BDIA: Handbuch Innenarchitektur 2011 / 12

BDIA: Handbuch Innenarchitektur 2011 / 12Der Berufsverband der Innenarchitekten in Deutschland, BDIA, gibt ein Mal im Jahr das Handbuch Innenarchitektur heraus. Voll mit wertvollen Anregungen, immer am Puls der Zeit, werden Jahr für Jahr herausragende innenarchitektonische Kompositionen führender Fachleute vorgestellt.

Wer sich beruflich als Architekt, Innenarchitekt, Feng Shui Berater oder Baubiologe mit diesem Themenfeld beschäftigt, für den ist die Lektüre dieser Reihe unverzichtbar. Für Privatleute enthält es wertvolle Anregungen für die eigenen vier Wände.

Das Vorwort der Ausgabe 2011 / 2012 von Prof. Dipl.-Ing. Rudolf Schricker, dem Präsidenten des BDIA, geht dieses Mal in eine ganz andere Richtung als es in den letzten Ausgaben der Fall war. Während die letzten Male zumindest andeutungsweise der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wurden, geht es dieses Mal wieder stark in Richtung Inszenierung.

Medialer Gigantismus, praktisch grenzenlose Vernetzung privater und öffentlicher Räume, mehr Schein als Sein. So inszenieren zunehmend auch Privatleute ihre Räumlichkeiten. Weg von den Wurzeln, hin zu einer Scheinwirklichkeit.

Aber halt! Schon in nächsten Absatz ist die Rede vom drohenden Zusammenbruch der digitalen Bühnenshow. Während wir nämlich in Sachen Energiekonsum immer maßloser werden, werden gleichzeitig immer mehr Stimmen laut, gegen die konventionelle Form der Energieerzeugung.

Das passt nicht zusammen und so wird es vielleicht bald eine Kehrtwende geben. Wieder weg von der totalen Vernetzung und zurück zu den Ursprüngen des Wohnens. Die Innenarchitektur wird vielleicht endlich mal das leisten was sie schon lange möchte, nämlich den Mensch als solchen zu unterstützen, anstatt ihn lediglich zu inszenieren. Vielleicht sogar ganz ohne Strom und Flachbildschirmen an allen Ecken.

Von Innenarchitektur auf Krankenschein ist gar die Rede, von therapeutischen Konzepten die den Menschen gesundheitlich unterstützen, ihn weiterbringen. Aha, was die chinesische Raumpsychologie schon seit 2500 Jahren macht, möchte nun auch die Innenarchitektur endlich umsetzen? Nun ja, davon ist aber schon seit Jahren die Rede, mal sehen ob es endlich mal gemacht wird.

Aber wie immer geht es im Handbuch Innenarchitektur nicht um ein tolles Vorwort sondern um die Vorstellung toller Projekte. Und wie immer gelingt das auch nahezu perfekt.

Die 22 vorgestellten Objekte sind ein Augenschmaus und regen an, einmal neue Wege zu gehen oder alte Wege neu zu interpretieren. Da wird schon mal ein altes Kutschenhaus so saniert, dass es dem alten Flair eine komplett neue Dimension gibt.

Das kühle, nüchterne Design der VIP-Longe von Audi für die IAA steht dabei neben gemütlichen Ladengeschäften, puritanischen Spa-Anlagen, Konferenzräumen und sogar dem Rathaus in Camburg. Kindertagesstätten sind dabei, Lofts in Bestlagen, Arztpraxen und vieles mehr.

Fachbeiträge namhafter Innenarchitekten runden den Inhalt des Werkes ab. Ein großer Teil des Buches besteht aus den Adressen der Verbandsmitglieder, wer also einen Innenarchitekten sucht, kann das Handbuch Innenarchitektur auch als Telefonbuch nutzen.

Der Herausgeber:

Der Berufsverband der Innenarchitekten in Deutschland, BDIA, fördert und festigt den Berufsstand und die Berufsausübung der Innenarchitekten. Dabei setzt er sich als Berufsvertretung seiner Mitglieder für deren Belange in der Öffentlichkeit und gegenüber Wirtschaft und Politik ein. Darüber hinaus arbeitet der BDIA auf europäischer und internationaler Ebene mit.

Die offizielle Website findet sich unter www.bdia.de


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BDIA
Handbuch Innenarchitektur 2011 / 12
Callwey, 2011, 198 Seiten
Format 23,8 x 23 x 1,2 cm
ISBN-10: 3766718797
ISBN-13: 978-3766718792


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