Vorsicht Sanierung!

Was nach strengen Wintern zurück bleibt sind oftmals nicht nur Schäden auf dem Straßenbelag, es werden auch regelmäßig Schäden an Gebäuden sichtbar, die durch den winterlichen Frost entstanden sind.

Ob beschädigte Wasserleitungen, Wassereintritt durch Widerschwall, Schimmelpilzwachstum durch Wärmebrücken oder Putzrisse und Putzabplatzungen aufgrund von Frostschäden. Es gibt viele Schäden, die durch Feuchtigkeit und Frost entstehen können. Oftmals sehr einfach und ohne all zu großen Kostenaufwand handwerklich perfekt ausbesserbar, nur muss der Ursprung des Schadens auch immer erst gefunden und lokalisiert werden.

Einige Handwerker erledigen das sehr flott. Ein Blick und schon steht fest wo das Übel begraben liegt. Hier und da ein wenig zugeschmiert, bloß nicht zu viel reden und auf keinen Fall beschriebenes Papier produzieren. Am Besten schnell und gleich wieder weg um die Rechnung zu erstellen. Es folgt ……….. richtig: die Rechnung! Aber ansonsten hört man nichts mehr vom Handwerker. Kaum ein Jahr vergangen, schon ist der gleiche Fleck auf der zuvor ausgebesserten Stelle oder vielleicht auch nur über die Ausbesserung gewandert. Feucht ist es immer noch, auch die dunklen, schimmelverdächtigen Flecken erscheinen wieder. Wieder einfach mal so einen Handwerker rufen? Klar! Der war letztes Jahr schon sehr flott und gekostet hat er auch kaum etwas, also rufen wir ihn wieder!

Das ist kein Fake, so etwas erlebt man als Baugutachter immer und immer wieder und nicht nur, dass manche Dinge „nur“ zweimal ausgebessert wurden, oftmals sieht man Sanierungen die schon zig mal gleich falsch saniert wurden. Eben so oft hört man dann auch das fast schon typische: „Aber es war nicht teuer und ging sehr schnell“. Erklärt man dem Gegenüber dann, welche Kosten über die Jahre mit den vielen falschen Sanierungen zusammen gekommen sind (und was es kostet den gesamten Pfusch zu korrigieren), dann blickt man oft in ein Gesicht, das nicht nur einen enttäuschten, sondern auch einen Ausdruck voller Wut mit sich trägt. Hätte man das nur früher geahnt, früher gehandelt, den Richtigen gerufen, nicht blind vertraut. Tja hätte man, dann wäre man, wenn man würde.

Äußerst ärgerlich ist das aber nicht nur für den Bewohner oder Eigentümer, auch den Sachverständigen trifft dies immer ein kleines Bisschen, denn der wird nicht selten erst dann gerufen, wenn der ehemalige kleinere Schaden ein riesengroßer Pfusch ist. Dann wenn schon viel Geld aus dem Fenster geworfen wurde. Hier leidet man als Sachverständiger immer ein klein wenig mit, man weiß ja schlussendlich, wäre man nur früher gerufen worden, dann wären die Kosten für den Kunden um einiges geringer und nicht selten der Schaden wesentlich einfacher zu beseitigen.

Daher denken Sie dieses Jahr daran, wenn Sie einen Schaden am Haus haben, rufen Sie zunächst einen in diesem Fachbereich tätigen Sachverständigen. Dieser wird Ihnen schriftlich zusammenfassen, was zu tun ist und, was nicht zu vergessen ist, er haftet auch für das Geschriebene. Wird es gewünscht, überwacht und kontrolliert er oftmals auch die Arbeiten.

Ing. Gerhard Holzmann
Sachverständigenbüro Holzmann-Bauberatung
www.Baubegriffe.com

Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de


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