Feng Shui in der öffentlichen Wahrnehmung

Die chinesische Raumpsychologie Feng Shui hat es in Deutschland noch nie leicht gehabt. Zwar erfreute sich der Begriff während der Esoterikwelle der 70er und 80er Jahre großer Beliebtheit. Was aber damals unter dem Namen Feng Shui verkauft wurde, war mehr als haarsträubend.

Reichtumsecken, Kristalle, Windspiele und Entrümpeln, mehr gab es selten. Alles ganz nett, aber mit der Raumpsychologie Feng Shui wie es die Chinesen entwickelt hatten, hatte das alles nicht viel zu tun.

Fast möchte man meinen, die Berater hätten sich gar nicht die Mühe gemacht, das Feng Shui zu erlernen, sondern gleich etwas eigenes erfunden, was mit viel weniger Wissen auskam und sich viel teurer verkaufen lies. Wer wollte schon eine jahrelange Ausbildung absolvieren, wenn es auch leichter ging.

Die wenigen wirklich gut ausgebildeten Berater konnten zu dieser Zeit kaum etwas gegen die wachsende Esoterikbranche tun und so versank Feng Shui in einem Sumpf aus Kommerz und Unsinn.

Zum Glück hat sich das in den letzten zwei Jahrzehnten geändert, zunehmend finden sich gut ausgebildete Kollegen am Markt. Nur der Ruf des Feng Shui ist in manchen Teilen der Bevölkerung gründlich ruiniert und so haben es die Kollegen schwer sich zu behaupten.

Aber auch das bessert sich, denn immer öfter taucht das Feng Shui ganz beiläufig in den Medien auf. Hier ein Einkaufszentrum bei dessen Planung es eine Rolle spielte, dort ein Unternehmen das es nutzt und so weiter.

Feng Shui ist auch durchaus ein Thema auf Webportalen die sich ansonsten nicht mit der Raumpsychologie beschäftigen. Einige erwähnen es am Rande, andere wiederum widmen dem Thema ganze Rubriken. Ein Beispiel findet sich im Feng Shui Ratgeber von www.wohnen.de, auch diese Seite beschäftigt sich mit dem kompletten Thema Wohnen, gibt aber auch dem Feng Shui einen angemessenen Raum.

So scheint das Thema zwar nicht mehr große Mode zu sein, aber es wird immer mehr ganz selbstverständlich kommuniziert und aufgenommen. Nun müsste nur noch dafür gesorgt werden, das Ausbildungsniveau der tätigen Berater auf ein einheitliches Niveau zu heben um die vielen Hobbyberater und Pseudoesoteriker ohne jegliche Ausbildung zur Räson zu bringen und der Akzeptanz des Feng Shui stünde nichts mehr im Wege. Das wäre die Aufgabe der Berufsverbände.


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