Lohnt sich Eigenleistung beim Hausbau?

Der Traum vom eigenen Haus – um ihn in die Wirklichkeit umzusetzen, sind einige Kosten fällig. Viele Bauherren stoßen bei der Suche nach Sparoptionen früher oder später auf die Möglichkeit, beim Bau des Hauses selbst Hand anzulegen. Gerade Hobbyhandwerker sehen die Errichtung des Eigenheims als ein spannendes Projekt an, schließlich macht nichts stolzer, als auch bautechnisch Anteil an den fertigen vier Wänden zu haben.

Die interessantesten Fragen lauten: Welche Möglichkeiten bestehen in Sachen Eigenleistung? Wie groß fällt die Ersparnis aus? Was gibt es zu beachten? Im Folgenden sollen die wichtigsten Aspekte geklärt werden.

Eigenleistung nach Ausbaustufen

Wenn Selbstbau das Thema ist, geht man prinzipiell immer von Fertighäusern aus. Diese lassen sich in mehrere Ausbaustufen einteilen, die im Endeffekt den Anteil der eigenen Arbeit entscheiden und somit auch die Kostenersparnis definieren.

Die niedrigste Ausbaustufe bilden die Bausatzhäuser (auch Selbstbauhäuser). Hier ist der Hersteller für Bauplanung, Bauleitung sowie die Bereitstellung der Materialien zuständig. Die Errichtung selbst wird vom Käufer organisiert bzw. übernommen.

Eine beliebte Zwischenstufe sind Rohbauhäuser und Ausbauhäuser. Wie der Name bereits deutlich macht, wird hier seitens des Fertighausherstellers der Rohbau in Form einer stabilen Außenhülle geschaffen. Der Bauherr trägt Verantwortung für die komplette Innengestaltung und dazugehörige Installationen.

Bei definitionsgemäßen Fertighäusern beschränkt sich die Eigenleistung im Wesentlichen auf Tapezier– und Malerarbeiten, sowie natürlich auf Einrichtung von Möbeln, Dekoration und Sonstigem.

Ersparnis – rentiert sich der Aufwand?

In Hinsicht auf die verschiedenen Ausbaustufen ist nun interessant, ob sich die Eigenleistung überhaupt lohnt. Schließlich müssen wöchentlich einige Stunden Arbeit geleistet werden, wenn Rohbauhäuser oder gar Bausatzhäuser von Anfang hochgezogen werden sollen. Wirtschaftlich ist die Sache natürlich klar: Geht man von einer erfahrungsgemäßen Ersparnis zwischen etwa 10 und 20 Prozent aus, macht sich das in dieser Größenordnung gewiss schnell bemerkbar.

Allerdings ist Eigenleistung deswegen nicht für jeden empfehlenswert. Zunächst haben viele Bauherren gar nicht die Zeit, um mindestens 20 Stunden jede Woche auf der Baustelle zu verbringen. So viel Zeit muss man einkalkulieren, um das Vorhaben einigermaßen schnell voranzutreiben. Auf der anderen Seite darf die Arbeit an sich nicht unterschätzt werden – es erfordert einige Mühen und Geschick, sein Haus in Eigenregie zu erbauen.

Somit solle die Einbringung von Eigenleistung denjenigen vorbehalten bleiben, die handwerklich präzise und schnell arbeiten können. Für alle anderen ist der Mehraufwand in Hinblick auf die Ersparnis zu hoch. Sie sollten sich eher über geeignete Immobilienkredite wie ein Annuitätendarlehen oder endfälliges Darlehen informieren, sodass bei der Baufinanzierung möglichst viel gespart wird.

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