Der Smoker ist da

Tepro Smoker Natchez

So sieht er aus, der Natchez

Kürzlich hatte ich es ja schon angekündigt, ich bin vom Grillen auf das Smoken umgestiegen, bzw. hatte diesen Schritt vor. Irgendwie wurde es auch langweilig immer wieder die gleichen halbzähen Fleischstücke von der Kohle zu ziehen oder zum millionsten Mal irgendwelche Würstchen zu braten.

Den Mund wässrig hatte mir ein Buch vom Heel-Verlag gemacht, nämlich „Das große Smoker-Buch“. Endlich echtes BBQ zubereiten zu können, war schon eine Verlockung und so entschied ich mich nach längerer Recherche im Web für die Firma Tepro und deren Modell Natchez, das es schon recht günstig um die 300 Euro gibt.

Klar ist das kein Profigerät, die fangen bei 1500 Euro an und enden irgendwo im fünfstelligen Bereich. Mit Wandstärken jenseits der 6mm und ab 200 kg Gewicht auch kein Wunder. Für den Einstieg sollte es aber deutlich günstiger gehen und so müssen die 1,2mm und 55 kg Gewicht des Natchez reichen.

Tepro Smoker NatchezUnd vor ein paar Tagen kam er dann endlich an. Eine große Pappkiste an der der Paketdienst ordentlich zu schleppen hatte, aber da musste der gute Mann eben durch.

Das Stichwort Kiste sagt es ja schon, der Grill wurde zerlegt geliefert. Zusammenbauen war also angesagt, was aber kein Problem sein sollte. Wer grillen kann, kann das Ding auch montieren!

Das Auspacken schien zwar kein Ende zu nehmen, aber die Anleitung machte einen übersichtlichen Eindruck und so konnte es losgehen. Ungefähr eine Stunde später war es dann vollbracht, der Grill stand und musste eine erste Begutachtung über sich ergehen lassen.

Der Tepro Natchez in Teilen

Der Aufbau war wirklich nicht schwer, mal abgesehen von ein paar Ungenauigkeiten.

Tepro Smoker mit Spalt

Nicht alles passt auf Anhieb …

Die seitliche Tür zum Brennraum schloss beispielsweise nicht mal annähernd dicht, da blieb ein Spalt von fast einem Zentimeter! Das können die Chinesen doch eigentlich besser.

Aber mit einer Zange, etwas Augenmaß und dosierter Gewalt war das Problem gleich behoben, der Metallbügel am Scharnier ließ sich zum Glück leicht biegen.

Die rechten Winkel des Ablagegitters unter dem Grill lagen leider auch jenseits der 90° Marke, wer dieses Ding geschweißt hatte, hatte wohl schon den einen oder anderen Schnaps zu viel genossen. Aber am fertigen Grill fällt das kaum noch auf und letztendlich ist die Ablage sowieso nur für das Brennholz gedacht.

Tepro Smoker - der ZusammenbauNun stand er also fix und fertig vor mir, es konnte losgehen. Freilich nicht gleich mit einem halben Schwein auf dem Rost, denn der Grill sollte erst einmal eingebrannt werden.

Dazu heizt man ihn ein paar Stunden ordentlich ein, erst bei sanften 110 Grad und dann Schrittweise bis 250. Vorher reibt man ihn mit Öl ein, ein einfaches Speiseöl genügt dafür. Das ergibt noch einmal eine zusätzliche Schutzschicht.

Das Einbrennen sorgt aber auch dafür, dass sich eventuelle Produktionsrückstände verflüchtigen und der Grill innen eine schöne Rußschicht bekommt.

Der Tepro Natchez unter Feuer

Dabei konnte ich schon erste Erfahrungen sammeln, wie sich die Temperatur konstant halten lässt. Gar nicht so einfach, aber nach ein paar Mal Grillen gut zu bewerkstelligen.

Erstes Fazit

Ein Lachsfilet, ein Spanferkelrücken, diverse kleinere Grillstücke und sogar einen Apfelstrudel später kann ich ein durchaus positives Fazit ziehen. Für seinen Preis hat der Tepro Natchez ordentlich etwas zu bieten. Mal von den Ungenauigkeiten der Fertigung abgesehen funktioniert er einwandfrei und er wird mir sicher noch eine Menge Freude bereiten.

Der Tepro Natchez in voller Pracht

Die Saison hindurch sind jedenfalls noch jede Menge Grillaktionen geplant und spätestens im Herbst wird es hier einen weiteren Testbericht geben. Dann werde ich berichten wie er sich über längere Zeit hinweg geschlagen hat und ob er wirklich hält was er verspricht. Wobei ich da momentan keinerlei Zweifel hege.


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