Von Baufinanzierung und anderen Investitionen für das perfekte Haus

Hausbau_NeubauSie möchten sich den Wunsch vom eigenen Haus erfüllen und haben sich bereits über eine Baufinanzierung informiert? Dabei ist allein der Bau nur die Spitze des Eisberges. Um auf Nummer sicher zu gehen und vor allem am Ende in Ihrem Traumhaus sitzen zu können, sollten Sie einiges in Ihrer Kalkulation berücksichtigen.

Was sollte ich vor der Baufinanzierung berücksichtigen?

Wer sich für eine Baufinanzierung entschließt, sollte den Kauf oder Bau eines Hauses als Gesamtkonstrukt betrachten. Neben den Zahlungen für die Bauunternehmer, Architekten oder Handwerker fallen Kosten für den Notar an, aber auch für die Wünsche, die das Bild des optimalen Hauses vervollständigen.

Wer zunächst überhaupt an eine Finanzierung denkt, ist gut beraten eine Auflistung aller Haupt- und Nebenkosten zu führen. Wichtig ist hier, dass die eigenen Ersparnisse als Grundlage betrachtet werden. 20% aller Zahlungen, die im Rahmen des Hausbaus oder -kaufs anfallen, sind im Idealfall aus dem eigenen Kapital zu stammen, ohne weitere Unterstützung.

Auf dieser Basis entsteht in der Multiplikation dieses Wertes mit fünf die maximale Summe, die für ein bezugsfertiges Haus mit allen Anforderungen erforderlich ist.

Achtung: Nicht alle Ersparnisse dürfen nur in den Hausbau fließen. Das alltägliche Leben hält immer eine Überraschung bereit. Auch das kaputte Auto oder die alte Waschmaschine wollen ersetzt oder nach einer Reparatur bezahlt werden.

Welche Kosten muss ich beachten?

Hausbau_Kosten

Der Hausbau selbst verschlingt eine Menge an Finanzen. Allein die Planung kann kostspielig sein. In diesem Moment steht aber noch kein fertiges Haus auf dem Grundstück, dass natürlich vorhanden sein sollte. Neben den materiellen Anschaffungen verlangen auch behördliche Vorgänge eine Bezahlung. Der Termin beim Notar oder die Ausstellung der ein oder anderen Urkunde für den Eintrag im Grundbuch sollte immer Berücksichtigung finden.

Darüber hinaus möchte niemand in einem Rohbau mit fertiger Elektrik wohnen. Für das geschmackvolle Ambiente werden Fußbodenbeläge, Tapeten, Farben, aber auch Gegenstände der Inneneinrichtung erforderlich, um die Wohlfühloase zu schaffen, für die es sich lohnt eine Baufinanzierung einzugehen.

Wer hier bereits ein Budget einplant, kann besser kalkulieren.

Was kann meine Baufinanzierung negativ beeinflussen?

Während bauliche Mängel oder fehlende Leistungen des Bauunternehmens nicht in Ihrer Verantwortung liegen, gibt es auch Probleme, die sich durch Sie nach der abgeschlossenen Finanzierung einstellen können.

Bereits die Entscheidung einen Bauplan zu verändern, kann einen erheblichen finanziellen Mehraufwand bedeuten. Wer hier das Budget nicht im Blick hat, riskiert eine Nach- oder Anschlussfinanzierung. Kosten, die viele weitere Monate oder Jahre des Abzahlens bedeuten können. Wer zu knapp kalkuliert, kommt meist um eine erneute Kreditaufnahme nicht herum. In den meisten Fällen entstehen hier höhere Zinsen.

Wer lange Zeit nur geringe Raten zahlt, hat immer das Risiko von Mehrkosten. Einmal durch Zinssätze, die bei hohen Laufzeiten höher sind, ein anderes Mal durch Zusatzkosten durch Zinsbeträge, die zu zahlen sind, wenn eine bereitgestellte Summe nicht abgerufen wird.

Zudem bedeutet eine lange Finanzierungszeit auch ein privates Risiko. Das Einkommen kann durch den Verlust der Arbeit, den Eintritt in die Rente oder eine Krankheit stark schwanken. Der Zahlungsdruck zur Einhaltung der Vereinbarungen erhöht sich dadurch.

Wie ich richtig finanziere – die Checkliste

  1. Was erwarte ich von meinem Haus oder meiner neuen Eigentumswohnung? – feste Bauplanung entstehen lassen
  2. Ersparnisse aufspalten, um den Betrag zu ermitteln, der als Grundlage für die Baufinanzierung dient. (Achtung: Alltägliche Kosten berücksichtigen)
  3. Welche Investitionen sind zwingend erforderlich? – Hierzu zählen auch Notarkosten oder Kosten für den Innenausbau
  4. Wie viel kann ich monatlich zahlen und was bekomme ich dafür?
  5. Wie lang möchte ich zahlen?
  6. In welchem Zustand sollte das Haus beim Einzug sein?
  7. Berücksichtigen von Zwischenfällen, die den Bau verzögern oder zusätzliche Kosten verursachen können (Baumängel, Planänderungen, persönliche Umstände)
  8. Welche Möglichkeiten habe ich trotz Finanzierung, um für das Alter vorzusorgen und reicht das aus?
  9. Welcher Bauunternehmer kann meine Wünsche zu welchem Preis umsetzen? – Angebote einholen.

Erst wenn alle diese Punkte und Fragen abgearbeitet sind, ist es sinnvoll die Gespräche für die Finanzierung und die Auftragsvergabe anzukurbeln.

Wie kann ich Zusatzkosten vermeiden?

Steht das Haus endlich und wäre bezugsfertig, dann kommen die nächsten Wünsche für das perfekte Heim. Wer nun Kosten sparen möchte, sollte bei allen Dingen, die nicht essenziell für den Bau sind Kürzungen vornehmen. Hierzu zählen:

  • Einrichtung: hier können auch die alte Küche oder das benutzte Sofa noch gute Dienste leisten.
  • Umzug: Wäre es eventuell günstiger selbst einen Transport zu mieten, anstatt ein Unternehmen zu beauftragen?
  • Außenbereich: Wer die Gartenpflege und -gestaltung mit einfachen Mitteln selbst übernimmt, kann einiges sparen und dennoch einen schönen Garten haben.
  • Ausstattung: Wer zu Beginn zu einem hochwertigen Bodenbelag oder einer guten Fliese greift, hat höchstwahrscheinlich viele Jahre keinen Stress mit der Erneuerung.

Wer viel selbst machen kann, gerade im Bereich Einrichtung oder Innenausbau, der sollte nur statische und elektrische Komponenten in Auftrag geben. Zudem ist es wichtig die eigenen Fähigkeiten und Grenzen zu kennen, um Material nicht zu verschwenden und schlussendlich doch zusätzlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Baufinanzierung ist nicht der erste Schritt, sondern kommt nach einer genauen eigenen Planungs- und Überlegungsphase. Wer sich nicht mit den monatlichen Zahlungen übernehmen möchte, sollte mit Eigeninitiative und vor allem einer realistischen Wunschliste an das Vorhaben herangehen.

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