FAQ 9: Soll ich das Bagua am Eingang ausrichten oder nach den Himmelsrichtungen?

Die vereinfachte Methode, das Bagua immer an der Eingangstür einer Wohnung, eines Hauses oder eines Zimmers auszurichten kam in den Siebzigerjahren auf und nennt sich 3-Türen-Bagua. Damals hat man versucht, Feng Shui so zu vereinfachen, dass es auch von Laien anwendbar wurde. Leider blieb danach nicht mehr viel Feng Shui übrig.

Will man Feng Shui praktizieren, kommt man um die Beachtung der Himmelsrichtungen, der Umgebung, der Struktur des Hauses und des Menschen nicht herum.

Wir versuchen das einmal in einem Beispiel zu verdeutlichen.

Nehmen wir an, Sie haben ständig Kopfschmerzen und gehen damit zum Arzt. Der Arzt hat nun mehrere Möglichkeiten:

1. Er gibt Ihnen eine Schachtel Aspirin. Das wird die Kopfschmerzen beseitigen, allerdings nur, wenn Sie immer schön Tabletten schlucken. Der Vorteil ist, dass diese Methode sehr einfach ist. Dafür müsste man nicht einmal Arzt sein, Aspirin kann man sich auch selbst kaufen.

2. Er untersucht Sie und findet die Ursache, die ja durchaus an anderer Stelle als dem Kopf zu finden sein kann. Das dauert länger und erfordert Fachwissen, dafür kann er dann die Ursache Ihrer Probleme beseitigen.

Das 3-Türen-Bagua entspricht Methode eins. Es wird nicht nach den Problemursachen gesucht, sondern man behandelt nur Symptome indem man für jedes Wehwehchen das passende Symbol in die passende Ecke hängt.

Das klassische Feng Shui bemüht sich hingegen immer, die Ursachen der Probleme zu finden und sie zu beseitigen. Der Nachteil dabei ist, dass man dazu eine Menge Fachwissen benötigt und immer das ganze Objekt betrachten muss. Nur ein einzelnes Zimmer anzusehen bringt selten etwas.


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