Was zum Teufel ist ein Geopraktiker und wie wird man einer?

Etwas verspätet kommt hier nun mein Bericht über ein Seminar, das ich vom 9.-12. August absolviert habe. Die Fortbildung zum Geopraktiker an der Feng Shui Schule (www.feng-shui-schule.de)

Das „Geo“ in der Bezeichnung lässt ja schon vermuten, dass es etwas mit Geomantie zu tun hat. Und genau so war es auch. Keine Geomantieausbildung natürlich, die wäre in vier Tagen wohl kaum zu schaffen.

Aber das wollte das Seminar auch gar nicht. Vielmehr sollte es uns Feng Shui Beratern ermöglichen einmal in das Gebiet der westlichen Geomantie hineinzuschnuppern und zumindest die grundlegenden Dinge zu erlernen.

Der erste Tag des Seminars war ganz dem Thema Elektrosmog und damit den menschengemachten Störfeldern gewidmet. Die Dozentin Dipl.-Ing. Oliva Maitra führte uns ganz entspannt in die doch etwas komplexe Thematik ein, erläuterte uns die verschiedenen Arten elektrischer und elektromagnetischer Felder.

Im Kurspreis inbegriffen war ein Feldstärkemessgerät mit dem wir nun in der Lage waren, elektrische und elektromagnetische Wechselfelder aufzuspüren und deren Intensität zu messen. Für die meisten Kursteilnehmer war das Gebiet Elektrosmog komplettes Neuland, wenn man damals im Physikunterricht aber aufgepasst hatte, kam einem dieses Wissen jetzt ganz gelegen. Ich erinnere an dieser Stelle nur an den Stromdurchflossenen Leiter mit dem Magnetfeld drumherum (5. Klasse?).

Ein heftiges Aha-Erlebnis hatten wir, als es daran ging Hochfrequenzfelder zu messen, etwa jene die von Handys, WLAN’s und Schnurlostelefonen ausgehen. Es ist doch ein Unterschied, ob man von Handystahlung nur liest oder ob man ein Messgerät dabei beobachten kann, wie es fast an die Decke geht wenn man sein Handy einschaltet.

Jedenfalls hat fast die ganze Truppe beschlossen, sich auch das HF-Messgerät noch zu leisten.

Am zweiten Tag übernahm dann die zweite Dozentin Irmtrud Vogl und es ging in das Gebiet der natürlichen Störzonen. Von der Existenz von Wasseradern hatten die meisten schon gehört, auch die Begriffe Curry- und Benkergitter waren zumindest nicht ganz neu.

Komplettes Neuland war es für die meisten von uns, wie diese Störzonen aufzuspüren waren, nämlich mit den verschiedensten Arten von Ruten und Tensoren. Ein Tensor war ebenfalls im Preis mit drin, so konnten wir direkt loslegen, uns mit ihm anfreunden und auf die Suche nach Störzonen gehen.

Das hört sich jetzt ganz einfach an und das war es wider Erwarten auch! Klar, fehlte uns die Übung aber fast alle von uns schafften es auf Anhieb die Wasserader zu finden, die praktischerweise quer durch den Seminarraum lief und recht stark war.

Nach einigen Stunden konnten wir Störzonen finden, sie identifizieren und sogar deren Stärke bestimmen. Ein voller Erfolg sozusagen.

Am dritten Tag wollten wir das Gelernte in der Praxis überprüfen und konnten zu diesem Zweck in ein leerstehendes Haus mit Garten. Nun ging es also los, die ganze Truppe wandelte mit konzentriertem Gesichtausdruck und der Rute in der Hand über das Grundstück – sehr zur Belustigung der Nachbarn.

Das sah bestimmt ähnlich interessant aus, wie damals auf der Meisterklasse mit Joseph Yu, als 40 Leute mit dem Lo-Pan vor dem Kurshotel standen…

Die Übung war jedenfalls sehr lehrreich und bescherte uns eine Menge Erfolgserlebnisse als wir feststellten, dass wir alle das gleiche gemessen hatten und sogar Irmtrud Vogl die Störzonen bestätigte.

Am vierten Tag lernten wir dann die unterschiedlichsten Abschirmmöglichkeiten kennen, denn nicht immer kann man mit dem Schlafplatz ausweichen. Aber es gibt auf dem Markt mittlerweile eine ganze Menge funktionierender Abschirmmaterialien, von Kork über Folien bis hin zu Zellglasplatten.

An einem der beiden letzten Tagen, war es der dritte oder der vierte?, besuchten wir noch eine kleine aber sehr schöne Kirche am Kursort. Gerade ältere Kirchen wurden damals immer auf Kraftorten errichtet und hatten eine regelrechte Energieachse in der Mitte. So auch bei dieser Kirche.

Die mittige Energieachse war schnell ausgemacht, den Kraftort fanden wir auch. Nur bei der genaueren Bestimmung des Kraftortes versagten wir der Reihe nach. Bis wir auf die Idee kamen, ihn per Tensor zu fragen ob er sich überhaupt messen lassen wolle – ein klares Nein erklärte alles und wir ließen die Kirche wieder in Ruhe.

Alles in allem ein sehr spannendes Seminar, das die Anreise nach Odenthal vollkommen rechtfertigte.

Aber was hat es nun mit der Bezeichnung Geopraktiker auf sich? Ganz einfach, nach einem so kurzen Seminar konnten wir uns ja unmöglich bereits Geomant nennen, also wurde die Bezeichnung Geopraktiker dafür erfunden.

Roland Steiner
und Geopraktiker
www.feng-shui-direkt.de


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