Die gängigsten Sägen für Heimwerker

Um in einer Werkstatt gut arbeiten zu können, sind für viele Arbeitsschritte Sägen unverzichtbar. Dementsprechend häufig sind sie dort anzutreffen. Je nach ihrer Beschaffenheit eignen sich Sägen für das Trennen beziehungsweise Zerteilen unterschiedlicher Baustoffe. Für ein stressfreies Arbeiten sowie ein qualitativ hochwertiges Ergebnis ist die Wahl einer optimalen Säge erforderlich. In diesem Artikel werden die gängigsten Modelle vorgestellt. Hier finden Sie weitere Ratgeber zu verschiedenen Sägen.

Die unterschiedlichen Ausführungen von Sägen für den Handwerker

Sägen werden im Allgemeinen in 3 Kategorien eingeteilt:

  • Handsägen
  • Handgeführte Elektrosägen
  • Fest installierte Sägemaschinen

Alle Modelle haben ihre speziellen Vorzüge beziehungsweise Nachteile und eignen sich daher mehr oder weniger gut für die verschiedenen Arbeitseinsätze.

Die Handsäge

Ein großer Vorteil ist ihre Mobilität. Da sie ausschließlich mittels Muskelkraft funktioniert und keine Elektrizität benötigt, ist diese Säge recht klein und besitzt ein geringes Gewicht. Daher kann sie überall dort eingesetzt werden, wo kein Stromanschluss vorhanden ist. Nachteilig ist jedoch der große körperliche Einsatz, der während der Arbeit aufgebracht werden muss. Laien mit wenig Erfahrung und Übung in der sachgemäßen Handhabung kommen meist bald an ihre Grenzen.

Die handgeführte Elektrosäge

Schneller und präziser lässt sich mit einer elektronisch betriebenen Handsäge arbeiten. Sie werden sowohl kabelgebunden oder mit einem Akku angeboten und dürfen wegen ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeit in keiner gut sortierten Werkstatt fehlen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der körperliche Einsatz wird auf ein Minimum reduziert. Daher können auch Hobby Handwerkern sowie älteren Menschen über längere Zeit mit einer Elektrosäge arbeiten.

Kabelgebundene Modelle benötigen jedoch einen Stromanschluss in der Nähe. Werden Verlängerungskabel verwendet, so steigt die Unfallgefahr durch das Stolpern.

Elektrische Handsägen mit einem Akku können zwar unabhängig von einer Energiequelle arbeiten, sind jedoch nur eine bestimmte Zeit einsatzbereit, ehe sie wieder an die Steckdose müssen. Die Leistung des Motors kann folglich schwanken. Zudem sind Akku Handsägen entsprechend schwerer und unhandlicher, da die Akkus einiges an Gewicht mitbringen. Der Handwerker kann schneller ermüden.

Die fest installierte Sägemaschine

Stationär aufstellbare Sägemaschinen werden immer dann eingesetzt, wenn häufiges und/oder professionelles Arbeiten gewünscht wird. Aber nicht nur gewerblich, sondern auch privat werden diese Modelle genutzt. Um jedoch ein gutes Ergebnis erreichen zu können, muss das jeweilige Modell eine hohe Standfestigkeit besitzen.

Die gängigsten Handsägen für Heimwerker

Der Fuchsschwanz

Er gehört zur Grundausstattung einer jeden Werkstatt. Das Sägeblatt ist steif und verhältnismäßig dick beziehungsweise breit im Vergleich zu anderen Handsägen. Dadurch kann relativ viel Material abgetragen werden. Da die Zähne an beiden Seiten geschliffen sind, arbeitet der Fuchsschwanz bei jeder Vor- und Rückbewegung. Dieser Handsägen Typ eignet sich besonders zum Bearbeiten von Holz.

Die Japansäge

Ihr Blatt ist recht dünn. Die Japansäge zählt zu den sogenannten Zug-Sägen, da die Zähne einseitig geschliffen sind. Dadurch wird der eigentliche Sägevorgang immer während des Ziehens vollzogen. Genau wie der Fuchsschwanz ist auch die Japansäge einseitig am Griff befestigt.

Die Bügelsäge

Wie der Name schon erahnen lässt, wird das Sägeblatt beidseitig in einen Bügel gespannt. Daher benötigt sie nur ein schmales und gerades Sägeblatt. Die Blätter werden in der Regel mit Flügelschrauben fixiert und lassen sich daher schnell und ohne zusätzliches Werkzeug austauschen. Die Dreieckzähne der Standardmodelle eignen sich zum Trennen von weichem bis hartem Holz. Viele Modelle werden jedoch mit mehreren Sägeblättern angeboten, die, je nach Schliff, auch für Metalle eingesetzt werden können.

