Yu Wei – Die Kunst sich das Leben schwer zu machen

Yu Wei - Die Kunst sich das Leben schwer zu machenNachdem ich kürzlich das wahre Buch vom südlichen Blütenland vorstellte, ein zugegeben nicht ganz einfaches Buch, kommt jetzt die „deutsche Übersetzung“. Und zwar in Form von Yu Wei, was übersetzt so viel wie „Willentliche Anstrengung“ bedeutet also eigentlich das Gegenteil vom Nichthandeln des Taoismus.

Der Autor nimmt sich mit dem Buch vor, uns die Problematik unseres vom Kindergarten an auf Hochleistung getrimmten analytischen Denkens vor Augen zu führen.

Er will uns die Essenz des Taoismus in leicht verständlichern Beispielen aus unserem täglichen Leben zu erklären und uns an die Sinnlosigkeit unseres täglichen Strebens nach Glück heranführen.

Recht schnell wird einem klar, dass es eigentlich ganz einfach ist den SINN, also das Tao zu finden. Um den SINN des Taoismus zu finden, muss man nur eines tun: Nichts! Man kann das Tao also gar nicht aktiv suchen. Denn so bald ich etwas mache um etwas zu erreichen, entspricht das genau dem Gegenteil des Tao.

Dass das Ganze in der Praxis doch nicht ganz so einfach ist, zeigen die nächsten Kapitel des Buches.

Herr Fischer steigt ein in die Thematik unserer Sorgen und Nöte, erklärt anschaulich wie sinnlos es ist sich täglich mit unnützen Sorgen rumzuquälen und beginnt, erste Lösungsansätze zu erarbeiten. Wichtig ist es dabei nur, vor lauter Handeln durch Nichthandeln nicht in destruktive Passivität zu verfallen. Wu Wei hat nichts mit Schmarotzern zu tun.

Sehr schön veranschaulicht der Autor die teilweise recht komplexen Sachverhalte durch Zwiegespräche zwischen einem Daoisten und verschiedenen Gesprächspartnern. Das macht das Buch recht leicht les- und verstehbar.

Dann steigt er sozusagen in die Mechanik des Denkens ein und erklärt anschaulich, dass Gedanken nicht in unserem Kopf entstehen, sondern von außen kommen, was wieder beweist, dass alles in der Welt miteinander verbunden ist. Auch wir mit dem Rest der Welt.

Nun kommt die Intuition an die Reihe, die uns dem Autor zufolge ziemlich sicher durchs Leben bringen könnte, wenn nicht unser anerzogener Verstand ständig dazwischen funken würde.

Er schreibt von Liebe und Natürlichkeit, davon das Leben einfach laufen zu lassen wie es läuft. Ohne ständig angestrengt daran zu arbeiten, Dinge zu erreichen die wir nur erreichen wollen um anderen zu gefallen oder etwas darzustellen.

Eigentlich muss man nur verstehen, dass es keine Trennung gibt zwischen uns, und den Dingen die uns umgeben, dass wir eins sind mit dem was uns erschaffen hat und dem was uns umgibt.

Fazit:

Das Buch ist gut geeignet für jedermann, der sich erstmals mit dem Tao beschäftigen möchte und einen leicht verdaulichen Einstieg sucht. Es ist geeignet für Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens gemerkt haben, dass die angestrengte Suche nach etwas nur selten Erfolg bringt.

Man kann es aber auch nur lesen um des Lesens willen, denn wirklich schwierigen Stoff beinhaltet es nicht.

Der Autor:

Theo Fischer war über 20 Jahre lang selbstständiger Management-Berater, bis er seinen Beruf aufgab und zu schreiben begann. Sei Buch „Wu Wei – die Lebenskunst des Tao“ wurde zu einem Bestseller. Der Autor hält in einem Haus in Piemont Wochenendseminare ab.

Theo Fischer
Yu Wei
Die Kunst, sich das Leben schwer zu machen
2006. 160 Seiten
Format 18,6 x 12,6 x 1,2 cm.
€ [D] 7,90
ISBN 978-3499621376

Roland Steiner
Berater fü klassisches Handeln
www.feng-shui-direkt.de


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