Briefe in die chinesische Vergangenheit

„Vielleicht ist es so, dass der Mensch zwar von Natur aus nicht böse oder schlecht ist … aber ein Hang zur Ausbreitung der Dummheit in ihm wohnt, der bewirkt, dass er Unfug hervorbringt, wie der Baum Blätter treibt.“

Besser kann man die Erkenntnis kaum zusammenfassen, zu der der chinesische Mandarin Kao-tai kommt, als er 1000 Jahre nach seiner Zeit ein paar Monate lang im heutigen München weilt.

Genau das ist die Geschichte des Buches, das ich hier schon lange einmal vorstellen wollte. Nämlich die des Bestsellers „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ von Herbert Rosendorfer.

Die grundlegende Story ist schnell zusammengefasst. Ein chinesischer Mandarin aus dem 10. Jahrhundert entwickelt, zusammen mit einem Freund, eine Zeitmaschine mit deren Hilfe er 1000 Jahre in die Zukunft reist. Er landet wie geplant in unserer heutigen Zeit, aber da er die Erdrotation nicht berechnet hatte, weil sie ihm nicht bekannt war, kommt er nicht in China heraus sondern in einer seltsamen Stadt voller Großnasen.

Diese heißt Min-chen und liegt in einem Land namens Ba Yan. Klar, dass er gewisse Schwierigkeiten hat, sich zurecht zu finden. Diese Schwierigkeiten und die Eindrücke die er im laufe seines Aufenthaltes sammelt, schreibt er regelmäßig seinem Freund in der Vergangenheit.

Was zuweilen zum brüllen weiterlesen …


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Der seidene Fächer – Klassische Gedichte aus China

Der seidene Fächer - Klassische Gedichte aus ChinaEine wichtige Säule der chinesischen Gesellschaft war schon immer die Dichtkunst. Nahezu 3000 Jahre lang wurde sie ununterbrochen entwickelt und es sind gigantische Textmengen bis heute überliefert.

Schon Konfuzius (551-479 v. Chr.) war der Ansicht, dass nur der über eine Sprache verfüge, der das „Buch der Lieder“ verstehe, seine früheste Sammlung chinesischer Gedichte.

Die Kaiser dieser Zeit gründeten sogar ein eigenes Ministerium, das sich mit dem Sammeln und Auswerten von Volksgedichten beschäftigte. Denn diese galten als gutes Instrument, die Stimmung im Volk zu messen.

Während der Tang-Dynastie (618-907) kam die chinesische Dichtkunst dann zu ihrer Blüte. Freilich gab es immer weniger Berührungspunkte zwischen den meist gelehrten Beamtendichtern die ihre Werke niederschreiben konnten und der mündlich überlieferten Volkskunst.

Immerhin konnten damals nur die wenigsten Menschen lesen und schreiben und wenn sie es konnten, meist nicht gut genug um mit der komplexen chinesischen Schrift ganze Gedichte anfertigen zu können.

Von daher sind weiterlesen …


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Chinesische Witze

Ein Chinese tritt einem Ausländer im Bus auf die Füße. Er will seinem Volk auf keinen Fall Schande bereiten und entschuldigt sich: „I am sorry“
Der Ausländer antwortet: „I am sorry too“.
Der Chinese will sich nicht überbieten lassen: „I am sorry three!“
Der Ausländer fragt irritiert: „What are you sorry for?“
Der Chinese ruft völlig verzweifelt: „I am sorry! Five!

Lachen ist ja bekanntlich gesund und so lachen sie auch in China. Dort natürlich über chinesische Witze, die sich von den unseren zwar nicht grundlegend unterscheiden, aber dennoch mal eine Abwechslung darstellen.

Eine ganze Sammlung chinesischer Witze möchte ich nun vorstellen, zusammengetragen und übersetzt von Xiao Xiao und Lin Zhengyang. Auf 128 Seiten gibt es einen Lacher nach dem anderen.

Die Themen sind den unseren ganz ähnlich, die Nachbarländer Chinas werden genauso durch den Kakao gezogen wie die Politik, die Nachbarn, Generäle und Mönche, Ehefrauen und Ehemänner.

