Orte der Kraft, Teil 1

Berge, Orte der KraftKraftplätze, was ist das eigentlich? Immer wieder hört man von „Orten der Kraft“ wo geheimnisvolle Energien auf den Menschen wirken, die scheinbar nur von Eingeweihten wahrgenommen werden können, und wir auf deren Urteil über Beschaffenheit und Qualitäten eines derartigen Platzes angewiesen sind.

Können wir denn gar keine wahrnehmenden Erfahrungen machen und haben wir wirklich keine Möglichkeiten die unterschiedlichen Energien verschiedener Plätze auszumachen?

Keineswegs!

Wir wissen, dass das Universum, von enormen Kräften im Gleichgewicht gehalten wird. Dass die vergleichsweise geringe Zentrifugalkraft der Erde in exakter Übereinstimmung mit der Anziehungskraft der Sonne die Umlaufbahn der Erde um jene bestimmt und auf Zug hält, sodass wir weder ins All geschleudert werden, noch in die Sonne stürzen können. Zumindest derzeit.

Wir wissen auch über das Vorhandensein von „schwarzen Löchern“ und „weißen Riesen“ in deren Bannkreis unvorstellbare Kräfte die jeweiligen Veränderungen bewirken und einem neuen Ausgleich und Balance anstreben. All diese Kräfte sind (mehr oder weniger exakt) wissenschaftlich erforscht und daher vorhanden. Und auch die Kräfte auf unserer Erde sind leicht erkennbar, wie z.B. die Gravitation mit all ihren Auswirkungen. Auch alle physikalisch erkennbaren Kräfte werden leicht erfahrbar, wenn man sie sich anhand der vier Elemente vergegenwärtigt: Feuer-Erde-Luft und Wasser.

Die gewaltigen Kräfte eines Vulkanausbruches, die selbst noch auf Filmaufnahmen zu spüren sind, oder die Wucht eines Blitzes, die uns zusammenzucken lässt, zeigt die Kraft-Erfahrung mit dem Element „Feuer“.

Wie uns die Berge in ihrer Masse, Höhe und Gestaltformationen in ihren Bann ziehen, sodass viele Menschen unbedingt hinaufsteigen müssen, um auf dem Gipfel zu stehen und ganz besondere Zustände des Körpers und der Seele zu erleben, zeigt uns das Element „Erde“.

Der Anblick herrlicher Wolkengebirge, die von Winden bewegt werden, bieten ein ständig wechselndes Schauspiel von Licht und Schatten, das tiefe Eindrücke in uns hinterlässt, oder wie gewaltig ein Sturm oder ein Tornado über Meer und Land hinwegfegen kann und die Dimension seiner Kraft an den Verwüstungen und Springfluten erkennbar werden, zeigen uns die Kräfte des Elementes „Luft“.

Die Erhabenheit und kräftige Ausstrahlung eines großen Wasserfalles wie z.B. der Niagarafälle oder die geheimnisvolle Weite und Tiefe der Meere, an deren Ufern wir uns gerne meditativ in die Sonnenuntergänge hineinfallen lassen, zeigt uns die Mächte des Elementes „Wasser“.

Hier können wir schon erkennen, dass neben den physisch Erkennbaren zunehmend auch emotionale, sinnliche, intuitive oder seelische Wahrnehmungen stattfinden, denen wir uns zumeist gar nicht bewusst sind. Sie stellen allerdings schon sehr konkrete Wahrnehmung von „Kräften an Orten“ dar. Die vorgenannten Beispiele stellen natürlich besonders eindrucksvolle Situationen für das jeweilige Element dar, tatsächlich sind wir ununterbrochen, in unterschiedlicher Stärke, den Kräften dieser Elemente, aber auch anderen geomantischen Energien um uns ausgesetzt.

Unsere Erde ist mit einem Netz von Kraftplätzen überzogen, und manche werden Sie bereits kennen. Die meisten Plätze sind schon lange bekannt und sind für kultische Handlungen ausgesucht worden. In früherer Zeit wurden Kirchen nur an ganz bestimmten Orten errichtet und zumeist befand sich an dieser Stelle vormals ein heidnischer Kultplatz. Denn die Baumeister dieser Kirchen wussten um die geomantische Bedeutung eines Bauplatzes. Und vor allem wussten sie, wie man einen Bauplatz, der in manchem nicht entsprach, mit Bauweise oder Anordnung in die gewünschte geomantische Kraft bringen kann. Es gelang ihnen zum Beispiel allein mit bestimmten Ziegelverbänden – das sind Anordnungen der Ziegel in einer Mauer – Wasseradern unschädlich zu machen oder sie abzulenken.

