Software für Bauplanung und Projektmanagement

Die Zeiten in denen ein Architekt seine Bauwerke mit Bleistift und Papier skizziert hat, sind vorbei, das dürfte auch dem Laien klar sein. Moderne CAD-Software (computer-aided design) gibt es schließlich schon seit langer Zeit und mittlerweile dürfte auch der letzte Architekt darauf umgestiegen sein.

Schon 1965 wurden erste Vorläufer davon entwickelt, damals noch um im Flugzeugbau Zeichnungen mittels Großrechner verarbeiten, archivieren und auf Papier ausgeben zu können. Was damals keine wirklich Arbeitserleichterung war, hat sich bis Heute dramatisch verändert.

Zeichnungen auf Papier werden nicht mehr nur ersetzt, sondern vor allem mit dreidimensionalen Anwendungen ergänzt. So kann der Kunde sehen, was er hernach bekommt ohne seine Fantasie all zu sehr strapazieren zu müssen. Zudem können Änderungen gleich am 3D Modell vorgenommen werden, der Kunde kann zusammen mit dem Architekten direkt das planen was er am Ende bekommt.

Zudem wird die Arbeit für das Planungsbüro besonders bei großen und komplexen Projekten stark vereinfacht, weil viele Planungsschritte von der Software übernommen werden. Aber neben dieser Art von Bausoftware können moderne Programme Heute noch einiges mehr.

Building information modeling heißt das Stichwort, was nichts anderes heißt als Gebäudedatenmodellierung. Es handelt sich um eine Methode, mit der alle Daten die zur Planung, Genehmigung, Ausführung und zum Betrieb von Gebäuden nötig sind, in einer Datei kombiniert werden.

Früher wurde ein Gebäude zunächst geplant, auf Basis dieser Planung wurden Stücklisten und Kalkulationen vorgenommen und das Genehmigungsverfahren wurde eingeleitet. Änderte sich nach dem ersten Planungsschritt etwas am Gebäude, mussten alle Kalkulationen, quasi die komplette Planung wieder neu erstellt werden, da sich ja alle Stücklisten und alle Pläne änderten.

Je komplexer ein Projekt war und je mehr Instanzen ein Mitspracherecht hatten, desto aufwändiger war auch die immer wieder neu aufzubauende Planung. Mit Hilfe des Building information modeling (BIM), werden diese Schritte automatisiert.

Ändert sich beispielsweise der Grundriss des Bauwerks, so ändert sich damit auch die komplette Installationsplanung und natürlich die Materialstückliste. Eine BIM-Software führt diese Änderungen vollautomatisch durch und aktualisiert sämtliche Planungen. Diese können den beteiligten Instanzen vom Bauherren bis hin zu den Ämtern direkt zur Verfügung gestellt werden.

Das sorgt für ein viel geringeres Fehlerpotential, spart natürlich enorm viel Zeit und damit Kosten. Geprägt wurde der Begriff des Building information modeling übrigens vom US-Amerikanischen Softwareunternehmen Autodesk, mittlerweile bieten aber alle namhaften CAD.Softwarehersteller entsprechende Systeme an.


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