Die gängigsten handgeführten Elektrosägen für den Heimwerker

Die Handkreissäge

Das runde Sägeblatt wird hochkant eingespannt und rotiert während der Nutzung um sich selbst. In der Regel wird die Säge mittels Schlitten über den zu trennenden Werkstoff geschoben und zerteilt dadurch das Material. Die Leistung des Motors ist verhältnismäßig hoch, dadurch können mithilfe des optimalen Sägeblattes auch harte Baustoffe wie zum Beispiel Kunststoff und Aluminium bearbeitet werden.

Die Tauchsäge

Dieses Modell ist eine Unterart der Kreissäge, da sie auf die gleiche Art funktioniert. Der einzige Unterschied zu der traditionellen Ausführung zeigt sich zu Beginn des Arbeitsablaufes. Denn der Handwerker kann das Gerät genau positionieren. Durch das Herabsenken (Tauchen) des Sägeblattes beginnt dann das Schneiden genau dort, wo es gewünscht ist.

Die Stichsäge

Die Stichsäge besitzt ein kurzes, einseitig geführtes Sägeblatt, welches sich hoch und runter bewegt. Diese Sägebewegung ist eher kurz. Daher lassen sich nur relativ dünne Werkstoffe bearbeiten. Stichsägen finden ihren Einsatz zumeist dann, wenn ein filigranes und/oder geschwungenes Arbeiten erforderlich ist. Genau wie die Handkreissäge wird auch die Stichsäge mittels Schlitten geführt.

Die Säbelsäge

Sie wird im Volksmund auch der elektrische Fuchsschwanz genannt, da die Arbeitsweise der einer entsprechenden Handsäge ähnelt. Als Multitalent ist sie universell einsetzbar und kann sowohl Holz und Metalle als auch Kunststoffe professionell bearbeiten. Dementsprechend oft wird von privaten und gewerblichen Nutzern eingesetzt. Da die Säbelsäge handlich und klein ist, kann sie auch in einer beengten Umgebung tätig werden.

Die Kettensäge

Dieses Modell ist eindeutig für die gröberen Arbeiten gedacht. Zumeist kommt sie in der Forstwirtschaft zum Einsatz, denn im Zerteilen von Baumstämmen und dicken Ästen liegt ihr Vorteil. Damit sie nicht von einem schweren Akku beziehungsweise einer Stromquelle abhängig ist, werden die gängigsten Modelle mittels Treibstoffes betrieben. Dadurch können sie jederzeit und überall eingesetzt werden.

Die gängigsten fest installierten Sägemaschinen für den Heimwerker

Die Tischkreissäge

Für viel unverzichtbar ist die Tischkreissäge, da sie kraftvoll, schnell und präzise arbeitet. Im Gegensatz zur Handkreissäge ist hier die Maschine fest am Tisch installiert. Damit ein Arbeiten möglich ist, wird daher der Werkstoff zum Sägeblatt geführt. Für ein professionelles Arbeiten ist es unverzichtbar, ein hochwertiges Modell mit einer hohen Standfestigkeit zu verwenden. Ansonsten kann es schnell zu Unfällen kommen, die bei der eingesetzten Kraft und Geschwindigkeit böse enden kann.

Die Gehrungssäge

Je nach Einsatzbereich spricht der Fachmann auch von einer Zug- oder Kappsäge. Das Prinzip ist vergleichbar mit der einer Tischkreissäge. Denn auch dieses Modell besitzt ein rundes und vertikal angebrachtes Sägeblatt. diese spezielle Säge wird immer dann benötigt, wenn zwei Werkstücke mit einer ungleichen Breite oder Stärke oder Breite mittels einer Gehrung miteinander verbunden werden sollen. Kappsägen können zusätzlich ihr Sägeblatt ankippen, sodass auch schräge Schnitte möglich sind.

Die Bandsäge

Das Besondere an diesem Modell ist das Fehlen eines traditionellen Sägeblattes. Dafür kommt hier ein spezielles Sägeband zum Einsatz. Dadurch erhielt diese Säge ihren Namen. Es gibt sowohl vertikal als auch horizontal geführte Sägebänder. Je nach Ausführung eignen sie sich für Sägearbeiten mit Holz, Kunststoff, Metall, aber auch Leder, Styropor, oder Gasbeton. Auch wenn die Bandsäge zumeist im gewerblichen Bereich genutzt wird, so ist sie auch in manchen Hobby Werkstätten zu finden.

Fazit

Sägen sind Werkzeuge, mit denen sich Werkstoffe treffen lassen. Sie werden universell und vielseitig eingesetzt und sind dementsprechend häufig in einer Hobby Werkstatt anzutreffen. Um die passende Säge für seine Bedürfnisse finden zu können, lohnt ein Vergleich der einzelnen Ausführungen. Denn nur mit der optimalen Säge ist auch ein professionelles Arbeiten möglich.

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