Wer also mal wieder herzhaft lachen will oder noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, dem sei dieses Buch weiterlesen …


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Buchtipp: Schwarz auf Rot

Qiu Xiaolong Inspektor Chen Schwarz auf RotUnd weiter geht es mit unserem „Easy to learn“ Kurs in Sachen China. „Schwarz auf Rot“ heißt der dritte Band der Reihe mit dem parteitreuen Oberinspektor Chen. Hier finden sich übrigens Band 1 und Band 2.

Dieses mal hat Inspektor Chen Urlaub, nicht um sich zu erholen sondern um eine Projektbeschreibung für ein Bauprojekt in Shanghai ins Englische zu übersetzen. Womit er so viel verdient wie bei der Polizei in dreißig Jahren, ganz abgesehen von der hübschen Sekretärin die ihm sein Auftraggeber dafür zur Verfügung stellt.

Die Ermittlungen im aktuellen Mordfall muss also sein Kollege Yu durchführen, der das auch gut hin bekommt. Aber immer wieder stolpert er über politische Stolpersteine, denn das ist im China der 90er Jahre nicht sonderlich schwer.

Ermordet wurde eine Frau in einem Mietshaus in Shanghai. Sie war einst die Geliebte eines geächtetes Dichters und hat ein Buch über sein Leiden und seinen Tod zu Zeiten der Kulturrevolution geschrieben.

Logischerweise vermutet man hinter diesem Mord ein politisches Motiv und den passenden Mörder der sogar gesteht findet man schnell. Dummerweise war er es nicht und am Ende stellt sich heraus dass das Motiv doch nur der schnöde Mammon war.

Chen muss erfahren dass weiterlesen …


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Die Frau mit dem roten Herzen

Die Frau mit dem roten Herzen Chen Qiu XiaolongNachdem ich kürzlich schon den ersten Fall des chinesischem Polizeiinspektors Chen vorgestellt hatte, nun der zweite.

Oberinspektor Chen traut seinen Ohren kaum. Anstatt sich um den aktuellen Mordfall im Shanghaier Bund Park zu kümmern, muss er auf eine amerikanische Kollegin aufpassen.

Die wurde entsandt um die Frau eines illegalen Einwanderers zu finden und nach Amerika zu bringen. Denn dieser Einwanderer ist ein wichtiger Zeuge in einem internationalen Fall von Menschenschmuggel und wird nur aussagen, wenn seine Frau das sichere Amerika erreicht hat.

Hoch politisch ist diese Angelegenheit mal wieder. Widerspruch ist wie immer zwecklos, denn wenn es um das Gesicht Chinas in der westlichen Welt geht, versteht die Partei keinen Spaß. Dummerweise ist die gesuchte Frau verschwunden, die amerikanische Regierung vermutet Absicht, die chinesische muss beweisen dass dem nicht so ist.

Inmitten dieses politischen Gerangels steht nun Chen und muss sich einerseits um die Amerikanerin kümmern, andererseits zwei Morde aufklären. Nebenbei legt er sich mit Triadengruppen an, knüpft Kontakte zu zwielichtigen Geschäftsleuten und muss sich mit der Waffe in der Hand gegen fliegende Äxte verteidigen. Das Ende der Ermittlungen ist so überraschend wie spektakulär und beide Seiten sind zufrieden.

Wie schon im weiterlesen …


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Buchtipp: Tod einer roten Heldin

Tod einer roten Helding Feng Shui Qiu XiaolongShanghai 1990. In einem Kanal in der Nähe der Stadt wird eine Leiche gefunden. An sich nichts besonderes, wäre es nicht die Leiche einer bekannten nationalen Modellarbeiterin gewesen.

Oberinspektor Chen, Leiter einer Spezialabteilung für politisch brisante Fälle, übernimmt den Fall, obwohl er davon überzeugt ist dass es sich um einen gewöhnlichen Mordfall handelt.

Das ändert sich, als sich herausstellt dass die perfekte Modellarbeiterin gar nicht so perfekt gelebt hat und zudem so mancher hochrangige Parteikader in den Fall verwickelt ist.

