Kausalitätsdenken vs. Analogiesysteme

Im Feng Shui, der chinesischen Geomantieform, ließt man oft den Satz, ein Mensch könne es in einem bestimmten Haus zu nichts bringen, da es „ein schlechtes Feng Shui“ habe. Dieser Aussage liegt das Kausalitätsdenken zugrunde, das in unserer Gesellschaft in dieser Zeit vorherrscht: Es geht mir schlecht, WEIL ein äußerer Faktor mich nicht vorankommen lässt.

Auch in der Astrologie werden manchmal die Sterne kausal herangezogen, um Einflüsse zu erklären. Dies geht manchmal sogar soweit, dass physikalische Kräfte bemüht werden, um zu erklären, WIE ein bestimmter Planet auf unsere Psyche einwirkt.

Ich möchte diesem deterministischen Denken, diesem Denken in kausalen Sachzwängen, eine andere Denkart gegenüberstellen, die vielleicht zunächst etwas befremdend sein mag, die aber – so glaube ich – den Ursprüngen geomantischer Denksysteme sehr viel näher liegt: Das Analogiedenken.

Das Haus ist ein SPIEGEL. Es zeigt ANALOG zur Seelenentwicklung des Klienten bestimmte Formensprachen, von denen sich der Klient durch Resonanz angezogen fühlt. Der Grundriss ist in dieser Sichtweise zunächst eine „Kristallkugel“, die es mir erlaubt in die Seele des Klienten zu blicken, nicht aber Ursache seines Seinszustandes. So betrachtet ist das Haus, in dem Sie wohnen, immer richtig! Es ist richtig, weil es mit Ihnen in Resonanz steht – und das tut es meiner Erfahrung nach immer.

Unsere Umwelt ist die Realität, die wir uns selbst erschaffen. Es ist ein wunderbarer Entschuldigungsmechanismus, diese Umwelt für unsere Handlungen verantwortlich zu machen. Effektiver und machtvoller aber ist die Vorgehensweise, uns die Realität zu erschaffen, die wir wirklich haben möchten. Auch dazu dient uns die Geomantie: Als ein Werkzeug der Realitätsgestaltung.

Unsere Wohnung ist ein Spiegel. Ja, aber es ist ein magischer Spiegel. Dieser Spiegel erlaubt uns nämlich Veränderungen an ihm vorzunehmen, die sich sozusagen auf die „Welt hinter dem Spiegel“, der Analogieebene, auswirken. Von diesen Wirklichkeitsebenen aber wirkt die Veränderung zurück, bis in physische Realitäten hinein. Machen wir eine kleine Übung, um zu verdeutlichen, was gemeint ist:

Übung: Form und Inhalt

Schließen Sie einen Augenblick die Augen! Beobachten Sie sich selbst. Wie geht es Ihnen gerade? Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf? Welche Gefühle sind da? Ist da ein Problem, das bewältigt werden muss? Ist da Trauer, weil etwas nicht so ist wie es sein sollte? Beobachten Sie es, nehmen Sie es wahr…..

Und nun betrachten Sie Ihre Haltung! Wie sitzen sie da? Wo sitzen Verspannungen? Wie ist die Haltung Ihres Kopfes? Spüren Sie in Ihr Gesicht hinein! Welche Mimik haben Sie? Wie verhält sich die Stirn? Wie die Mundwinkel?

Und nun stellen Sie sich vor, in welchem Zustand Sie gerne sein würden: Möchten Sie Freude empfinden? Zuversicht? Ausgelassenheit? Werden Sie sich klar darüber, was Sie möchten.
Wenn Sie das Wunschgefühl klar bei sich haben, beginnen Sie Ihre äußere Haltung diesem Gefühl anzupassen! Entspannen Sie die Schultern! Sitzen Sie aufrechter! Heben Sie die Mundwinkel zu einem Lächeln. Und lassen Sie den Körper eine Form annehmen, die dieses Gefühl ausdrückt. Verweilen Sie 5 Minuten in dieser Haltung. Dann entspannen Sie sich und spüren Sie noch einmal nach. Hat sich etwas in Ihnen verändert? Haben sich die Gefühle verändert? Die Gedanken? Fühlen Sie sich besser?

Ich bin sicher, es hat sich bei Ihnen durch diese kleine Übung etwas verändert. Vielleicht fühlen Sie sich frischer, optimistischer, kraftvoller. Wenn dies so ist: War dann zuvor die äußere Haltung „schuld“ an ihrer Gemütsverfassung? Oder war sie eine Folge dessen?

Dies sind Fragen des Kausalitätsdenkens. Das Analogiedenken erkennt eine wechselseitige Resonanz. Dadurch, dass Sie die Form verändert haben, änderte sich auch der Inhalt. Ihr Leben wird sich ändern, wenn Sie Ihren Lebensraum gestalten!

Stefan Brönnle
Büro für geomantische Planung
www.stefan-broennle.de
www.inana.info
www.geomantie-zentrum.de


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