen Systemen sind die ein wichtiger Bestandteil.

Die Kreisläufe:

Die Kreisläufe der Elemente sind Beschreibungen der Interaktion der Wandlungsphasen untereinander. Jedes der Elemente steht in Wechselwirkung mit den anderen Elementen, stärkt oder kontrolliert diese und wird selbst gestärkt oder kontrolliert.

Der generierende Kreislauf
Er wird auch Hervorbringungskreislauf oder Entstehungszyklus genannt und beschreibt die Anordnung der Wandlungsphasen in der sie sich gegenseitig stärken.

Im chinesischen heißt diese Beziehung „sheng“ was in etwa gebären bedeutet. Den Begriff „sheng“ findet man auch im Sheng Qi dem Sammelbegriff für positive Energie.

Die verwendeten Bezeichnungen und deren Zusammenhänge sind zwar aus dem Leben gegriffen, dürfen aber nicht zu wörtlich genommen werden. Man sollte nicht aus den Augen verlieren dass es sich bei den Wandlungsphasen nicht um materielle Gegenstände sondern um Energien oder abstrakte Zusammenhänge handelt. Die folgenden Entsprechungen sind also eher als Eselsbrücken zu verstehen.

In diesem Kreislauf gibt es die folgenden Zusammenhänge:

Wasser stärkt Holz: Das findet sich auch im wirklichen Leben, ohne Wasser keine Pflanze (Holz).
Holz stärkt Feuer: Auch das kennt jeder, der schon einmal ein Lagerfeuer gemacht hat.
Feuer stärkt Erde: Man denke an die Asche (Erde) die nach einem Feuer zurückbleibt. Der Zusammenhang hinkt zwar etwas, da ja vom Feuer an sich nichts übrig bleibt, sondern vom Holz. Um sich den Kreislauf zu merken taugt der Vergleich aber allemal.
Erde stärkt Metall: Metall wird für gewöhnlich aus der Erde gefördert und aus Erz (Erde) geschmolzen.
Metall stärkt Wasser: Dieser Zusammenhang ist etwas abstrakter als die anderen, man kann ich sich dennoch gut merken wenn man an einen Wasserhahn (Metall) denkt aus dem man Wasser entnehmen kann.

Der schwächende Kreislauf

zerstoerungszyklusEr stellt das Gegenteil des generierenden Kreislaufs dar und beschreibt die Anordnung der Wandlungsphasen in der sie sich gegenseitig schwächen.

Die verwendeten Bezeichnungen und deren Zusammenhänge sind zwar aus dem Leben gegriffen, dürfen aber nicht zu wörtlich genommen werden. Man sollte nicht aus den Augen verlieren dass es sich bei den Wandlungsphasen nicht um materielle Gegenstände sondern um Energien oder abstrakte Zusammenhänge handelt. Die folgenden Entsprechungen sind also eher als Eselsbrücken zu verstehen.

In diesem Kreislauf gibt es die folgenden Zusammenhänge:

Holz schwächt Wasser: Wasser gibt Energie an das Holz ab und verliert dadurch an Kraft.
Feuer schwächt Holz: Man denke an einen brennenden Dachstuhl. Das Feuer schwächt das Holz, bis dieses nachgibt.
Erde schwächt Feuer: Feuer gibt Energie an die Erde ab und verliert selbst an Kraft.
Metall schwächt Erde: Metall wird aus Erz (Erde) geschmolzen bis das Erz seine Struktur verliert.
Wasser schwächt Metall: Im Falle von rostigem Eisen in der Praxis zu beobachten.

Der kontrollierende Kreislauf

kontrollzyklusEr wird auch zerstörender Kreislauf genannt und beschreibt die Anordnung der Wandlungsphasen in der sie sich gegenseitig kontrollieren oder zerstören.

Dieser Kreislauf ist im Feng Shui dann wichtig, wenn ein bestimmter energetischer Einfluss kontrolliert werden soll. Das ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Jede Art der Kontrolle erzeugt ein gewisses Konfliktpotential das sich im Zweifelsfall gegen einen selbst richtet.

