Fördermittel für die Sanierung

Wer ein Haus sein eigen nennt, der hat eine solide Absicherung fürs Alter und muss sich keine Sorgen um seine Finanzen mehr machen. So eines der verbreiteten Vorurteile wenn es um das Thema Eigenheim geht.

Jeder der tatsächlich ein Haus besitzt weiß, dass das nur unter ganz bestimmten Bedingungen gilt und dann auch nicht für unbegrenzte Zeit. Speziell dann, wenn das Haus nämlich alt und sanierungsbedürftig ist, die Fenster undicht und die Ölheizung schon Jahrzehnte alt, ist es mit der finanziellen Absicherung schnell vorbei.

Dann hat man entweder horrende Heizkosten und friert trotzdem, oder man kämpft laufend mit veralteten Installationen bei gleichzeitig wenig Komfort. Eine Sanierung verschlingt nicht selten Unsummen, also lässt man sie bleiben oder führt sie so halbherzig aus, dass man nach ein paar Jahren wieder von vorne anfangen darf.

Etwas Hilfe bekommt man allerdings von staatlicher Seite, denn der Staat möchte so viele Hausbesitzer wie möglich dazu bringen, zumindest Energie zu sparen. So gibt es passende Fördermittel für den Einbau neuer Fenster, die Dämmung von Dach und Fassade oder den Einbau neuer und sparsamerer Heizanlagen.

Diese Förderungen kommen daher als Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen in teilweise beträchtlicher Höhe. Die bekanntesten und wichtigsten Förderprogramme werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW und dem Bafa, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle getragen.

Wobei die KfW ihren Schwerpunkt auf Sanierungen und einige weitere Einzelmaßnahmen legt und das Bafa den Einbau von Anlagen auf Basis regenerativer Energien, speziell zur Wärmeerzeugung. Man muss sich also ansehen, mit welcher Maßnahme man an welchen Förderer herantritt, Doppelförderungen sind natürlich ausgeschlossen.

Die einzelnen Fördermöglichkeiten lassen sich in einem solchen Artikel natürlich nicht darlegen, die Möglichkeiten sind sehr umfangreich und nicht alles kommt für jeden Hausbesitzer in Frage. Dazu lässt man sich am besten von einem Fachmann vor Ort beraten.

Die große Gefahr bei diesen ganzen Förderungen ist, dass Hauseigentümer nur sanieren, wenn es sie nahezu nichts kostet, sprich die Förderung und die Umlage auf die Mieter die Kosten decken. Das funktioniert nämlich nur mit den billigstmöglichen Materialien, sprich Styropor und anderen aus baubiologischer Sicht bedenklichen Stoffen. Diese bieten jede Menge Nachteile, zu denen hier auf der Seite schon einiges geschrieben wurde.

Als Mieter ist man in so einem Fall schnell der Angeschmierte, man darf die Kosten für die Sanierung mitfinanzieren, hat aber trotzdem keine geringeren Heizkosten oder gar Schimmelbefall. Der wird traditionsgemäß immer dem Mieter angekreidet, egal ob er tatsächlich dafür verantwortlich ist, oder nicht.

Ein verantwortungsvoller Hausbesitzer wird also, wenn es um Sanierungen geht, immer auch einen Baubiologen oder einen baubiologisch geschulten Energieberater mit ins Boot holen. Denn nur eine durchdachte Sanierung bringt hinterher auch wirklich finanzielle Vorteile. Leider werden diese Fachleute bislang nicht gefördert, das zahlt der Hauseigentümer also aus eigener Tasche.


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