Asiatischer Wolpertinger! Oder: Der chinesische Drache

Eine Anfrage eines Besuchers meiner Website hat mich auf das Thema chinesische Drachen gebracht. Immerhin sind diese Viecher die Urahnen der Chinesen, und spielen von daher in der chinesischen Mythologie eine große Rolle.

Sogar im Feng Shui gibt es Drachen, seien es nun Bergdrachen, Wasserdrachen, Drachenlinien und viele mehr.

Anders als in unserem westlichen Kulturkreis ist der chinesische Drache kein feuerspeiendes Ungeheuer, sondern ein Glückssymbol das verehrt wird. Er gilt als Urahn der Menschheit und ohne ihn wäre kein Leben möglich. Ausnahmen gibt es hier natürlich schon, so ist der schwarze Drache der Flut beispielsweise für Überschwemmungen und Stürme verantwortlich.

Rein vom Aussehen her kann man den Drachen als eine Art Wolpertinger bezeichnen (Wer nicht weis was das ist, siehe hier: https://www.br-online.de/land-und-leute/thema/wolpertinger/index.xml).

Er soll den Kopf eines Kamels bzw. Pferdes, die Augen eines Dämons oder Teufels, die Ohren eines Ochsen, das Geweih eines Hirsches, den Hals einer Schlange, den Unterleib einer Muschel, die Klauen eines Adlers, die Tatzen eines Tigers und den schuppigen Körper eines Fisches besitzen.

Die chinesische Bezeichnung für den Drachen ist „long“ 龙, erste schriftliche Überlieferungen dieses Zeichens stammen aus der Shang Dynastie (16. Jahrhundert v. Chr. bis 11. Jahrhundert v. Chr.).

Der derzeit älteste archäologische Beleg für den chinesischen Drachen fand sich in einer aus der Yangshao-Kultur (5000 bis 3000 v. Chr. ) stammenden Ruine. Es handelt sich um eine Drachendarstellung aus Knochen und Muscheln.

Drachen werden in China so ziemlich für alles verantwortlich gemacht. So bestimmen sie zum Beispiel das Wetter und damit die Ernte, sie sind Begründer allen Lebens und haben die Erde damals erst bewohnbar gemacht.

Drachenerscheinungen sind in China meist Vorzeichen für glückliche Ereignisse. Vor der Geburt eines neuen Kaisers konnte man ziemlich sicher mit dergleichen Zeichen rechnen. Zudem sind Drachen ohnehin die direkten Vorfahren der chinesischen Kaiser, deshalb auch die vielen Drachendarstellungen in der Nähe der Kaiser.

Im Feng Shui ist der Drache neben Phönix, Tiger und Schildkröte eines der vier Tiere. In den Landschaftsmethoden des Feng Shui werden bestimmte Bergformationen als Drachen bezeichnet. Die fliegenden Sterne werden ebenfalls zuweilen als Drachen bezeichnet, was durchaus deren Eigensinn erklären könnte.

In der chinesischen Astrologie ist der Drache eines der zwölf Tierkreiszeichen und das Glück bringendste noch dazu. Ein im Jahre des Drachen geborenes Kind soll dessen Glück bringende Eigenschaften erhalten. In Drachenjahren gibt es daher immer einen regelrechten Babyboom in China.

Aufgrund einer in den letzten Jahrhunderten einsetzenden exzessiven Jagt auf diese Geschöpfe gilt der chinesische Drache, wie sein westliches Gegenstück als ausgestorben. Gerüchten zufolge sollen aber dennoch ein paar Exemplare überlebt haben, es geistern immer mal wieder Berichte über Sichtungen des „gemeinen Hausdrachen“ durch die Medien.

Die ganze Story zum chinesischen Drachen findet sich auf meiner Website unter: https://www.feng-shui-direkt.de/html/feng_shui_legenden_drachen.html

Roland Steiner
Drachenzüchter
www.feng-shui-direkt.de


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