Mit Bitcoins die Miete bezahlen – ist das möglich?

Wer heute in den Bitcoin investiert, muss – mit Stand Ende März 2020 – rund 6.500 US Dollar in die Hand nehmen, um einen ganzen Coin erwerben zu können. Erreicht die Kryptowährung in absehbarer Zukunft die 1 Million US Dollar-Grenze, so steht dem Traumhaus nichts mehr im Wege. Zukunftsmusik? Man kann nicht sagen, wie sich der Preis des Bitcoin entwickeln wird. Einige Experten sehen den Bitcoin bei über 80.000 US Dollar, andere im Bereich der Millionengrenze, ein paar Kritiker glauben jedoch, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der Bitcoin bei 0 US Dollar liegen wird.

Jedoch geht es nicht nur um die Frage, ob man mit dem Bitcoin einmal sein Traumhaus bauen bzw. kaufen kann, sondern auch darum, inwiefern man den Bitcoin verwenden kann. Ist es etwa möglich, seine Miete mit dem Bitcoin zu bezahlen?

Wer sich mit den Zahlen von BitPay befasst, einem der größten Dienstleister, wenn es darum geht, mit Kryptowährungen zu bezahlen, so ist ein ganz klarer Trend erkennbar: Immer mehr Menschen integrierten die digitalen Währungen in die Immobilienwirtschaft – das heißt, Bitcoin und Co. gewinnen auch immer mehr Stärke im Alltag.

Die erste Immobilientransaktion

BitPay hat im Jahr 2017 mehr als 20 Millionen US Dollar an Transaktionen im Immobiliensektor abgewickelt. Nachdem im Jahr 2018 dann der Absturz folgte und der Bitcoin sodann auch den gesamten Kryptomarkt in eine enorme Negativspirale mitgerissen hat, betrug das Transaktionsvolumen gerade noch 6 Millionen US Dollar. Mit Blick auf die ersten beiden Quartale des Jahres 2019 war klar, dass es wieder einen deutlichen Aufwärtstrend gab.

Die allererste Immobilientransaktion fand übrigens vor rund fünf Jahren statt. Damals hat Piper Moretti, eine Immobilienmaklerin als Kalifornien, eine Immobilie verkauft und dafür Bitcoin akzeptiert.

Kursschwankungen können natürlich zum Problem werden

Doch ist es möglich (oder erlaubt), seine Miete mit Bitcoin zu bezahlen? Ja. Sofern man diese Vereinbarung im Mietvertrag festgehalten hat. Wichtig ist, dass im Mietvertrag erkennbar ist, in welcher Währung die Miete bezahlt werden darf.

Tipp: Aufgrund starker Volatilität gibt es enorme Kursschwankungen – das heißt, der Mietpreis sollte in Euro berechnet werden und nicht in Bitcoin. Denn steigt der Bitcoin von Januar bis Februar um 400 US Dollar, so würde das bedeuten, die Miete sei nun um 400 US Dollar teurer.

Nur frei verfügbares Kapital investieren

Die Volatilität ist nicht zu unterschätzen. Wer bereits Informationen eingeholt hat, etwa über Kryptoszene.de, worauf man achten muss, wenn man auf der Suche nach einem Broker ist, da man mit Aktien handeln will, wird wissen, dass auch hier etwaige Kursschwankungen für Verluste sorgen können – und natürlich auch für Gewinne, wenn man den Markt richtig einschätzt.

Die Kursbewegungen, die man am Aktienmarkt beobachten kann, sind jedoch nicht mit den Schwankungen zu vergleichen, die am Kryptomarkt zu sehen sind. Denn hier kann es steil nach oben und dann wieder nach unten gehen – und das innerhalb von Minuten.

Wer sein Geld in den Kryptomarkt investiert, sollte daher nur frei verfügbares Kapital verwenden. Geld, das man etwa für die nächste Kreditrate oder Mietvorschreibung braucht, sollte keinesfalls investiert werden.

Kryptowährungen werden in erster Linie als Spekulationsobjekt wahrgenommen

Der Kryptomarkt kann letztlich nur risikoaffinen Tradern empfohlen werden. Auch wenn es sich bei Kryptowährungen um eine weitere Bezahlmethode handelt, so werden Bitcoin und Co. oft nur als Spekulationsobjekt gesehen. Hohe Gewinne sind, wenn sich der Markt wie gewünscht entwickelt, möglich – aber auch Verluste. Ganz egal, wie vielversprechend die eine oder andere Prognose sein mag, es kann immer zu horrenden Kursbeben kommen.

Das beste Beispiel: der Coronavirus. Dieses nicht vorhersehbare Ereignis hat den Preis des Bitcoin von über 8.000 US Dollar auf unter 5.000 US Dollar geschickt – und das innerhalb von Sekunden.

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