Hunde und Katzen in der Mietwohnung

Mieter haben es schon nicht leicht. Da zahlt man Unsummen an Miete, mittlerweile auch Unsummen an Nebenkosten und muss sich dennoch zahllosen Regelungen und Vorschriften unterwerfen.

Einige davon beziehen sich auf die Möglichkeit, Haustiere in der Wohnung zu halten. Deswegen gibt es immer wieder Streit mit dem Vermieter und oft müssen sich die Gerichte damit herumschlagen. Denn es gibt zwar gesetzliche Regelungen aber die müssen doch immer wieder auf die jeweilige Situation ausgelegt werden.

Es gibt grundsätzlich folgende Szenarien die sich mit Hunde- bzw. allgemein Tierhaltung in der Wohnung beschäftigen.

1. Die Tierhaltung ist im Mietvertrag komplett untersagt

Diese Variante ist unwirksam, denn Kleintiere wie Vögel, Hamster oder Kaninchen dürfen immer gehalten werden und zwar ohne den Vermieter fragen zu müssen. Wobei es auch hier immer wieder zu Streitigkeiten kommt, wenn sich die Nachbarschaft beispielsweise vor Mäusen oder Ratten ekelt oder nicht ganz klar ist, ob der Dackel nun ein Kleintier ist oder eben nicht.

Die Haltung von Hund oder Katze darf aber durchaus komplett untersagt werden.

2. Der Vermieter behält sich das Recht vor, von Fall zu Fall zu entscheiden

Hier kann der Vermieter je nach Tier entscheiden ob die Haltung erlaubt ist oder nicht, ausgenommen natürlich oben erwähnte Kleintiere. Der Vermieter kann also das Halten eines Hundes je nach Größe des Tieres untersagen.

Natürlich kann es auch hier immer wieder zu Streit kommen, wenn beispielsweise andere Mieter schon einen Hund halten und man selber es nicht darf. Wobei diese Vermieterentscheidung durchaus legitim sein kann, wenn er Probleme mit mehreren Hunden in einem Haus befürchtet.

3. Der Vermieter erlaubt generell die Tierhaltung

Das ist für den Mieter natürlich der angenehmste Fall, einen Hund oder eine Katze darf er jederzeit halten. Davon ausgenommen sind allerdings ungewöhnliche Tiere, die zur Haltung in einer Wohnung nicht geeignet sind.

Ein Schaf im Schlafzimmer oder eine 5-Meter Würgeschlange auf dem Balkon sind eben doch nicht erlaubt. Auch die Menge der Tiere muss der Wohnung entsprechen. 20 Katzen in 50qm und zwei Zimmern sind wohl zu viel. Auch die Größe des Tieres muss angemessen sein, ein Schäferhund braucht eben mehr Platz als ein Terrier.

4. Es finden sich im Vertrag keine Angaben zu Tieren

In dem Fall sollte man den Vermieter auf jeden Fall fragen, denn die Gerichte urteilen höchst unterschiedlich ob Katzen und Hunde nun zum normalen Leben gehören oder eben nicht.

Im Zweifelsfall sollte man immer versuchen mit dem Vermieter zu reden und zwar bevor man sich ein Tier anschafft. Viele Vermieter wollen lediglich in den Entscheidungsprozess eingebunden werden und reagieren beleidigt wenn man sie außen vor lässt.


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