Teil 3: Alternativen zur Kompassmessung

Lo Pan Feng Shui KompassFortsetzung von Teil 2

An Orten mit vielen Störeinflüssen, kann eine Messung mit einem herkömmlichen (Feng Shui) Kompass unmöglich sein. Insbesondere in Stadtgebieten treten teilweise sehr starke Störungen durch Tiefgaragen, Kanäle, Oberleitungen, Stahlbetonbauten und elektrischen Installationen auf.

Zuweilen verursachen diese von einem Meter auf den anderen Abweichungen von 180°. An solchen Orten muss man sich anderweitig behelfen:

Google-Earth

Eine dank der modernen Technik recht einfach Methode sind die Satellitenbilder von Google-Earth (http://earth.google.de/). Diese stehen zumindest in den Ballungsräumen mit recht hoher Auflösung zur Verfügung. Notwendig ist dazu nur eine Software, die für den privaten Gebrauch kostenlos erhältlich und einfach zu installieren ist.

Ist das betreffende Gebäude auf den Aufnahmen ersichtlich, kann dessen Ausrichtung mittels eines herkömmlichen Geodreieckes ermittelt werden. Denn die Aufnahmen sind, sofern man das nicht im Programm verändert, exakt nach dem geographischen Nordpol ausgerichtet.

Druckt man sich den Abschnitt mit dem gewünschten Gebäude aus, ist die Ermittlung der Ausrichtung nur noch etwas Zeichenarbeit.

Wichtig ist hierbei allerdings, dass die gemessene Richtung mittels der Deklination umgerechnet werden muss. Denn man ermittelt hier die geograpische Ausrichtung und die weicht vom tatsächlichen Magnetfeld, das man für die Feng Shui Analyse benötigt, um mehrere Grad ab, wie weiter oben schon beschrieben wurde.

Es wird je nach Standort und Zeit entweder eine östliche Missweisung (durch + gekennzeichnet) oder eine westliche Missweisung (durch – gekennzeichnet) in Grad und Gradminuten angegeben.

Entnimmt man die Ausrichtung eines Gebäudes oder Grundstückes aus einer Karte, hat man also die geographische Ausrichtung gegeben, muss eine westliche Missweisung abgezogen und eine östliche Missweisung hinzugezählt werden um die magnetische Ausrichtung zu erhalten.

Katasterpläne

Stehen via Google-Earth keine aktuellen Aufnahmen zur Verfügung oder geht es um ein Gebäude das noch gar nicht steht, kann man sich auch mit Auszügen aus dem Katasterplan behelfen. Zu bekommen sind diese Pläne bei den zuständigen Baubehörden.

Die Vorgehensweise ist analog zu den Satellitenbildern. Hier sollte man sich vorher auf jeden Fall erkundigen, nach welchem Bezugssystem die Pläne erstellt wurden. Es kann nicht davon ausgegangen werden dass der geographische Norden verwendet wurde! Eventuell ist da im Vorfeld noch etwas Umrechnungsarbeit erforderlich.

Messen in der Vergangenheit

Da sich die Ausrichtung des Erdmagnetfeldes ständig ändert, ändern sich theoretisch auch diejenigen Feng Shui Berechnungen die auf den Himmelsrichtungen basieren.

Das ist immer dann interessant, wenn man die Lebensgeschichte langjähriger Bewohner älterer Gebäude nachvollziehen möchte. Denn für die Berechnung der damaligen Situation kann nicht mit der aktuellen Ausrichtung gerechnet werden, es muss die damalige herangezogen werden.

Ist die Deklination für den jeweiligen Ort zur damaligen Zeit bekannt, können die aktuell gemessenen Himmelsrichtung mittels der Deklination auf den damaligen Wert zurückgerechnet werden.

Pflege und Lagerung eines Kompass

Zum Abschluss noch ein paar Hinweise wie man seinen Kompass behandeln sollte um ihn lange nutzen zu können.

Absolut wichtig ist, ihn niemals starken Magnetfeldern auszusetzen. Lautsprecherboxen, Elektromotore, ältere Netzteile von Elektrogeräten und natürlich Magnete jeglicher Art sollten sich nicht in der nähe des Kompass befinden.

Auch Erschütterungen sollten vermieden werden, denn diese können die Lagerung der Nadel beschädigen. Den Transport im Handgepäck eines Flugzeuges scheinen Kompasse übrigens problemlos zu überstehen.


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