Urban. 33 Gärten in der Stadt

Kommt das Thema Gärten auf den Tisch, denkt man sofort an ländliche Gegenden, große Häuser mit weitläufigen Flächen oder zumindest an Reihenhäuser in der Vorstadt. Dort kann man sich gestalterisch noch austoben, Gemüsebeete, Bäume, Rasenflächen für die Kleinen und so weiter und so fort.

Dass es auch mitten in der Stadt Gärten gibt, vergisst man dabei recht gern. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn Stadtgärten fallen wesentlich weniger auf als großzügige Landhausgärten.

Dabei zeigt der Trend deutlich, dass es immer mehr Menschen in die Stadt zieht. Die Vorteile sind klar, der Arbeitsweg ist kürzer, das kulturelle Angebot größer, man ist am Puls der Zeit.

Nur mit dem eigenen Garten wird es schwierig, denn Platz ist logischerweise Mangelware und nicht jeder kann sich mitten in der Stadt ein Gartengrundstück leisten, selbst wenn es eines gäbe.

Man muss also erfinderisch sein und damit man nicht ganz alleine dasteht, gibt es dieses Buch. Es stellt 33 Gärten vor, vom klassischen Garten über Dachterrassen und Balkone bis hin zur Fläche künstlerischer Betätigung.

Den Anfang macht auch gleich ein recht häufig anzutreffendes Gartenrevier, ein Hinterhofgarten. Ursprünglich eine triste Betonfläche, hat die Besitzerin ihn zu einem blühenden Paradies gemacht. Das kann jeder nachmachen, denn triste Hinterhöfe gibt es gerade in Großstädten mehr als genug.

Andere Stadtmenschen legen einen Bambuswald inmitten von Wohnblocks an, oder einen Staudengarten auf der Dachterrasse. Kleine Höfe werden zu zusätzlichen Zimmern, Flachdächer zu Terrassen,

So mancher Hobbygärtner gestaltet dabei nicht nur seinen eigenen Grund und Boden, oft genug werden sie zu Guerillagärtnern und bepflanzen einfach den Innenhof, der zuvor nur als Lagerplatz für verrostete Fahrräder diente.

Ein erfindungsbegabter Grundstückspächter hat sich sogar einen Wohnwagen gebaut, da er ein festes Gartenhaus nicht genehmigt bekam. Ebenfalls nicht fest verankert sind Hausboote, die sich in Städten mit Kanälen großer Beliebtheit erfreuen. Auch auf ihnen lässt sich so etwas wie ein Garten anlegen, genug Kreativität vorausgesetzt.

Fazit:

Gerade für Stadtmenschen, die eine gewisse Sehnsucht nach ländlicher Gartenromantik haben, aber auf keinen Fall auf dem Land wohnen wollen, dürfte das Buch die Lösung präsentieren.

Aber auch für alle, die planerisch oder gestalterisch tätig sind, vom Architekten bis zum Feng Shui Berater, liefert es wertvolle Anregungen, die auch so manches Kundenproblem lösen dürften.

Die Autoren:

Nik Barlo jr. ist Gründer und Direktor des GLOBAL ARTS MUSEUM und studierte Freie Kunst und Visuelle Kommunikation an der Universität Kassel. Zahlreiche Publikationen im Bereich Garten und Landschaft weisen ihn als großen Meister seines Faches aus. Er lebt im nordhessischen Grebenstein.

Ursula Barth ist Landschaftsarchitektin und beschäftigt sich mit der Planung von privaten und öffentlichen Freiräumen. Sie hat bereits mehrere Bücher zur Gartengestaltung geschrieben, lebt und arbeitet in Auerbach bei Nürnberg.


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Nik Barlo jr. und Ursula Barth
Urban. 33 Gärten in der Stadt
Deutsche Verlags-Anstalt, 2011, 184 Seiten
Format: 28,6 x 23,6 x 2 cm
ISBN-10: 3421037833
ISBN-13: 978-3421037831


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