Die Jungfrau und der Drache – Teil 1: Das Geheimnis der Kraftorte

chartresDort, wo der Geist weht, an einer uralten heiligen Stätte im Herzen Frankreichs, hatten die Druiden – die Priesterkaste der Kelten – ihr zentrales Heiligtum. Hier befand und befindet sich noch heute eine Erdhöhle: Die Druidengrotte.

Eine Sage erzählt, ein Engel hätte den Druiden hier verkündigt, eine Jungfrau werde einen Gott gebären. Beeindruckt von dieser Vision hätten sie aus einem hohlen Birnbaum eine Statue geschnitzt. Eine heilige Jungfrau, auf ihren Knien der Gottessohn. Als die ersten Christen an diese Stätte kamen, entdeckten sie das Bild und gerieten in höchste Verwunderung, denn auf dem Sockel der von der Zeit geschwärzten Statue standen in schönen lateinischen Buchstaben die Worte “virgini pariturae” – “Geweiht der Jungfrau, die gebären wird”.

Sie errichteten darüber eine Kirche, die zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Christen und später durch die berühmteste gotische Kathedrale der Welt ersetzt werden sollte: Chartres. Vermutlich reicht die kultische Nutzung des Ortes zurück bis in die Steinzeit.

Wie ist eine solche Kontinuität zu erklären? Einfach dadurch, dass eine Religion die andere ablöste? Wohl kaum, denn es gibt zahlreiche Beispiele, die die kultische Nutzung eines Ortes über Jahrtausende belegen, obwohl keine direkte Ablösung der Religionen nachweisbar ist. Ein Teich in Meiendorf bei Hamburg wurde während zweier Epochen kultisch genutzt, um 12000 v. Chr. und um 8500 v. Chr. Dazwischen liegen mehr als 3000 Jahre, in denen der Teich nicht als Heiligtum genutzt wurde, so dass eine kontinuierliche Weitergabe des Brauches unmöglich ist. Trotzdem legten Menschen Opfer im gleichen Teichabschnitt nieder, direkt über den älteren Vorkommen!

lourdesIn der Grotte von Lourdes, in der der vierzehnjährigen Bernadette achtzehnmal die heilige Jungfrau erschienen war, fand der Archäologe Milne-Edwards eine Reihe eiszeitlicher Kunstwerke. Die Höhle war bereits Jahrtausende zuvor ein heiliger Ort gewesen. Davon konnte das junge Mädchen nichts wissen! Was bewirkt also die Heiligkeit eines solchen Ortes?

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Der britische Naturwissenschaftler Paul Devereux untersuchte etliche megalithische Kultstätten wie Steinkreise und Steinreihen im Süden Englands. Seine Untersuchungsergebnisse belegen mit statistischer Genauigkeit, dass die meisten dieser Kultstätten auf Orten stehen, die entweder eine erhöhte natürliche radioaktive Hintergrundstrahlung oder aber magnetische Anomalien aufweisen.

Paul Devereux machte die Beobachtung, dass Menschen in der Nähe von Steinkreisen zur Produktion von Theta- und Delta- Gehirnwellenrhythmen neigen, die denen einer Trance oder der Traumphase entsprechen. Boguslav Lipinski untersuchte den Marienerscheinungsort Medjugorje mit dem Elektroskop und stellte fest, dass die stärksten gemessenen Intensitäten während der Marienerscheinungen in der Kapelle zu messen waren.

Die Zirbeldrüse spricht, wie wissenschaftliche Tests zeigten, mit einer Veränderung der Hormonproduktion auf schwache magnetische Felder an. Einige dieser Hormone wirken wie psychedelische Substanzen. Hieraus könnten sich Visionen beim sogenannten Kultschlaf an heiligen Orten erklären.

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Stefan Brönnle
Büro für geomantische Planung
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