Die verwendeten Bezeichnungen und deren Zusammenhänge sind zwar aus dem Leben gegriffen, dürfen aber nicht zu wörtlich genommen werden. Man sollte nicht aus den Augen verlieren dass es sich bei den Wandlungsphasen nicht um materielle Gegenstände sondern um Energien oder abstrakte Zusammenhänge handelt. Die folgenden Entsprechungen sind also eher als Eselsbrücken zu verstehen.

In diesem Kreislauf gibt es die folgenden Zusammenhänge:

Feuer kontrolliert Metall: Das lässt sich beim schmelzen und bearbeiten von Metall gut beobachten. Je nach Ausführung muss dieser Zusammenhang nicht unbedingt negativ bewertet werden. Aus Metall lassen sich mit Hilfe von Feuer viele nützliche Dinge herstellen.
Metall kontrolliert Holz: Werkzeuge um Bäume zu fällen und Holz zu bearbeiten sind zumeist aus Metall. Auch das kann durchaus ein positives Ergebnis bringen.
Holz kontrolliert Erde: Eine keimende Pflanze (Holz) bricht die Erde über sich auf um wachsen zu können.
Erde kontrolliert Wasser: Man denke an einen Staudamm.
Wasser kontrolliert Feuer: Man könnte einen Feuerwehrmann fragen, ob er diese Beziehung kennt.

Die Entsprechungen der Elemente:

Jedem der Wandlungsphasen lassen sich Dinge und Eigenschaften zuordnen. Diese Zuordnungen haben teilweise praktische Bedeutung, wenn z.B. ein bestimmtes Element durch ein anderes gestärkt werden soll. Teilweise ist die Bedeutung aber rein theoretischer Natur und wird einem erst dann richtig klar, wenn man tiefer in die chinesische Mythologie einsteigt.

Holz:

wandlungsphase holzUnter den 5 Elementen ist Holz das einzige das ein Eigenleben besitzt, zumindest in Form von echten Bäumen und Pflanzen. Holz hat große Kraft und ist bestrebt sich zu verbreiten und zu wachsen. Holz ist die Phase in der etwas neues entsteht.


Material: Papier, Pflanzen, Holz als Baumaterial, Holzmöbel
Farbe: Grün
Form: Gerade, aufrecht, mehr hoch als breit
Eigenschaft: Wächst nach oben und ist ausdauernd. Steht somit für, Kreativität, schöpfende Kräfte, Zielstrebigkeit, Wachstum und Entwicklung, materieller Wohlstand.
Jahreszeit: Frühling
Richtung: Osten
Zahlen: 3 und 4
Geschmack: sauer
Geruch: ranzig
Organ: Leber

Feuer:

Wandlungsphase FeuerDas einzige der Elemente dass von uns Menschen erzeugt werden muss. Zudem kann man es nicht aufbewahren. Feuer symbolisiert ein Maximum an Yang Energie und ist nur sehr schwer wieder unter Kontrolle zu bringen wenn es einmal eine gewisse Größe erreicht hat. Es ist bestrebt ein Maximum an Energie zu erreichen, danach verringert sich seine Energie wieder.


Material: echtes Feuer
Farbe: Rot, Orange
Form: Spitze, gezackte und dreieckige Formen
Eigenschaft: Verbreitet sich in alle Richtungen, heiß und energiegeladen. Steht für Emotionen, Ruhm und Anerkennung, aktives Handeln, Erfolg.
Jahreszeit: Sommer
Richtung: Süden
Zahlen: 9
Geschmack: bitter
Geruch: verbrannt
Organ: Herz

Erde:

Wandlungsphase ErdeErde ist die Basis der Elemente, so wie unser Planet Erde auch die Basis unseres Lebens ist. Erde ist überall vorhanden. Erde bewegt sich kontinuierlich seitwärts und wirkt steuernd auf die übrigen Elemente und deren Zusammenhänge ein.


Material: echte Erde, Ton, Stein, Keramik, Porzellan, Steinfußboden
Farbe: Braun, Beige, Ocker, Gelb
Form: Breite, massive Formen. Eher breit als hoch.
Eigenschaft: Wirkt anziehend und verdichtend, symbolisiert Beständigkeit und Stabilität. Steht für Konservierung und Bewahrung, Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit.
Jahreszeit: Die Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten ist der Erde zueordnet.
Richtung: Mitte
Zahlen: 2, 5 und 8
Geschmack: süß
Geruch: duftend
Organ: Magen

Metall:

Wandlungsphase MetallMetall ist ein sehr dichtes, massives Element. Es verkörpert Reichtum und Geld aber auch Kampf und Unnachgiebigkeit. Es ist ein zähflüssiges Element, dass die Bestrebung hat sich zusammenzuziehen.


