Ein Licht leuchte

Das Thema Lampen und Licht hatten wir hier schon länger nicht mehr, Zeit einmal wieder etwas dazu zu schreiben. So einfach wie früher ist es nämlich nicht mehr, sein Zuhause lichttechnisch in Szene zu setzen.

Damals, in der guten alten Zeit, gab es nämlich noch die Glühbirne – nur die Glühbirne. Dazu ein paar mehr oder weniger ansehnlich gestaltete Lampen. Entweder hängende oder stehende für den Nacht- oder Schreibtisch.

Mittlerweile gibt es die Glühbirne fast nicht mehr, ein genialer Streich (manche bezeichneten es schon als Betrugsnummer) der Industrie die uns nun ihre Giftlampen als ökologisch verkaufen kann. Wie es wirklich aussieht, hatten wir hier schon mehrfach erörtert.

Als Alternative zu den wenig empfehlenswerten „Energiesparlampen“ gibt es noch die Halogenlampen und die recht neue LED-Technologie, die zwar noch in den Kinderschuhen steckt, aber relativ erfolgversprechend ist. Was sich mit den LEDs alles anstellen lässt, ist durchaus schon beeindruckend.

Denn die Dinger sind sehr klein, bringen aber enorme Lichtleistungen. So lassen sich sich sehr gut für Einbaustrahler verwenden, mit dem weiteren Vorteil, dass sie nicht so heiß werden wie Halogenlampen.

Gerade wenn die Strahler in die Decke eingebaut werden, ist die entstehende Hitze nicht mehr das Problem, die Strahler brauchen also viel weniger Platz und lassen sich in immer engeren Zwischenräume platzieren.

Was wiederum den Designern von Leuchten und Möbeln zugute kommt, die haben nun noch ein paar Möglichkeiten mehr, den Betrachter zu verblüffen. Durch Beleuchtungen die auf Knopfdruck oder automatisch die Farbe wechseln beispielsweise.

Oder durch ausgefallene Konstruktionen die immer weniger Rücksicht auf die immer kleiner werdende Technik zu nehmen brauchen. So werden aus der zu früheren Zeiten einen Deckenlampe immer mehr kleine und oft versteckte Lichtquellen. Zum Beweis sehe man sich nur einmal die schier unendliche Auswahl an Deckenspots von Lampe.de an. Nur ein Onlineshop, aber der schon mit mehr Möglichkeiten als zu überblicken sind.

Räume können gezielt der Situation entsprechend ausgeleuchtet werden, Licht ist immer nur da wo es gerade gebraucht wird und jede Stimmung lässt sich entsprechend untermalen. Aus Sicht der chinesischen Raumpsychologie Feng Shui wird es allerdings gerade dadurch immer schwieriger das Licht in die Berechnung mit einzubeziehen.

Denn Licht gehört der Wandlungphase Feuer an und die bedarf einiger Vorsicht, zumindest in manchen Situationen. Und je mehr Lichtquellen dieses Feuer einbringen, desto komplexer wird die Berechnung, was so manchen Berater schon zur Weißglut getrieben haben soll. Aber dafür bekommt er schließlich sein Geld, das Feng Shui ist flexibel genug und hat sich schon immer den wechselnden Gegebenheiten angepasst.

Man darf jedenfalls gespannt sein, was die Branche in naher Zukunft alles auf die Beine stellen wird. Lediglich das immer noch sehr unnatürliche Lichtspektrum der LEDs gibt Anlass zur Sorge. Von Augenschädigungen bis hin zu psychischen Problemen spannt sich der Bogen der unangenehmen Nebenwirkungen, zumal wir ja auch schon ständig auf irgendwelche Monitore und Displays starren die das gleiche ungesunde Licht emittieren. Da ist noch eine Menge Entwicklungsbedarf.


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