Feng Shui für die letzte Wohnung

Wie bereits angekündigt, nun der erste Bericht über das Symposium des EFGB. Der logischen Reihenfolge nach beginne ich mit dem ersten Vortrag den ich dort gehört habe.

Es war ein Vortrag von meiner Blog-Kollegin Hedwig Seipel unter der Überschrift „Yin Feng Shui und die deutsche Friedhofskultur – ein Widerspruch?“

Im sog. Yin-Feng Shui geht es nicht darum, ideale Behausungen für lebende Menschen zu finden, sondern für unsere verstorbenen Angehörigen. Das Yin Feng Shui ist eigentlich die ursprünglichere Form des Feng Shui, denn in China war und ist man der Ansicht, dass die verstorbenen Angehörigen aktiv die Geschicke der lebenden beeinflussen können.

Je besser man also seine Ahnen platziert, desto leichter hat man es selbst im Leben.

Aber was hat das nun mit deutschen Friedhöfen zu tun? Immerhin glauben wir nicht daran, dass unsere Ahnen unser Leben beeinflussen können. Die meisten von uns glauben auch weder an Geister noch an ein Leben nach dem Tod. Wieso sollten wir also das rein chinesische Yin Feng Shui übernehmen?

Aber wenn man genauer darüber nachdenkt und vor allem etwas zurückdenkt, dann gab es auch hierzulande einen gewissen Totenkult. Die Verstorbenen wurden vor noch nicht allzu langer Zeit nicht einfach anonym verscharrt, wie es heute üblich ist. Vielmehr wurden sie mehrere Tage Zuhause aufgebahrt, dass man sich von ihnen verabschieden konnte und dann in einer feierlichen Zeremonie beerdigt. Danach gab es noch den Leichenschmaus auf dem man sich über Erlebnisse mit dem Verstorbenen austauschen konnte.

Das Grab wurde schön hergerichtet und jahrelang liebevoll gepflegt.

Das alles scheint uns abhanden gekommen zu sein, lange schon ist auch im Bestattungssektor von „Entsorgungsmentalität“ und „Geiz ist geil“ die Rede. Unsee Toten werden möglichst billig anonym verscharrt, aus den Augen aus dem Sinn.

Das bringt zwar kurzfristig finanzielle Vorteile, aber wo bleibt die Trauer? War der Friedhof und das Grab doch früher ein definierter Ort für die Trauer und das Gedenken an den Verstorbenen. Heutzutage erfährt man teilweise nicht einmal mehr wo denn der Verstorbene genau beerdigt wurde.

Vielleicht macht es also doch Sinn, wieder etwas mehr über dieses Thema nachzudenken.

Darüber, wie das Feng Shui nun genau ins Spiel kommt, wird Hedwig sicherlich noch genauer berichten, da will ich nicht vorgreifen. Immerhin ist sie die Expertin.

Roland Steiner

www.feng-shui-direkt.de


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