C-Netz

Das C-Netz war das letzte noch analoge Mobilfunknetz in Deutschland. Das von der deutschen DeTeMobil (früher Deutsche Bundespost TELEKOM) betriebene Netz wurde 1984 eingeführt und löste das alte B- bzw. B2-Netz ab.

Dieses analoge System war allerdings nur in Deutschland, Portugal und Südafrika nutzbar, andere Länder setzen auf andere Standards, was eine internationale Erreichbarkeit natürlich unmöglich machte.

Dennoch war es durch seinen guten Ausbaustand und die damit sehr gute Erreichbarkeit innerhalb Deutschlands sehr beliebt und wurde nur schleppend vom ersten digitalen D-Netz abgelöst.

Ein großer Vorteil gegenüber dem B-Netz war, dass die Verbindung auch beim Verlassen der aktiven Funkzelle aufrecht erhalten wurde. Somit war man auch im gesamten Sendegebiet unter einer einheitlichen Nummer erreichbar und der Anrufer musste nicht mehr wissen wo sich sein Gesprächspartner gerade aufhielt.

Auch die maximale Teilnehmerzahl war mit 800.000 Teilnehmern schon recht umfangreich. Erstmals kamen die Vorläufer der heutigen SIM-Karten zum Einsatz, die Geräte wurden also vom Teilnehmer unabhängig. Zudem wurden die Telefone kleiner und deutlich moderner. LC-Displays und einheitliche Bedienbarkeit wurden Standard und die ersten tragbaren Mobiltelefone kamen auf den Markt.

Die Nachteile des C-Netzes waren die geringe Sprachqualität und der immer noch nahezu unverschlüsselte Verbindungsaufbau der jederzeit abgehört werden konnte. Ende 2000 wurde das Netz eingestellt, da längst das wesentlich modernere digitale D-Netz in Betrieb war.

Die C-Netzfrequenzen sollen künftig für Internetverbindungen in Zügen genutzt werden (Railnet).

Technische Daten:

Frequenzbereich:
Unterband (Teilnehmer) 451,30–455,74 MHz
Oberband (Feststation) 461,30–465,74 MHz

Sendeleistung:
Feststation: max. 25 Watt
Teilnehmer: max. 15 Watt (Kfz-Einbauversion)


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