Material: Alle Metalle, besonders Gold und Silber
Farbe: Silber, Gold, metallische Effektlacke, Weiß
Form: Runde Formen, speziell Kugelförmige Gegenstände.
Eigenschaft: Dringt nach innen, zieht sich zusammen. Steht für Fortschritt aber auch Einsamkeit.
Jahreszeit: Herbst
Richtung: Westen
Zahlen: 6 und 7
Geschmack: scharf
Geruch: verrottet
Organ: Lunge

Wasser:

Wandlungsphase WasserWasser ist das stärkste und Wandelbarste Element. Ein stilles Wasser gilt als Inbegriff des Yin. Ein tosender Wasserfall ist dagegen Yang. Wasser ist das einzige Element dass der Mensch nicht dauerhaft kontrollieren kann. Es steht für die Phase des Zyklus in der die stärkste Konzentration und Ruhe erreicht ist.


Material: Echtes Wasser, Glas und Kunststoff.
Farbe: Blau, manchmal Schwarz.
Form: Unregelmäßige und geschwungene Formen.
Eigenschaft: Fließt abwärts und ist frei. Steht für Weisheit und Liebe, Kommunikation, Ideen und für Glück und Erfolg.
Jahreszeit: Winter
Richtung: Norden
Zahlen: 1
Geschmack: salzig
Geruch: faulig
Organ: Nieren

So weit eine kurze Übersicht über die Wandlungsphasen und ihre Grundsätzlichen Bedeutungen. In der Praxis werden sie niemals isoliert betrachtet sondern immer im Zusammenhang mit weiteren Methoden angewandt.


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Yin und Yang

„Die Kenntnis von den uralten Anfängen ist die Essenz des Weges“

Das schrieb schon der chinesische Weise Lao Tse im „Tao Te King“, den Grundwerk des Taoismus. Das Konzept von Yin und Yang gehört zu den ältesten Grundlagen der chinesischen Wissenschaften und Philosophien. Es beschreibt den dualen Aufbau unseres Universums und die sich daraus ergebenden Zusammenhänge.



Yin und Yang ist nicht nur die Grundlage des Feng Shui, auch die traditionelle chinesische Medizin, die chinesische Astrologie, das I-Ging und viele weitere Methoden basieren auf diesem Konzept. Auch hierzulande gibt es diese Sichtweise der Dinge, wenn auch unter anderem Namen.

Letztendlich sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Materie und Antimaterie, die christliche Schöpfungsgeschichte (Adam und Eva) oder die ganz normale Sichtweise von gut und böse nichts anderes als Erklärungsmodelle ähnlich Yin und Yang.

Unterschied zum Westen:

Während man bei sich uns in der westlichen Welt von je her eher mit materiellen Dingen beschäftigte, sie erforschte und ihre Zusammenhänge auf rein mechanische Beziehungen reduzierte, beschäftigten sich die Chinesen mehr mit den grundsätzlichen energetischen Zusammenhängen ihrer Welt.

Die moderne Quantenphysik hat mittlerweile erkannt, dass dieser Ansatz grundsätzlich nicht ganz falsch war. Ist man sich doch heute sicher, dass Materie und Energie aus den gleichen Grundbausteinen bestehen. Letztendlich ist Materie nur verdichtete Energie.

Die Theorie:

Am Anfang aller Dinge war das „Nichts“, chinesisch mit Wu Ji bezeichnet. Dieses „Nichts“ kann mit dem Verständnis unserer westlichen Welt nicht sicher definiert werden, genau wie auch die Energie vor dem Urknall war nicht näher definiert ist oder das was vor Adam und Eva existiert haben mag.

Dabei versteht man unter dem „Nichts“ kein Vakuum oder das vollkommene Nichtvorhandensein von Energie. Vielmehr ist das „Nichts“ die Basis aus dem etwas entstehen kann. Sozusagen die Urenergie.