Fast hätten die Nachforschungen in diesen Kreisen Chen seine Karriere gekostet, aber er hat auch so seine Beziehungen. Die Geschichte endet mit einem wahren Paukenschlag und der Oberinspektor sitzt wieder fest im Sattel. Obwohl er sich gar nicht so sicher ist, ober das überhaupt möchte. Viel lieber würde er seiner wahren Passion, dem Verfassen von Gedichten nachgehen.

Zur Polizei kam er nämlich gezwungenermaßen, nachdem er nach seinem Studium am Pekinger Fremdspracheninstitut eigentlich eine Karriere im Außenministerium bekommen sollte.

Dummerweise hatte er weiterlesen …


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Das Große China Lexikon

Das große ChinalexikonZur Abwechslung möchte ich im Feng Shui Blog mal wieder ein paar Kilo geballtes Wissen vorstellen, die in keinem chinalastigen Bücherregal fehlen sollten. Es handelt sich um „Das Große China Lexikon“ von Brunhild Staiger, Stefan Friedrich und Hans-Wilm Schütte.

Auf fast 1000 Seiten finden sich rund 450 alphabetisch geordnete Artikel zu Gesellschaft, Politik, Recht, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft Chinas und vieles mehr.

Zu jedem Thema gibt es umfangreiche Literaturhinweise, im Anhang finden sich zudem ein Glossar chinesischer Personennamen und ein Personen-, Sach- und Ortsregister.

Obwohl das Lexikon wohl eines der umfassendsten und besten Nachschlagewerke zum modernen China ist, lässt es sich doch überraschend leicht lesen. Fast wäre man versucht es von vorne bis hinten durchzulesen – für ein Lexikon eher untypisch aber sehr angenehm.

Für Feng Shui Berater die weiterlesen …


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Hoch hinaus

Gerade eben fand ich einen recht interessanten Artikel der Süddeutschen Zeitung über die neuesten Vorhaben diverser Hochhausplaner. Auch ein Feng Shui Gebäude wird vorgestellt, natürlich in China:

https://www.sueddeutsche.de/immobilien/391/317267/text/

Roland Steiner
Erfolgreicher Feng Shui Berater
www.feng-shui-direkt.de
www.feng-shui-suche.de


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Der alte Drachenbart – Märchen aus China

Der alte DrachenbartDen Sinologen Richard Wilhelm kennen viele der Blogleser sicherlich schon. Ihm haben wir u.A. die bislang beste Übersetzung des I-Ging, „das wahre Buch vom südlichen Blütenland“ und viele weitere Werke zu verdanken.

Eines dieser Bücher habe ich in den letzten Tagen gelesen und zwar eine Sammlung chinesischer Märchen und Sagen.

Der Märchenschatz Chinas ist gewaltig, wie auch bei uns gibt es unzählige Sagen, Märchen und Erzählungen zu Riesen und Zwergen, Königen und Halunken, Geistern, Drachen, Göttern, Helden und zu rettenden Prinzessinnen.

So arg unterscheiden sich chinesische Märchen also gar nicht von den unsrigen, auch in China zogen die Helden aus um die schöne Königstochter aus den Fängen böser Ungeheuer zu befreien, auch chinesische Märchen beinhalten immer eine Moral.

Gierige Menschen weiterlesen …


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Reisende in China seit 630

Reisende in China seit 630Nicht nur ich reise gelegentlich nach China, das haben vor mir schon andere getan. Das vorliegende Buch vereint 28 Originalberichte von berühmten Chinareisenden und entführt einen von der Couch direkt in das Reich der Mitte.

Den Anfang macht der Mönch Xuanzang, der von 602 bis 664, also in der Tang-Zeit lebte. Er bereiste auf der Suche nach seiner buddhistischen Wahrheit das Gebiet der Seidenstraße und das heutige Afghanistan.

Weiter geht es mit Berichten von Mönchen und Gelehrten bis hin zu Marco Polo, die die kuriosesten Erlebnisse zu berichten hatten. Erzählungen der ersten Portugiesen die sich in China breit zu machen versuchten gehören ebenso zum Buch wie Adam Schall von Bell, der als berühmter Astronom so manche westliche Neuerung nach China brachte und argwöhnisch beäugt wurde.

Die wohl spannendsten Berichte stammen aus der Zeit als die verschiedensten westlichen Mächte Ende des weiterlesen …


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