D-Netz (D1 & D2)

Das D-Netz (Funktelefonnetz-D) ist ein digitales Mobilfunksystem im europäischen Frequenzbereich GSM-900, der bereits von über 200 Staaten weltweit unterstützt wird.

Das D-Netz wurde in Deutschland im Jahre 1991 eingerichtet und löste das alte, noch analoge C-Netz ab. Bereits seit 1982 strebte man danach, ein für ganz Europa einheitliches Mobilfunksystem zu entwickeln, da mit dem alten C-Netz keine länderübergreifenden Verbindungen hergestellt werden konnten.

Daraus resultierte das D-Netz, für dessen Betrieb am 7. Dezember 1989 erstmals auch ein privates Konsortium um den Mannesmann-Konzern die Lizenzen bekam. Im Jahre 1992 wurde das D-Netz nach einer einjährigen Testphase offiziell freigegeben.

Es entstanden das D1-Netz, das von der Deutschen Telekom (vorherige Namen: T-Mobile; DeTeMobil) betrieben wurde und das D2-Netz von Mannesmann, heute Vodafone.

Da das D-Netz nahezu abhörsicher war, wurden die Betreiber von der Bundesregierung verpflichtet, eine Abhörschnittstelle einzuprogrammieren, damit die Überwachung der Nutzer jederzeit möglich war.

Zunächst waren die Mobiltelefone des D-Netzes mit etwa 3000 DM recht teuer und auch der Ausbau des Netzes beschränkte sich auf die Großstädte. Aber schon Ende 1992 erreichte es 80% Netzabdeckung und die Gebühren waren schon niedriger als die für das alte C-Netz.

Im September 2006 hatte Vodafone bereits 29,6 Millionen Teilnehmer, die Tarife und Endgeräte waren im Vergleich zum Anfang bereits mehr als billig. Durch die großen Nutzerzahlen und die steigende Beliebtheit des E-Netzes, sind die Frequenzbereiche mittlerweile fließend ineinander verwoben.

D-Netzanbieter verwenden mittlerweile auch E-Netzfrequenzen und umgekehrt.


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