Als das Weltenei zerbrach – Astrid Zimmermann und Andreas Gruschke

Als das Weltenei zerbrachMythen und Legenden Chinas. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Feng Shui beschäftigt, kommt um die chinesische Weltvorstellung und die Erkenntnis dass China anders ist als Europa nicht herum.

Dieses Buch und das wird schon im Vorwort angekündigt, soll keine quellenkritische Darstellung chinesischer Mythen und Legenden darstellen. Vielmehr soll durch die geeignete Auswahl einiger Legenden ein gewisses Verständnis für die chinesische Kultur geschaffen werden.

Denn viele Dinge, die wir Europäer an den Chinesen eigenartig finden, begründen sich in den alten Mythen und Legenden aus der Vorzeit. Der Bogen soll dabei von der Entstehung der Welt über die Ordnung derselben bis hin zu den Göttern und deren himmlischen Alltag gespannt werden.

Der wichtigste Unterschied zu unserer westlichen Vorstellung wird recht schnell klar. Die chinesische Welt wurde nicht von einem Schöpfer geschaffen wie wir es gewohnt sind, sie wandelte sich durch den Einfluss vieler mythischer Wesen vom Urzustand in den heutigen Zustand.

Die Grundlage aller chinesischer Schöpfungsmythen ist das Chaos, das vor der Entstehung der Welt vorhanden war. Das spiegelt sich auch in der Lehre von Yin und Yang wieder, denn die sind auch aus dem Wu Ji entstanden.

Durch den Einfluss unterschiedlicher Kräfte wurde das Chaos in unseren jetzigen Lebensraum verwandelt.

Den Anfang machen auch gleich die Kaiser des Süd- und des Nordmeeres und der Riese Pangu, gefolgt von Nüwa. Die Welt war entstanden. In den nun folgenden Kapiteln wird genau beschrieben, wie die Erdoberfläche die jetzige Gestalt erhielt, wie aus ursprünglich 10 Sonnen die ein wurde die wir jetzt kennen.

Es wird erklärt, warum die Menschen sind wie sie sind, wieso der Himmel nicht herab fällt und wo der Herdgott hergekommen ist. Aber nicht nur Legenden aus alter Zeit sondern auch recht moderne Vorbilder wie z.B. die Legende Lei Feng aus der Zeit Maos werden im Buch behandelt.

Denn es ist in China nach wie vor so, dass man sich gerne nach großen Vorbildern richtet, die nach einiger Zeit durchaus den Status eines Gottes erhalten können.

Fazit:

Für alle, die sich ein wenig näher mit der Mythologie Chinas beschäftigen wollen, ohne sich gleich durch Stapelweise Fachbücher quälen zu wollen, für den ist das vorliegende Buch genau richtig.

Auf unterhaltsame Weise lernt man die wichtigsten Legenden von der Entstehung der Welt bis zur heutigen Zeit kennen.

Die Erläuterungen der beiden Autoren zwischen den Geschichten lesen sich zwar manchmal etwas trocken, aber alles in allem ist es ein sehr gelungenes Werk

Die Autoren:

Astrid Zimmermann, Jahrgang 1962, studierte Sinologie und Ethnologie und reist seit fast 20
Jahren als Studienreiseleiterin durch China.

Andreas Gruschke, Jahrgang 1960, studierte Geographie, Ethnologie und Sinologie. Mehrmals im Jahr besucht er das Reich der Mitte zu Forschungszwecken. Seit 2004 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Sonderforschungsbereich der Universitäten Leipzig und Halle.

Astrid Zimmermann und Andreas Gruschke
Als das Weltenei zerbrach
Mythen und Legenden Chinas
März 2008. 256 Seiten
Format 12,8 x 19,2 cm. Gebunden mit Schutzumschlag
€ [D] 19,95; € [A] 20,60; SFr 36.-
ISBN 978-3-7205-3052-1

Roland Steiner

www.feng-shui-direkt.de


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