Architekturstudenten in der Praxis

Auf dieser Seite wurde ja schon viel über Architekten und ihre Vergehen an der gebauten Umwelt geschimpft, wobei dazu natürlich immer nur die wenigen Ausrutscher der Szene zur Sprache kamen und selten die viele guten Werke dieser Zunft.

In der Praxis ist es für einen Architekten nämlich nicht immer ganz leicht, allen Anforderungen gerecht zu werden. Da sind einmal die Bauherren, die ganz bestimmte Vorstellungen haben, dann wäre da der Standort der nicht immer alles zulässt.

Zahlreiche Gesetze und Verordnungen spielen auch eine Rolle und dann kommt da noch die Notwendigkeit hinzu, sich einen Namen in der Szene zu machen. Das schafft man halt nur mit Gebäuden die polarisieren, über die diskutiert wird.

Als Architekturstudent ist es oft schwer von der Theorie während des Studiums überhaupt in die Praxis zu gelangen. Dafür gibt es zwar Praktika, aber während eines Praktikums ist die persönliche Entfaltung auch eher eingeschränkt.

Aber es gibt natürlich dennoch Möglichkeiten, sich auch als Student schon an der Praxis zu versuchen und sich auch gleich noch fast ungehemmt zu entfalten. Eine davon ist der Xella Studentenwettbewerb, früher der Hebel-Wettbewerb.

Seit über zwei Jahrzehnten gibt es ihn nun schon und das Ziel ist es, den Studierenden der Architektur einen Einblick in die Praxis zu geben, indem man ihnen im Rahmen eines Architekturwettbewerbes aktuelle und nicht ganz einfache Bauaufgaben überträgt.

Künftig soll der Wettbewerb jedes Jahr von einer anderen Hochschule deutschlandweit ausgelobt werden. Das Wintersemester 2011/12 widmete sich dabei gleich einer ganz prominenten Aufgabe und kümmert sich unter dem Motto “Im Herzen der Stadt” um ein Areal am Münchner Stachus.

Prominenter geht es kaum, das Fünf-Sterne Hotel Königshof mit seinem markanten Panoramarestaurant und das danebenliegende Kaufhausgebäude aus de 70ern sollen durch eine Bebauung ersetzt werden, die dem Standort mehr gerecht wird.

Dass es dabei natürlich in erster Linie um Gewinnmaximierung geht und nicht etwa darum, die Stadt schöner zu machen, müssen die Studenten natürlich selber herausfinden, all zu viel Gestaltungsfreiheit wird also auch da nicht zugelassen werden. Zudem sind natürlich alle baurechtlichen Belange zu beachten, man muss als Architekt heute schon fast ein Rechtsanwalt Baurecht sein um alle Regelungen sicher erfassen zu können.


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