Gesundheitsrisiken durch Mobilfunkstrahlung und schnurlose Kommunikationstechnologien

Neue Forschungsergebnisse bestätigen einen Anstieg des Hirntumorrisikos durch die Mobilfunkstrahlung. 2013 wurden alarmierende Berichte der Arbeitsgruppe von Professor Lennart Hardell von der Örebro-Universität in Schweden veröffentlicht.

Berücksichtig wurden in der durchgeführten Studie die Strahlungen von Schnurlostelefonen und auch von Mobiltelefonen. Rechnerisch ergab sich dadurch eine Verdoppelung der Dauer der Strahlenexposition im Vergleich zu den bisher publizierten Studien auf mehr als 20 Jahre. Mit der durchgeführten Studie, die über mehrere Jahre lief, konnten jetzt erstmals sehr genaue Daten für die Abschätzung eines Tumorrisikos ausgewertet werden. Die Latenzzeit von Beginn bis Ausbruch eines Tumors beträgt bei Erwachsenen in der Regel zwei bis vier Jahrzehnte. Da die Zuverlässigkeit der Risikoabschätzung mit der Dauer der Strahlenbelastung zunimmt, ist die vorliegende Studie so allen bisherigen an Aussagekraft überlegen.

Das Studienteilnehmer bestanden aus schwedischen Frauen und Männern im Alter von 18-75 Jahren, bei denen die Tumordiagnosen zwischen 2007 und 2009 erstellt wurden. Es wurden Fälle zu Tumoren am Hörnerv, das sog. Akustikusneurinom, sowie zu bösartige Hirntumoren, sog. Gliomen und zu Tumoren der Hirnhaut, sog. Meningeomen, die meist gutartig wachsen, untersucht. Bei den Fällen mit Akustikusneurinom, die sehr selten waren, wurden zusätzlich die Fälle aus einer vorausgegangen Studie (1997-2003) mit verwendet.

Geprüft wurde, ob Dauer und Stärke der Strahlenbelastung bei den Patienten im Vergleich zu gleichaltrigen gesunden schwedischen Frauen und Männern erhöht waren.
Als Ergebnis kam heraus, dass das Risiko für bösartige Hirntumoren, d.h. vor allem für Gliome, ansteigt und zwar umso stärker, je länger man drahtlose Telefonie nutzt.

Die Krankheitsverläufe allerdings waren sehr unterschiedlich. Bei den Gliomen (ca. 60 Fälle/1 Mio. Menschen) waren ca. 15 % der Fälle von einer Form der Krankheit betroffen, die fast immer rasch zum Tod führt, dem Glioblastom. Dieses kommt in jedem Lebensalter vor, insbesondere auch bei Kindern. Hardell und seien Gruppe fanden auch heraus, dass die Mobilfunkstrahlung neben dem krebsauslösenden auch ein krebswachstumsbeschleunigendes Potenzial besitzt. Auch das Risiko für Akustikusneurinome steigt mit der Dauer der Strahlenexposition signifikant. Es ist durchaus vorstellbar, dass die Zunahme der Häufigkeit dieses relativ seltenen gutartigen Tumors (ca. 10 Fälle/1 Mio.) in den Nordischen Ländern im Verlauf der letzten drei Jahrzehnte auf die drahtlose Telefonie zurückzuführen ist. Die Strahlenbelastung hat aber offensichtlich keinen Einfluss auf die Entstehung der häufigsten Hirntumorart, der in aller Regel gutartigen Meningeome. Dies spricht dafür, dass der Anstieg des Risikos beim Gliom und Akustikusneurinom nicht auf einem systematischen Fehler in der Auswertung der Studie beruht, sondern dass er tatsächlich Folge der spezifischen Wirkung der Mobilfunkstrahlung ist.

Diese Daten stammen von einer Verlautbarung von Franz Adlkofer von der Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung. Mit dieser Studie wurden DECT-Telefone und Handies in der Forschung berücksichtigt. Die ganzen anderen schnurlosen Technologien, die es in immer stärkeren Maße gibt, wurden noch gar nicht mit einbezogen.
Zwar wird es sicher keine Seuchen wie HIV oder Vogelgrippe-Epidemien geben, aber mit der zunehmenden unkritischen Verbreitung und Benutzung der modernen Kommunikationsgeräte werden sicher auch bei uns die genannten Tumorenarten häufiger werden.

Und niemand weiß, was noch alles im menschlichen Körper geschieht, wenn er ständig den unnatürlichen Funkstrahlungen ausgesetzt wird. Vorsicht ist also angesagt und vor allem Kinder sollten in jedem Fall vor den Auswirkungen der schnurlosen Technologien geschützt werden. Packen Sie das Übel an der Wurzel!

Es gilt in diesem Zusammenhang eine Abwandlung eines allseits bekannten Satzes: Fragen Sie Ihren Baubiologen und nicht den Arzt oder Apotheker!
Lassen Sie Belastungsmessungen bei sich zu Hause durchführen und schirmen Sie ggf. die von außen kommende Strahlung der Nachbarn und der Handymasten ab bzw. ändern Sie ihren eigenen Lebensstil wenigstens bei sich zuhause.

Uwe Dippold
www.baubiologie-nuernberg.de


Ähnliche Artikel:

Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Keine Kommentare vorhanden

Sorry, the comment form is closed at this time.