Immobilien gegen die Krise?

Wir leben in unsicheren Zeiten, möchte man meinen. Immer mehr der Euroländer stehen nahe am Ruin und dennoch werden Verträge geschlossen die dafür sorgen, dass auch die anderen Länder mit in den Schlamassel gezogen werden, wenn es hart auf hart kommt.

Da denken logischerweise viele Deutsche darüber nach, wie sie ihr Geld denn nun anlegen sollen, um im Fall der Fälle abgesichert zu sein. Die eine Variante ist der Kauf von Gold, aber eben weil so viele in das Gold flüchten, steigt der Preis in astronomische Höhen. Und selbst wenn man Gold hat, bleibt die Frage was damit anzufangen wäre, wenn die befürchtete Krise wirklich eintreten sollte.

Eine andere Variante ist es, sein Geld in das eigene Haus zu stecken, oder zumindest eine Eigentumswohnung. Wohneigentum gilt in sicheren Zeiten zwar als altbacken und wenig ertragreich, aber in Krisenzeiten als sicher und deshalb boomt derzeit der Immobilienmarkt.

Ob eine Wohnung oder ein Haus wirklich sicher ist, hängt davon ab, welche Art von Krise man eigentlich erwartet. Bricht wirklich alles zusammen, bietet ein eigenes Haus immer noch die Sicherheit eines Daches über dem Kopf. Mal abgesehen vom Kriegsfall mit Bombenschäden kann einem das auch keiner nehmen, selbst wenn man keinen Cent mehr in der Tasche hat.

Wobei auch dann noch Betriebskosten anfallen, im Winter muss geheizt werden und ohne Strom geht auch wenig. Klar, man kann sein Haus Energieautark machen und wer sich dazu noch ein Stück Wald gekauft hat, der kann mit dem eigenen Holz heizen. In ländlichen Gegenden leicht zu bewerkstelligen, fällt diese Möglichkeit in der Stadt aber aus.

Die meisten Deutschen wollen die Immobilie aber gar nicht so sehr um im Krisenfall autark zu sein, sondern einfach nur um ihr Vermögen zu schützen, wenn die deutsche Wirtschaft mal schwächelt und die Inflation gar zu hoch wird. Immerhin behalten Immobilien ihren Wert, steigert ihn sogar. Und auch die Mieten, sofern man sie nicht selbst bewohnt, lassen sich schließlich steigern und der Inflation anpassen.

Allerdings, und das vergessen viele Anleger, nur dann, wenn die Mieter das Geld dazu haben. Denn haben sie das nicht, kann der Vermieter noch so viel verlangen, seine Wohnung steht im schlimmsten Fall einfach leer. Auch der Verkauf einer Immobilie ist nicht immer und zu jedem Preis möglich. Denn die Immobilienpreise fallen häufig mit schwacher Wirtschaft, denn die Käufer haben dann schließlich auch kein Geld mehr.

Aus der reinen Sicht einen Kapitalanlegers ist der Kauf von Immobilien also mit einem sehr hohen Risiko verbunden und lohnt nur in absoluten Toplagen. Die sich aber der Normalbürger ohnehin niemals leisten kann. Wenn also eine Immobilie angeschafft werden soll, muss man sich vorher gut überlegen ob diese Investition wirklich so krisensicher ist wie angenommen. Hier findet sich übrigens ein sehr interessanter Artikel dazu.


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