Handbuch Buddhismus – Hans Wolfgang Schumann

Handbuch Buddhismus – Hans Wolfgang SchumannDas Vorwort des Autors macht schnell klar, was den Leser in diesem Buch erwartet. Eine umfassende Abhandlung über den Buddhismus, seine Entstehung in Indien, die bislang entstandenen Lehrmeinungen und den Buddhismus außerhalb Indiens.

Der erste Teil des vorliegenden Buches befasst sich mit der Lebensgeschichte des ersten Buddha Siddhatta Gotama und den Inhalten seiner Lehre.

Er beginnt mit seiner Entscheidung das wohlhabende Elternhaus zu verlassen und sich auf die Suche nach der Erlösung zu machen. Mit Zwischenstationen bei verschiedenen Meistern erlangte er sein Ziel schließlich auch und fand die Erlösung in sich selbst durch Meditation.

Schnell fand Gotama erste Anhänger und gründete eine Klostergemeinschaft, die sich alsbald vergrößerte und die Lehren des Buddha verbreitete. Nicht immer verlief dieser Plan reibungslos, so manche Hürde musste genommen und so mancher Rückschlag verwunden werden.

Recht detailgenau beschrieben werden die Lehren Buddhas und die Grundlagen seiner Philosophie wie das Nichtvorhandensein einer Seele, die Ursache allen Leidens und deren Beseitigung bis zum Nibbana, dem erlösenden Verlöschen.

Der zweite Teil beschreibt dann den einige Jahrhunderte nach dem Tod Gotamas entstandenen Mahayana Buddhismus, der einige neue Heilswege eingeführt hat. Darunter u.A. die Geburt im Zwischenparadies eines transzendenten Buddhas und die mögliche Hilfe transzendenter Bodhisattvas.

Auch wurden im Mahayana aus dem einen Buddha Gotama viele Buddhas, teils aus der Zeit vor Gotama, teils aus einer Zeit in ferner Zukunft. Der aktive und der passive Bodhisattvaweg werden detailliert beschrieben.

Über den als esoterischen Spätbuddhismus bezeichneten Tantrayana geht es dann zu den diversen außerindischen Formen des Buddhismus. Neben dem japanischen Zen-Buddhismus und dem wohl bekanntesten tibetischen Buddhismus wird auch der Buddhismus in Deutschland beschrieben. Dieser mit Adresse der Deutschen Buddhistischen Union und dem offiziellen Glaubensbekenntnis.

Abgerundet wird das Werk durch eine umfangreiche Sammlung von Anmerkungen und Quellenangaben, sowie durch ein Fachwortregister.

Fazit:

Wer einen umfassenden Überblick über jegliche Form des Buddhismus von den Anfängen bis in die heutige Zeit sucht, der ist mit dem vorliegenden Buch gut bedient.

Es ist, ob der zahlreichen indischen Fachbegriffe, nicht unbedingt leicht zu lesen, hat man sich aber erst an die Sprache gewöhnt kommt man aber gut voran. Der erste Teil mit den Beschreibungen der Persönlichkeit und des Lebensweges des Buddha liest sich teilweise wie ein Roman, liefert aber dennoch alle wichtigen Details.

Der Autor:

Hans Wolfgang Schumann, geboren 1928, hat sich seit 1946 privat und wissenschaftlich mit dem Buddhismus befasst. Das Handbuch ist sein Erkenntnisfazit aus über 50 Jahren Forschung.

Er promovierte 1957 an der Universität Bonn im Fach Indologie und war 1960-63 Lektor an der Hindu-Universität in Benares.

Danach war er 18 Jahre lang für den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland in Indien, Burma (Myanmar) und Ceylon (Sri Lanka) sowie in den USA tätig. Zuletzt als deutscher Generalkonsul in Bombay (Mumbay). 1985/86 hatte er einen Lehrauftrag für Buddhismus an der Universität Bonn.

Hans Wolfgang Schumann ist Träger des Rabindranath-Tagore-Literaturpreises.

Roland Steiner

www.feng-shui-direkt.de


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