Heizkosten sparen durch Gestaltung mit Farben

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Warme Farben - eindeutig ...

Die Winterzeit ist die gemütlichste Zeit des Jahres. Während es draußen friert und schneit, kann man drinnen die kuschelige Wärme bei Kerzenschein, Lebkuchen und Tees mit feinen Aromen genießen.

Das hört sich doch gar nicht so schlecht an, aber wer diese schöne Wärme haben möchte, wird wohl auch ordentlich heizen müssen. Bei den steigenden Preisen für Öl und Gas ist die Freude an der gemütlichen Wärme schon gar nicht mehr so groß, wenn die erste Rechnung oder Nebenkostennachzahlung kommt.

Doch gibt es einige Einrichtungstricks, wie man durch Gestaltung ein wärmeres Raumgefühl simulieren kann.

Zunächst einmal sorgen entsprechende Materialien für ein besseres Wärmeempfinden. Fließen und Naturstein sind den „kalten“ Materialien zugeordnet, während Holzböden und Teppichböden eher für ein warmes Raumgefühl sorgen. Denken Sie nur an die mit Fließen und Stein gestalteten Häuser im Süden, die vor der Hitze schützen, und die gemütlichen Holzhütten in den Bergen, die viel Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen. Was haben aber Farben mit Heizkosten zu tun?

Farben werden in kalte und warme Farben unterteilt und wirken auf unser subjektives Wärmeempfinden. In Räumen, die in warmen Farben gestaltet sind, nehmen wir die Raumtemperatur etwa 2-3 Grad höher wahr als in Räumen in kalter Farbgebung mit derselben Raumtemperatur. Das heißt in Räumlichkeiten in kalter Farbgebung friert man schneller und dreht folglich die Heizung auf. Woran liegt das?

Ungefähr 80 % aller Eindrücke nehmen wir optisch, das heißt über das Sehen war. Dabei hat jede wahrgenommene Farbe seine individuelle psychologische und physiologische Wirkung. Während rot eher anregend und aktivierend wirkt, wirkt Blau beruhigend. Daneben symbolisieren warme Farben wie Rot, Orange oder Sonnengelb Wärme, während kalte Farben wie Blau, Blau-Violett, Grau oder Weiß ein Kältegefühl suggerieren. Denken Sie allein an die Adjektive feuerrot und eisblau. Diese Entsprechungen finden wir auch in Landschaften.

Winterlandschaften und Eisgebilde haben eher bläulich-weiße Farbnuancen, während Wüstenlandschaften in warmen, erdigen Gelb-, Rot- und Orangetönen erstrahlen. Stellen Sie sich solche Landschaften einmal mit geschlossenen Augen vor und achten Sie dabei auf Ihr Wärmeempfinden! Zu der optischen Wirkung von Farben kommt noch hinzu, dass der Körper über lichtempfindliche Hautsensoren farbiges Licht direkt über die Haut aufnimmt (Grundlage für die Farblichttherapie). Somit wird sogar mit geschlossenen Augen die Temperatur in Räumen mit warmen Farben höher empfunden als in solchen mit kalter Farbgebung.

Das Wissen um die warmen und kalten Farben können Sie also gezielt nutzen, indem Sie warme Rot-, Orange-, Gelb- oder Erd-Töne für Ihre Raumgestaltung verwenden. So schaffen Sie sich ein warmes, gemütliches Raumgefühl und senken gleichzeitig Ihre Heizkosten, denn gefühlte 2-3 Grad mehr machen hier schon Einiges aus.

Ich wünsche Ihnen eine mollig-warme, gemütliche Winterzeit!

Britta Saphira Brutscher
www.fengshui-fotodesign.com
www.saphiraartdesign.de


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