Das Denkmodell der Wandlungsphasen

Viele Zusammenhänge, Begrifflichkeiten und Konzepte des Feng Shui wurden in der Vergangenheit unreflektiert in unseren Kulturkreis übernommen. Egal ob diese nun für die Denkweise eines Europäers verständlich waren oder nicht.

Das hat in der Vergangenheit sicher dazu beigetragen, dass das Feng Shui einen esoterischen Beigeschmack bekam, waren die tieferen Zusammenhänge doch oft unklar. Man musste sich schon sehr intensiv mit der Thematik beschäftigen um zu verstehen, dass die Chinesen mit der Methode Feng Shui nichts anderes beschrieben als psychologische Zusammenhänge zwischen Mensch und Raum.

Oft werden Denk- und Erklärungsmodelle verwendet ohne dass ersichtlich wird dass es sich um ein Modell handelt. Zum Verständnis der Materie sind diese Modell überaus wichtig, denn die Zusammenhänge in unserem Umfeld sind derart komplex, dass sich sich ohne geeignete Hilfsmittel weder verstehen noch erklären noch beeinflussen lassen.

Ein gutes Beispiel aus unserem Kulturkreis ist das bohrsche Atommodell das auf einfache uns anschauliche Weise den Aufbau eines Atoms zeigt. Lange weiß man schon dass es nicht der Realität entspricht, da der Atomaufbau in Wirklichkeit viel komplexer ist, aber man lehrt es dennoch in den Schulen um die Schüler an die komplexen Zusammenhänge heranzuführen und ein gewisses Verständnis zu erreichen.

Eines der wichtigsten Modelle im Feng Shui ist das der fünf Wandlungsphasen oder fünf Elemente. Die Wandlungsphasen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser tun nichts anderes als Zusammenhänge und Interaktionen in unserem Umfeld Erklärbar zu machen.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, wir konstruieren ein Haus. Dieses soll hernach einen einigermaßen harmonischen Eindruck machen, man will ja nicht in einem hässlichen Haus wohnen. Nun interagieren aber sämtliche Gestaltungselemente, Farben, Formen und Materialien miteinander. Ändert man nur ein Element, ändert sich das Gesamtbild.

Denkmodell Wandlungsphasen

Das zu überblicken ist nicht einfach, mit dem Denkmodell der Wandlungsphasen geht es aber.

Die Gesamtform des Hauses auf dem Bild ist nahe an einem Würfel, gehört also der Erde an. Die Farbe weiß gehört zum Metall, das Gelb ebenfalls zur Erde. Form und Farbe passen also schon einmal zusammen, denn Metall und Erde verstehen sich im Kreislauf der Wandlungsphasen recht gut.

Die schmalen hohen Fenster gehören von der Forme her zum Holz. Hier taucht das erste Problem auf, denn Holz steht sowohl zur Erde als auch zum Metall in einem Spannungsverhältnis. Um diese Diskrepanz zu lösen könnte man entweder die Fenster anders gestalten oder weitere Elemente hinzufügen. Sei es durch die Farbe oder weitere Formen.

So tastet man sich Schritt für Schritt an den Komplettzusammenhang heran indem man die Interaktion jedes Gestaltungselementes in Relation zum Gesamtbild analysiert. Die fünf Elemente sind plötzlich gar nicht mehr esoterisch sondern ein Werkzeug um Zusammenhänge zu analysieren.

Roland Steiner
Feng Shui Berater
www.feng-shui-direkt.de
www.feng-shui-suche.de


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