An der Stelle des (alten) Altares gab es immer eine „sakrale Kreuzung“, dies ist eine radiästhetische Situation in der zwei Wasseradern genau in Nord-Süd und Ost-Westrichtung gekreuzt verlaufen und mit einer „Curry“ – Kreuzung, in 45° dazu, übereinanderliegen. Diese radiästhetischen Phänomene kann man mit der Wünschelrute oder dem Pendel feststellen. Und genau an der Stelle des Altars gab es, wie viele Ausgrabungen bestätigten, in vorchristlicher Zeit den heidnischen Opferstein.

Es gibt aber auch etliche sehr bekannte keltische Kultplätze, die nicht mit Kathedralen überbaut wurden, wie zum Beispiel der berühmte Steinkreis von „Stonehenge“ in England.

Das Wissen um die Bedingungen für die Lage des Allerheiligsten wurde auch von meinem Radiästhesielehrer bei Ausgrabungen in Ägypten eingesetzt. Er hatte, ohne irgendwelche Kenntnisse über Archäologie zu haben, lediglich auf die radiästhetische Situation geachtet, und an der Stelle, wo sich die „Sakrale Kreuzung“ befand solange nachgraben lassen, bis der Altarstein eines ägyptischen Tempels in etlichen Metern Tiefe gefunden wurde.

Die Geomantie und ihr Einsatz beim Bauen von Kult- oder Andachtsstätten zeigt die enge Verbindung zur Spiritualität. In allen Religionen der Erde wurden die Kultplätze auf „Orten der Kraft“ errichtet. Ob dies nun die Pyramiden von Gizeh, die geheimnisumwobenen Stufenpyramiden in Mexiko, die Anlagen in den Anden Südamerikas oder die heiligen Klöster in Tibet sind, alle haben eines gemeinsam, sie wurden an „Orten der Kraft“ errichtet. Die Erbauer waren überzeugt, dass der energetisch stärkste Ort für die religiösen Handlungen bereitgestellt werden soll.

In Europa sind die Kathedrale zu Chartres und Mont Saint Michel in Frankreich, die Mönchsklöster Meteora und die Halbinsel Berg Athos in Griechenland, in Deutschland die Wartburg, in Spanien Santiago de Compostela und die Alhambra in Granada, Spanien. In Ägypten die „Große Pyramide Cheops“, von der man sich berichtet, dass Napoleon nach einem Besuch der Grabkammer der großen Pyramide wie verwandelt gewesen sein soll und ein absolutes Geheimnis daraus gemacht hat, was er dort erfahren hat.

Im Nahen Osten ist Jerusalem ein grandioser Kraftplatz, nicht umsonst treffen dort drei Weltreligionen zusammen und reklamieren die Stadt als Zentrum für sich. Es ist vielleicht der wichtigste geomantische Ort der Welt, und solange dort keine friedliche Einigung über diese Stadt getroffen werden kann, die alle Betroffenen gleichermaßen berücksichtigt, wird es keinen Frieden in dieser Region und auf der Welt geben.

Sehr geheimnisvoll und erst in letzter Zeit entdeckt wurde „Göbekli Tepe“ übersetzt etwa „Hügel mit Nabel“, ein Bergheiligtum im Südosten der Türkei nahe der Syrischen Grenze. Es wird angenommen – so die derzeitig bekannten Untersuchungen – dass diese Tempelanlage ca. 12.000 Jahre alt ist (vergleiche: Stonehenge wird auf ca. 5000 Jahre geschätzt). Es handelt sich also um die älteste derzeit bekannte Tempelanlage der Welt.

Auf Sinai ist das Kloster St. Katharina mitten in den Felsen eine übergeordnete Schaltstelle, des großen Kräftenetzes, welche die ganze Erde umspannt. In den Himalayas sitzen im Kaylash die Götter. Der Sonnentempel Konark (Orissa, Indien) mit seinen großen Sonnenrädern, ist ein besonders starker Ort.

Brasilien hat den Zuckerhut in Rio und die übergroße Jesusstatue. In Australien ist der weltgrößte Monolith der „Uluru“ von den weißen Einwanderern „Ayers Rock“ genannt, ein riesiger roter Felsbrocken, mitten in der Steppe Australiens ein besonderer Platz. Er ist geologisch mit den „Olgas“ in der Nähe verbunden, und dieses Steinmassiv bildet tatsächlich das Herz Australiens. In Peru ist „Macchupicchu“, die alte Inkastadt auf über 3000m ein mystischer Kraftplatz.

Diese Aufzählung ist willkürlich und nicht im Mindesten vollständig, überall auf der Welt gibt es mehr oder weniger bekannte Kraftplätze und es würde hier den Rahmen sprengen eine umfassende Enzyklopädie vorzulegen. Es soll lediglich einen Anreiz bieten, in den Ländern, die euer Interesse geweckt haben, nicht nur Urlaub zu machen, sondern nachzuforschen, welche „Orte der Kraft“ dort zu besuchen sind.

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Architekt
Dipl. Ing. Werner Vogl
Staatlich beeideter und befugter Ziviltechniker
www.architektur-und-geomantie.at


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