Ähnlich dem Blick in einen wolkenlosen Himmel, in dem sich langsam Wolken bilden. Zuerst ist nichts als leerer Himmel zusehen. Aus dieser scheinbaren Leere entstehen dann plötzlich Wolken. Sie formieren sich, werden größer, nehmen Struktur an.

yinyang-1Symbolisiert wird dieses „Nichts“ mit einem vollkommenen Kreis. Mit ihm werden gleichzeitig Fülle und Leere, endlose Bewegung und vollkommene Ruhe ausgedrückt.


yinyang-2Dieses „Nichts“ wird nun mit „Etwas“ befruchtet. Ähnlich der Befruchtung einer Eizelle aus der neues Leben entsteht. Was vorher nur die Basis aller Existenz darstellte ist jetzt befruchtet und bereit Leben und Bewegung entstehen zu lassen.


yinyang-3Aus dem befruchteten „Nichts“ entsteht nun „Etwas“ und „Etwas Anderes“. Yin und Yang, Materie und Antimaterie, Adam und Eva waren geboren.


Beide Hälften können koexistieren, weil sie sich gegenseitig zum Ganzen addieren. Keines der beiden kann alleine bestehen. Yin nicht ohne Yang, Adam nicht ohne Eva, Materie nicht ohne Antimaterie, gut nicht ohne böse.

Diese Koexistenz nennt man auf chinesisch Tai Ji.

Aus der alleinigen Koexistenz entsteht aber noch kein Leben, es gibt keine Bewegung. Erst wenn ein Kreislauf entsteht, entstehen die Dinge unseres Lebens. Die „Zehntausend Dinge“ sind entstanden. Dieser Kreislauf wird dargestellt mit dem allseits bekannten Yin-Yang Symbol:

yinyang-4Dieses Symbol wir oft fälschlicherweise als Feng Shui Symbol bezeichnet, obwohl es nichts geringeres als die Beschreibung des dualistischen Aufbaus unseres Universums darstellt. Feng Shui ist nur eine der vielen Philosophien und Wissenschaften die auf dem Prinzip von Yin und Yang basieren.


Es beschreibt die ständige Wandlung von Yin zu Yang und von Yang zu Yin. Die beiden Punkte bedeuten, dass im Maximum des Yang der Beginn des Yin liegt und im Maximum des Yin der Beginn des Yang.

Das ist die Basis des ständigen Kreislaufs unseres Universums.

Sichtbar wird dieser Kreislauf beispielsweise im Kreislauf der Jahreszeiten. Der Winter stellt ein Maximum an Yin dar, enthält aber gleichzeitig den Beginn des neuen Jahres. Der Kreislauf geht über den Frühling zum Maximum des Yang, dem Sommer.

Der Sommer enthält aber gleichzeitig den Beginn der zweiten Jahreshälfte in der sich die Jahreszeiten über den Herbst wieder dem Winter nähern.

Anwendung:

Als alleinige Methode ist das Prinzip von Yin und Yang eher theoretisch anwendbar. Es muss immer in Zusammenhang mit weiteren geeigneten Methoden betrachtet werden. Im Fall des Feng Shui sind das die fünf Elemente, das Qi, die fliegenden Sterne und so weiter.

Zudem stellt Yin und Yang keine absolute Methode dar. Es ist nicht möglich Dinge absolut dem Yin oder dem Yang zuzuordnen. Die Beziehung Yin – Yang ist immer relativ zu sehen.

So wird eine leuchtende Glühbirne gegenüber einer nicht leuchtenden Yang sein. Der Sonne gegenüber aber Yin.

Ein fahrendes Auto ist gegenüber einem parkenden Auto Yang, da es sich bewegt. Gegenüber einem schnelleren Auto oder einem Flugzeug ist es Yin.

Die Farbe Rot ist Yang gegenüber der Farbe Blau. Gegenüber einem noch helleren, leuchtenderen Rot ist sie Yin.

Yin und Yang stellen also niemals absolute Eigenschaften dar, sondern immer relative Beziehungen zwischen den Dingen. Ein Gegenstand kann immer nur in Relation zu einem anderen Gegenstand als Yin oder Yang bezeichnet werden.

