Der Hausputz, ein paar Anregungen …

Die Menschen, die sich mit Baubiologie, Geomantie oder der Raumpsychologie Feng Shui beschäftigen, haben eine Sache gemeinsam. Sie alle interessieren sich für die Zusammenhänge zwischen Mensch und Raum bzw. Mensch und Umfeld.

Dazu gehören neben den psychologischen natürlich auch die ökologischen. Wenn es um die Auswahl der Baustoffe für Neubau oder Renovierung geht, ist es heutzutage schon ganz normal, dass man auf Giftstoffe aller Art achtet und sie nach Möglichkeit vermeidet.

Auch bei der Auswahl der Heizanlagen, der Warmwasserbereitung und natürlich bei der Stromerzeugung achten immer mehr Menschen darauf, ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Aber auch nach Bau oder Renovierung eines Hauses oder einer Wohnung sollte diese Denkweise beibehalten werden. Bei der Wahl der verwendeten Wasch- und Reinigungsmittel beispielsweise. Immerhin werden in Deutschland jährlich etwa 1.300.000 Tonnen davon alleine an private Haushalte verkauft.

Das meiste davon gelangt irgendwann ins Grundwasser und somit auch irgendwann wieder ins Trinkwasser. Hinzu kommen die Probleme die bei der Produktion und der Beschaffung der nötigen Rohstoffe entstehen, denn irgendwo muss das Zeug ja herkommen.

Dabei sind nicht die altbekannten „chemischen Keulen“ das große Problem, denn wer sich und seine Familie nicht gerade vergiften möchte, der setzt solche Produkte ohnehin nicht ein. Viel schwieriger ist die Unterscheidung in verwendbar oder nicht verwendbar bei den Ökologischen Reinigungsmitteln.

Einige davon sind wirklich ökologisch, aber viele verdienen diese Bezeichnung nicht einmal im Ansatz, gerade sie enthalten oft große Mengen an Palmöl oder Palmkernöl. Sogar in Waschmitteln die man gemeinhin als ökologisch kennt, wie Frosch oder Terra Aktiv von Henkel ist es in großen Mengen enthalten. (Quelle: Greenpeace).

Für den Anbau der Ölpalmen werden riesige Waldflächen brandgerodet, entwässert und anschließend mit entsprechenden Monokulturen besetzt. Ökologisch sieht anders aus.

Neben dem Palmöl, was man übrigens leicht durch andere Öle ersetzen könnte, wenn man wollte, sind es natürlich auch die übrigen Inhaltsstoffe, die der Gesundheit der Menschen und unserem Lebensraum arg zusetzen.

Laut Angaben des Bayerisches Landesamtes für Umwelt gelangten im Jahre 2009 in Deutschland ca. 194.000 Tonnen Tenside, 32.000 Tonnen Phosphate, 8.000 Tonnen Duftstoffe und 450 Tonnen Optische Aufheller ins Abwasser. Einen kleinen Teil davon können unsere Kläranlagen herausholen, der große Teil verbleibt im Wasserkreislauf – wie lange und mit welchen Folgen weiß keiner so genau.

Was kann man also tun?

Die erste und wichtigste Maßnahme ist natürlich die Mengen an verwendetem Reinigungsmittel zu reduzieren. Viele Verschmutzungen, gerade die nach einer Renovierung lassen sich ohne jegliches Hilfsmittel mit lauwarmem Wasser beseitigen. Möglicherweise muss man ein klein wenig mehr Körperkraft einsetzen, aber dafür spart man sich so manche chemische Keule.

Geht es nicht ohne Hilfsmittel, sollte man sich keinesfalls auf irgendwelche Versprechungen der Hersteller oder grüne Verpackungen mit dubiosen Umweltsiegeln verlassen. Meistens erschließt sich dem Käufer schon aus dem Lesen der Inhaltsstoffe ob ein Produkt tatsächlich ökologisch ist oder ob es sich nur um einen weiteren Versuch des „Greenwashings“ handelt.

Das Palmöl ist hier übrigens ein guter Indikator, ist es in einem vermeintlich „grünen“ Produkt enthalten, dann gilt Finger weg. Meistens sind dann auch die übrigen Inhaltsstoffe nicht wirklich ökologisch.

Auch die Bezeichnung „Bio-Reiniger“ muss nichts heißen, wichtig ist was drin ist und nicht was drauf steht. Möchte man ganz auf Nummer Sicher gehen, kann immer noch bei den bekannten Umweltorganisationen wie Greenpeace oder Pro-Regenwald nachgefragt werden.

Roland Steiner


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