Mit Leichtbauwänden Räume individuell gestalten

Die Zeiten für die Ewigkeit gebauter Häuser mit starren und unveränderlichen Grundrissen sind gezählt. Was Heute für die Bewohner geeignet ist, muss das in zwanzig oder dreissig Jahren nicht mehr unbedingt sein. Familien werden größer, brauchen Platz, werden wenn die Kinder ausziehen wieder kleiner.

Später wird vielleicht Wohnraum für Pflegepersonal gebraucht oder für Hobbys. Zudem achten Bauherren vermehrt darauf, auch in der Zukunft noch nach der Raumpsychologie Feng Shui perfekte ausgerichtete Grundrisse zu bewohnen. Das Feng Shui eines Hauses ändert sich aber auch im Laufe der Zeit.

Grundrisse sollen also flexibel sein. Das wird entweder erreicht, in dem die Räume von vorneherein so geplant werden, dass sie vielfältig genutzt werden können oder in dem sich die Innenwände leicht umbauen lassen. Mit Leichtbauplatten lässt es sich schnell und flexibel auf die neue Situation reagieren und die Wohnung oder das Haus entsprechend den Anforderungen passend und günstig umgestalten.

Leichtbauwände bieten viele Möglichkeiten, die Raumaufteilung im Haus neu zu gestalten. Bei der Gestaltung sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, je nach Geschmack und zugewiesener Funktion können die Räumlichkeiten individuell aufgebaut werden. Ist die Planung des Grundriss fertig, steht die Wahl des geeigneten Materials an.

Unabhängig davon, welche Bauplatten es sein sollen, ist der Aufbau nach ähnlichem Muster durchzuführen und ohne große Vorkenntnisse mit eigenen Mitteln machbar.

Die Materialwahl

Die Gipskartonplatte und die Gipsfaserplatte gehören zu den am häufigsten verwendeten Leichtbauplatten. Sie lassen sich auf einer Holz- wie auch Metallunterkonstruktion mühelos und schnell befestigen und werden auch gerne für den Dachgeschossausbau verwendet. Bei den Holzkonstruktionen besteht der Nachteil, dass sie selten ganz gerade und maßgenau erhältlich sind. Im Nachhinein besteht die Gefahr, dass sie sich im Laufe der Zeit durch Änderung der Holzfeuchte verziehen.

Diese Sorgen bestehen bei Metallprofilen nicht und deswegen werden sie von Fachunternehmen häufig bevorzugt. Eine typische Metallunterkonstruktion besteht aus U-förmigen Randprofilen, die als Boden- oder Deckenabschluss dienen. In diese Konstruktion werden dann die C-förmigen Ständerprofile eingesetzt.

Bei den aus ökologischer und baubiologischer Sicht besseren Lehmbauplatten geht man im Prinzip genauso vor, nur sollte hier die Unterkonstruktion stabiler sein, da die Platten an sich nicht so große Kräfte aufnehmen können. Vom Einbau in Feuchträumen wird generell abgeraten.

Lehmbauplatten zeichnen sich dafür durch sehr gute Sorptionswerte aus, damit können sie die Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und wieder abgeben. Das verbessert das Raumklima enorm. Als natürliches Produkt bestehen sie aus Baulehm, Schilfrohr, Jute und pflanzlichen wie mineralischen Zusätzen.

Ebenfalls zur Anwendung kommen im Innenausbau leimgebundene Holzfaserplatten. Diese sind stabiler aber auch teurer und können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Auf dem Markt findet man aber auch Holzfaserplatten, die mit gesundheitlich unproblematischen Bindemitteln wie Zement oder Magnesitverleimt sind.

Die Preise der Materialien für den Trockenbau lassen sich im Internet natürlich bequem vergleichen, das sorgt für Transparenz und gute Planbarkeit. Bleibt dann nur noch zu entscheiden ob der Aufbau in Eigenleistung oder durch eine Fachfirma durchzuführen ist. Aber das hängt von den handwerklichen Fähigkeiten des Eigentümers ab.


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