Um Ihnen eine Orientierung zu geben, welche Eigenschaften in Frage kommen um Yin oder Yang zu definieren, wird die folgende Tabelle hilfreich sein. Aber immer daran denken, die Beziehungen sind Relativ, nicht Absolut. Alles befindet sich in ständigen Wandel.

Im Feng Shui geht es nicht darum, absolute Zustände zu definieren, sondern Zusammenhänge zu erkennen und zu beeinflussen.

Yin – Yang

Erde – Himmel
Mond – Sonne

Nacht – Tag
Dunkel – Hell
Schatten – Licht
Kalt – Heiß

Schwarz – Weiß

Stofflich – Nicht stofflich
Weich – Fest
Wasser – Feuer

Weiblich – Männlich
Tod – Leben
Mutter – Vater
Tochter – Sohn

Passiv – Aktiv
Beruhigend – Anregend
Ruhe – Aktivität
Ruhiges Wasser – Belebtes Wasser
Stille – Bewegung
Traurig – Wütend

Zusammenziehen – Ausdehnung
Abwärts – Aufwärts
Unten – Oben
Tief – Hoch
Rücken – Vorderseite
Boden – Spitze

Süß – Sauer

Um ganze Räume danach zu beurteilen ob die eher Yin oder eher Yang sind, bedarf es einiger Übung. Denn es muss zu diesem Zweck das große Ganze wahrgenommen werden. Einzelne Gegenstände definieren zu wollen, wird nicht funktionieren.

Zudem hängt die Yin-Yang Qualität eines Raumes stark von dessen Nutzung ab. Es kann also durchaus sein, dass ein Raum tagsüber eher als Yang einzustufen ist, nachts eher als Yin.


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Das Qi / Chi

Das Konzept vom Qi (auch Chi) ist genauso wie die fünf Elemente oder Yin und Yang keine eigenständige Methode im Feng Shui. Vielmehr ist es eine der Grundlagen der chinesischen Philosophie und Wissenschaft.

Eine wortgetreue Übersetzung gibt es von diesem Begriff leider nicht, weder in deutsch noch in einer anderen westlichen Sprache. Das Qi kann je nach Anwdnungsfall ein Überbegriff für unsere Lebensenergie, auch „living spirit“ sein, oder ein Denk- und Erklärungsmodell um Zusammenhänge in unserem Umfeld sichtbar und berechenbar zu machen.



Wenn wir im westlichen Sprachgebrauch beispielsweise davon sprechen „energiegeladen an etwas heranzugehen“, „keine Energie mehr zu haben“ oder „energielos zu sein“ meinen wir das chinesische Qi.

In China geht man noch etwas weiter, man ist dort der Auffassung, dass unser ganzes Leben, das Universum, Himmel und Erde und natürlich der Mensch aus Qi besteht und von Qi umflossen wird.

Letztendlich ist das nichts anderes als die Erkenntnis unserer modernen Quantenphysik, dass Materie und Energie aus den gleichen Bausteinen bestehen.

Auf dieser Annahme beruht auch die Grundlage des Feng Shui, dass alles in unserem Universum in ständiger Wechselbeziehung zueinander steht. Also auch der Mensch ständig mit seiner Umgebung interagiert. Nur dass im Falle des Feng Shui das Qi kein psyisch vorhandener Stoff gemeint ist, sondern ein Konzept dass es uns erlaubt die Zusammenhänge in unserem Umfeld zu analysieren.

Anwendung:

In Zusammenhang mit einer Feng Shui Analyse spricht man oft vom Qi-Fluss innerhalb eines Objektes oder einer Landschaft. Hier wird angenommen, dass uns das Chi ständig umgibt und ähnlich unserer Luft Strömungen unterliegt.

Gut für unser Wohlbefinden ist ein möglichst gleichförmiger Energiefluss.

In weiteren Schritten einer Feng Shui Beratung wird dieser Energiefluss mit Hilfe der fliegenden Sterne und anderer Methoden näher definiert. Qi kann für uns positive oder auch negative Aspekte beinhalten, je nachdem in welcher Qualität es vorliegt.

Letztendlich geht es darum, in unserer Umgebung vorhandene positive energetische Einflüsse zu nutzen und die negativen Qi-Qualitäten zu umgehen.


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