Tresore und ihre Sicherheitsstufen

Das Thema Tresore haben wie hier schon öfter einmal behandelt, sowohl aus Sicht des Feng Shui als auch aus Sicht der Notwendigkeit. Ob und welchen Tresor man benötigt, hängt von vielen Faktoren ab, in erster Linie natürlich davon, was darin gelagert werden soll und vor was der Inhalt geschützt werden muss.

Es macht durchaus einen Unterschied, ob beispielsweise Waffen oder andere gefährliche Gegenstände dem Zugriff Unbefugter entzogen werden müssen, oder ob Wertgegenstände gegen Diebstahl oder Unterlagen vor Feuer geschützt werden sollen.

Zudem wird in der Welt der Tresore zwischen verschiedenen Widerstandsklassen unterschieden, woraus sich eine Vielzahl von Bauarten und Klassen ergibt, je nach Einsatzzweck und natürlich auch Geldbeutel.

Der Einbruchschutz:

Hier gelten Normen nach europäischem Standard. Es sind dies die EN 14450 mit den Klassen S1 und S2 die überwiegend im privaten Bereich zum Einsatz kommen.

Und die EN 1143-1 und EN 1143-2 mit den Widerstandsgraden N/0 und I bis V für Tresorschränke und bis zu XII für fest installierte Tresorräume. Je höher die Klasse, desto sicherer ist der Tresor.

Wichtig werden diese Klassen, wenn es um den Versicherungsschutz geht, denn je höher der Inhalt versichert werden soll, desto mehr Sicherheit verlangen die Gesellschaften natürlich. Die Anforderungen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich, da hilft in der Regel nur eine direkte Anfrage und danach die Beratung bei einem Fachhändler.

Der Feuerschutz:

Jeder solide Tresor bietet natürlich einen gewissen Schutz gegen Feuer. Aber nicht jeder Tresor ist für diesen Zweck ausgelegt. So kann ein Panzerschrank durchaus Einbrecher abschrecken, ohne nennenswerten Feuerschutz zu bieten. Speziell wenn es um die Lagerung von Papieren oder Datenträgern geht, ist es immens wichtig, wie lange die Temperatur im Inneren kühl genug bleibt.

Zum Feuerschutz gibt es eine Menge verschiedener Klassen, folgend einige der wichtigsten:

Feuerschutz 30 (bzw. 60) Minuten UL-Feuerbeständigkeitstest
Feuerschutz S 120 DIS: 2 Stunden Feuerschutz für Datenträger
Feuerschutz S 120 P: 2 Stunden Feuerschutz für Papier
Feuerschutz S 60 DIS: 1 Stunde Feuerschutz für Datenträger
Feuerschutz S 60 P: 1Stunde Feuerschutz für Papier

All diese Angaben beziehen sich auf standardisierte Testverfahren, bei denen der Tresor eine definierte Zeit einer definierten Temperatur ausgesetzt wurde. Dabei darf der Innenraum eine bestimmte Temperatur nicht übersteigen, bzw. es darf der jeweils zu schützende Inhalt nicht beschädigt werden. Natürlich sind das nur Näherungswerte, denn kein echter Brand hält sich an zuvor festgelegte Normtemperaturen.

Die Montageart:

Ebenfalls unterschieden wird die Art der Montage des Tresors. Es gibt freistehende Tresore, die aufgrund ihres Eigengewichts nicht fest verankert werden müssen. Kleinere Tresore werden häufig in die Wand oder in Möbelstücke eingebaut, damit sie nicht im Ganzen entfernt werden können. Für höchste Sicherheit werden auch schon mal Tresorräume oder Bunker gebaut, wobei das für den Privatanwender eher nicht in Frage kommt.

Das Schloss:

Hier scheiden sich die Geister. Die einen bevorzugen ein gutes altes mechanisches Zahlenschloss, die anderen schwören auf elektronische Schlösser und wieder andere haben gerne einen Schlüssel. In Puncto Sicherheit gibt es keinen klaren Favoriten, die Entscheidung hängt eher vom Nutzerverhalten und vom persönlichen Geschmack ab.

Weitere Informationen, Beratung und vor allem Preise finden sich im Web unter folgendem Link über Tresore im Haus oder in früheren Artikeln auf dieser Seite hier und hier.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte keinesfalls im Baumarkt nach einem Tresor suchen, sondern entweder ein Fachgeschäft vor Ort aufsuchen oder sich von einem der Onlinehändler beraten lassen.


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