Energieeffizientes Bauen hat viele Gesichter

energiesparendes Bauen mit BaubiologieWer hierzulande ein Haus baut, plant in der Regel für lange Zeit darin zu wohnen. Der schnelle Erwerb und Verkauf von Immobilien ist ein Phänomen, das im anglo-amerikanischen Raum zwar eifrig praktiziert wird, in Deutschland aber beinahe unbekannt ist.

Und so baut man vor allem, um im Alter abgesichert zu sein und mietfrei wohnen zu können.

Damit das Haus nicht schon nach wenigen Jahren modernisiert werden muss und man später nicht unter einer hohen Nebenkostenabrechnung zu leiden hat, lohnt es sich, ein möglichst energieeffizientes Haus zu bauen.

Die Strompreise explodieren, die Gas- und Ölkosten gehen durch die Decke, da kann es einem als Immobilienbesitzer schon Angst und Bange werden. Hat man jedoch vorausschauend geplant und beim Bau ein wenig mehr investiert, kann man sich auch in vielen Jahren noch beim Anblick der Nebenkostenrechnung freuen.

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau und andere Institutionen fördern innovative Wohnprojekte sogar besonders großzügig, sodass sich die Mehrkosten im Vergleich zum konventionellen Bauen nur wenig bemerkbar machen. Doch die Vielfalt der Standards ist groß. So gibt es Passivhäuser, Plusenergiehäuser, Effizienzhäuser und viele mehr. Im Folgenden wird erläutert, was hinter den Bezeichnungen steckt.

Plusenergiehaus

Das Plusenergiehaus erzeugt, wie der Name schon sagt, über das Jahr gesehen einen Überschuss an Energie. Steigende Strompreise muss der Hausbesitzer bei dieser Bauform also nicht fürchten. Die benötigte Energie wird am Haus selbst gewonnen, in der Regel durch Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus sind solche Gebäude optimal gedämmt, um einen Wärmeverlust zu vermeiden.

Passivhaus

Ein Haus dieser Kategorie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Temperatur weder durch eine Heizung, noch durch eine Klimaanlage reguliert werden muss. Die notwendige Wärme wird vor allem durch Sonnenenergie gewonnen, die über große Fensterflächen das Haus erwärmt. Durch eine besonders gute Dämmung wird die Wärme selbst im Winter lange gehalten, ein eventueller Restwärmebedarf ist sehr niedrig. Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für ein angenehmes Klima im Haus.

Effizienzhaus

Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude, das einem bestimmten Energiestandard der KfW entspricht. Dabei gibt es verschiedene Abstufungen, die auf dem Primärenergiebedarf beruhen. Dieser schließt die benötigte Energie für Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung und Strom mit ein. Je nachdem wie viel Prozent ein solches Haus im Vergleich zu einem Referenzgebäude verbraucht, sind verschiedene Fördermodelle möglich.

So benötigt zum Beispiel ein KfW-Effizienzhaus 40 lediglich 40 Prozent der Primärenergie eines konventionellen Hauses in gleicher Größe. Wer sich dafür entscheidet, auf diese Weise zu bauen, erhält einen Tilgungszuschuss von jährlich bis zu 10 Prozent. Des Weiteren werden günstige Darlehen angeboten, die die Mehrkosten für solch ein Haus auffangen sollen.

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