Die Hausratversicherung – was dabei wichtig ist

Es gibt wohl keine freiwillige Versicherung, die in Deutschland öfter abgeschlossen wird als eine Hausratversicherung. Mit ihr wird die Einrichtung einer Wohnung oder eines Hauses gegen Schäden wie Feuer, Leitungs- oder Aquarienwasser, Sturm, Hagel, Einbruch und Vandalismus abgesichert.

Zudem übernimmt die Versicherung die Kosten für das Beseitigen des Schadens, eventuelle Hotelübernachtungen oder weitere Nebenkosten. Normalerweise wird zum Wiederbeschaffungswert versichert, die Versicherung zahlt also so viel, dass man sich das kaputte Inventar neu beschaffen kann.

Pflicht ist so eine Police nicht, aber ratsam. Denn auch wenn man keine sonderlich wertvollen Möbel besitzt, kann ein Wohnungsbrand doch schnell einige Tausend Euro an Wert vernichten die sofort ersetzt werden müssen. Dem gegenüber stehen Kosten von deutlich unter 100 Euro im Jahr für eine normale Wohnung. Das rechnet sich also schon bei kleineren Schäden, Wasserschäden durch undichte Spülmaschinenschläuche oder ein undicht gewordenes Aquarium. Beides keine all zu seltenen Vorkommnisse.

Die erste eigenständige Hausratversicherung gab es übrigens bereits im Jahre 1942 und seitdem erfreut sie sich großer Beliebtheit.

Die Bedingungen sind zwar in den allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen geregelt, der Leistungsumfang variiert aber von Gesellschaft zu Gesellschaft und auch Zusatzoptionen gibt es. So sind die oben zitierten Aquarien beispielsweise nicht immer standardmäßig mitversichert. Auch Glasbruchschäden oder Fahrraddiebstahl muss meistens extra mit aufgenommen werden.

Die Versicherungssumme wird von den meisten Versicherungsgesellschaften nach der Wohnfläche berechnet. Hier sollte man selbst darauf achten, dass der Betrag auch den tatsächlichen Wert deckt. Hat man besonders wertvolle Gegenstände in der Wohnung sollte der Betrag erhöht werden, was jederzeit möglich ist.

Im Falle eines Schadens muss die Versicherung umgehend informiert werden, in der Regel kommt dann ein Gutachter und sieht sich die Sache vor Ort an. Der Versicherte ist allerdings verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten und sofort danach geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Bei einem Wasserrohrbruch muss beispielsweise sofort der Haupthahn geschlossen und das Wasser aufgesaugt werden. Auch eine Trocknung muss schnellstmöglich erfolgen, ansonsten kann die Versicherung Teile der Schadensumme verweigern.

Lügen ist übrigens auch nicht ratsam, die Gutachter der Gesellschaften haben vermutlich jeden Trick schon erlebt und entlarven die meisten davon recht zuverlässig.


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