Holzboden ja, aber welcher?

brennholzÜber Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, weshalb es in diesem Artikel auch nicht um Holzarten und Optiken gehen soll. Der eine bevorzugt helle Böden, der andere dunkle Hölzer, der eine feine Maserungen und das andere eher grobe.

Zum Glück hat die Natur genügend Baumarten hervorgebracht um wirklich fast jeden Geschmack zu befriedigen. Worüber es sich zu diskutieren lohnt, ist bei einem Boden allerdings die Machart und auch die Herkunft des Holzes.

Sicher, diese Faktoren hängen oft vom Geldbeutel ab. Nicht jeder kann oder will sich einen Boden aus massiver Eiche leisten, manchmal muss es eben das Laminat sein. Das kann zwar auch aussehen wie Holz, besteht aber doch nur aus bedrucktem Papier das mit einem Spezialharz verpresst wird.

Deutlich schöner und auch angenehmer im Raumgefühl sind Böden aus echtem Holz, wobei es auch da Unterschiede gibt die sich im Preis deutlich bemerkbar machen. Da gibt es verschiedene Arten Parkett bis hin zur Diele. Aber wo liegen denn nun die Unterschiede?

Zunächst unterscheidet man zwischen Fertigparkett und massivem Parkett bzw. Dielen. Das Fertigparkett wird im Werk bereits behandelt, so dass nach dem Verlegen keine weiteren Arbeiten mehr anfallen. Die massive Ware muss vor Ort verschliffen und geölt, gewachst oder lackiert werden. Das ergibt am Ende eine schönere Optik, der Aufwand ist aber nicht zu unterschätzen.

Unterschiede bestehen auch in der Machart. Während Dielen immer massive Holzbretter in Stärken von 8 bis 22 Millimeter (manchmal auch deutlich dicker) sind, kann Fertigparkett aus mehreren Schichten bestehen. So besteht vielleicht nur die obere Schicht aus edlem Holz und die darunterliegenden aus günstigerem Material, was sich beim Preis natürlich positiv auswirkt.

Achten sollte man hier auf die Dicke der oberen Schicht. Je dicker sie ist, desto teurer ist zwar die Anschaffung, desto öfter lässt sie sich aber auch abschleifen. Ein massiver Dielenboden hält oft über mehrere Generationen hinweg, während günstiges Fertigparkett manchmal nicht viel länger liegt als ein gutes Laminat.

Es lohnt sich also durchaus, einmalig mehr Geld auszugeben. Denn dafür kommt diese Investition nicht so schnell wieder an die Reihe. Wer sich unverbindlich informieren möchte, der findet im Internet genügend Material, bis hin zu den Preisen bei Spezialanbietern wie parkett-store24.de, um nur ein Beispiel zu nennen.

Da bei einem Holzboden eine relativ große Menge an Holz verarbeitet wird, ist es wichtig, darauf zu achten welche Hölzer das sind und wie sie erzeugt wurden. Zu bevorzugen sind natürlich heimische Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Je exotischer das Holz, desto genauer sollte man hinsehen, oft wird solches Material um die halbe Erde transportiert.

Ebenfalls sehr genau muss man bei mehrschichtigem Parkett hinsehen. Oft genug ist zwar die obere Schicht aus einem heimischen Holz, darunter kommen aber immer noch afrikanische Harthölzer zum Einsatz, ohne dass der Hersteller das kenntlich machen würde. Leider stammen solche Hölzer ausnahmslos aus Raubbau. Ebenfalls tabu sollten natürlich Tropenhölzer sein.

Auch vermeintlich heimische Holzarten wie Fichte, Kiefer oder Birke stammen oft aus dubiosen Quellen. In Sibirien wird beispielsweise seit Jahrzehnten eine hemmungslose Abholzung von Naturwäldern (überwiegend Birke) betrieben ohne dass das der breiten Öffentlichkeit bewusst wäre. Es lohnt sich also, ein mal mehr nachzufragen und im Zweifelsfall eher die Ware zu kaufen bei der man sich sicher ist, dass sie ökologisch vertretbar produziert wurde.


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