Die Irrtümer der Baufinanzierung

Aus Fehlern lernt man. Das stimmt in den meisten Fällen, allerdings gibt es Fehler die einem keinen zweiten Versuch erlauben. So ein Fehler kann eine mangelhafte Baufinanzierung sein, denn dabei geht es um Summen die die meisten Menschen nur ein mal im Leben aufbringen können.

Da werden sich die Bauherren also sehr genau informieren, bevor sie sich bis ans Lebensende verschulden, möchte man meinen. In der Praxis sieht das aber oft ganz anders aus, da werden die abstrusesten Finanzierungsmodelle gewählt und hopplahopp irgendwelche Sparverträge abgeschlossen weil man bei der Bank gerade so gut beraten wurde.

Bankangestellte scheinen da immer noch ein großes Vertrauen zu genießen, auch wenn es die Kunden nach diversen Krisen besser wissen müssten. Denn Banken sind in erster Linie Verkäufer die das verkaufen was ihnen selber nützt.

Gerade eben habe ich im Netz einen interessanten Artikel zum Thema Irrtümer der Baufinanzierung gefunden. Den Anfang macht da gleich der Versuch, eine Immobilie ohne Eigenkapital zu finanzieren. Das geht zwar immer noch unter bestimmten Voraussetzungen, aber das Risiko alles zu verlieren und noch mehr, ist immens hoch.

Auch die finanzielle Belastung über die Jahre hinweg wird thematisiert, die nicht etwa geringer wird, sondern sogar steigen kann. Mal ganz abgesehen von Reparaturen und Sanierungen, die nach einigen Jahren den Geldbeutel ebenfalls belasten.

Auch die Höhe der Tilgung, die Art sich Kapital anzusparen und mögliche Förderungen werden thematisiert. Auch alles Dinge die ein Bauherr zwar wissen müsste aber nicht immer weiß. Viel zu oft noch verlässt man sich da ganz auf den Berater der Hausbank, obwohl der wie oben schon angedeutet nicht das Wohl des Kunden sondern das seiner Bank im Sinn hat. Ob er nun will oder nicht, er muss die Produkte seines Arbeitgebers verkaufen.

Auch fehlendes Kapital durch Eigenleistung zu ersetzen wird kritisch hinterfragt. Das geht zwar, aber man überschätzt oft seine eigenen Fähigkeiten und seine Zeit. Das kann ich durchaus bestätigen, ist ja schon ein gewöhnlicher Umzug in eine andere Wohnung eine ernstzunehmende Belastung.

Alles in allem sind zwar alle Stolpersteine irgendwie bekannt, aber dennoch werden sie häufig nicht beachtet und das bei der vermutlich größten Investition die wir in unserem Leben je tätigen werden.


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