Kleine, aber wirksame Hilfen zur Vermeidung elektrischer Wechselfelder

Viele Menschen sind sich der Belastungen durch elektrische Wechselfelder bewusst und wollen sich irgendwie davor schützen. Die wenigsten dieser Leute lassen sich aber von einem Baubiologen eingehend beraten, weil sie oft gar nicht ahnen, wie komplex die Thematik sein kann.

Deswegen hier ein kleiner Exkurs aus der Praxis

Um Belastungen in Eigenregie zu reduzieren, werden Verlängerungskabel mit abschaltbaren Steckdosenleisten oder gleich Funksteckdosen benutzt. Auch die gute alte Methode des Steckerziehens ist noch gelegentlich vorzufinden. Die bietet von allen drei Möglichkeiten am meisten Schutz, denn was nicht mit der Stromleitung verbunden ist, kann auch keine Felder weitertragen.

Aber sie ist unbequem, weil man die Stecker für jede Benutzung der Geräte wieder einstecken muss. Deswegen greifen die meisten Leute zu den vermeintlich eleganteren Lösungen: Die Stecker bleiben in den Steckdosen und der Stromfluss wird mit Schaltern unterbrochen. Das ist aber nur dann sicher erfolgreich, wenn man die richtigen Produkte wählt bzw. die Funksteckdosen richtig herum einsteckt.

Funksteckdosen selbst sind so harmlos wie Funkwecker, sie senden keinerlei Funkstrahlung aus, sondern sie werden mit einer Fernbedienung jeweils mit Knopfdruck angesteuert. Funkimpulse gibt es also nur solange, wie der Knopf der Fernbedienung gedrückt wird.

Die Funksteckdosen schalten aber immer nur einpolig. Also wird entweder der spannungsführende Leiter des Stromkabels, die Phase, unterbrochen, was gut wäre, weil damit auch die Weiterleitung des elektrischen Feldes unterbunden würde.
Oder es wird die rückführende Ader des Kabels, der Neutral-Leiter, unterbrochen, was in der Regel schlecht ist, weil alle angeschlossenen Kabel und Geräte noch unter Spannung stehen und weiterhin elektrische Felder verbreiten.

Ohne Messgerät hat man keine Möglichkeit, zu erkennen, ob eine Funksteckdose im baubiologischen Sinne richtig oder falsch herum eingesteckt ist.

Jeder, der es richtig machen möchte, sollte sich ein solches Messgerät beschaffen.
Das gibt es oft sogar schon für unter 10 € im Fachhandel oder bei guten Baubiologen, von denen man auch noch gute Beratung für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten diese einfachen Messgerätes bekommen kann: Es handelt sich dabei um einen „aktiven Phasenprüfer“, also ein Gerät mit Batterieunterstützung, das ein elektrisches Feld per Leuchtdiode anzeigt, indem es mit einem Ende in die Nähe eines Elektrokabels herangehalten wird. Man muss die Klinge also nicht in die Steckdose stecken oder das blanke Kabel berühren, wie bei den üblichen Phasenprüfern.

Die Funksteckdose ist richtig herum eingesteckt, wenn der aktive Prüfer bei ausgeschalteter Steckdose nicht mehr leuchtet.

Ähnlich verhält es sich mit den Steckdosenleisten. Hier wird mit Hilfe des Schalters oft auch nur einpolig der Stromfluss unterbrochen. Das kann dann im schlechtesten Fall bedeuten, dass man das elektrische Feld über die Verlängerungsleitung und alle angeschlossenen Geräte über viele Meter verschleppt. So ist es bei den meisten Billigteilen, die man überall kaufen kann.

Auch das könnte man mit einem aktiven Phasenprüfer sichtbar machen.
Abhilfe bieten hier nur die Steckdosenleisten, die über einen zweipoligen Schalter verfügen. Bei diesen endet das Feld am Schalter. Solche Geräte kosten dann aber schon 20 € und mehr.

Alles hier Geschriebene gilt analog auch für Steckerschalter, das sind Geräte ähnlich wie Funksteckdosen, allerdings nur manuell bedienbar. Auch hier gibt es die Billigteile, die nur einpolig schalten und die guten, die die Kontaktierung beider Kabeladern trennen. Äußerlich sind die Geräte nicht zu unterscheiden. Das geht auch wieder nur mit dem aktiven Spannungsprüfer.

Möchte man auch noch das elektrische Feld von der Wandsteckdose bis zur Dosenleiste eliminieren, dann führt kein Weg an einer abgeschirmten Dosenleiste mit abgeschirmtem Kabel vorbei.

Solange man keine komplett abgeschirmte Elektroinstallation im Haus oder in der Wohnung hat, sind solche Produkte das Mittel der Wahl, unnötige Felder zu vermeiden. Auch das Verschleppen der Felder über große Entfernungen gehört damit der Vergangenheit an. Bezugsadressen dafür kennt jeder Baubiologe.

Uwe Dippold
www.baubiologie-nuernberg.de


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