Das Wort zum Sonntag – Warum zum Arzt gehen?

Der Horror eines jeden Elternteils: Das Telefon klingelt und es wird Ihnen mitgeteilt, Ihr Sohn hatte einen Unfall. Nichts Lebensbedrohliches – Gott sei Dank – aber wohl ein gebrochenes Bein, Prellungen und einige Beulen.

Mit dem Fahrrad gegen den Baum gefahren – schlimm, aber nicht wirklich bedrohlich. Ein fähiger Arzt bekommt das ohne größere Schwierigkeiten gut in den Griff.

Sie steigen also ins Auto und fahren immer noch etwas aufgeregt ins Krankenhaus.

Dort liegt Ihr Sohn schon auf der Pritsche, der Arzt kümmert sich auch schon um ihn, alles scheint ein gutes Ende zu nehmen.

Aber wieso eigentlich ein Arzt? Und wieso das ganze Tamtam im Krankenhaus? Das sind doch eh nur Wichtigtuer – einen Arzt? Pah, den brauchen Sie doch nicht.

Sie packen Ihren Sohn, tragen ihn ins Auto und nehmen ihn mit nach Hause. Ein gebrochenes Bein werden Sie ja auch selbst noch hinbekommen.

Zuhause angekommen wird aus dem Internet erst mal eine Anleitung runtergeladen wie man gebrochene Beine eingipst, dann werden noch die Prellungen versorgt, in der einen Hand das Desinfektionsmittel in der anderen Hand das Ratgeberbuch.

Das wird schon wieder, eine Ausbildung braucht man für so eine Lapalie bestimmt nicht!

Zu Recht fragen Sie sich jetzt was das mit Feng Shui zu tun hat?

Vergleichen Sie die geschilderte Situation doch mal mit dem Feng Shui Markt – na, merken Sie was?

Genau so gehen nämlich viele Menschen an Feng Shui heran. Mal eben ein Buch gelesen, das Bagua über den Grundriss gelegt und los geht’s. Wenn man was nicht ganz versteht fragt man halt schnell im Internetforum nach, mit ein paar Sätzen werden die schon helfen können.

Feng Shui muss man gelernt haben um es zu praktizieren? Pah, diese Möchtegernberater wollen einem doch nur was aufschwatzen. Und Berechnungsmethoden braucht man bestimmt nicht, davon steht im Ratgeberbuch nämlich nichts.

Verschärft wird die Situation dann noch durch die Tatsache, dass es den Beruf des Feng Shui Beraters in Deutschland offiziell gar nicht gibt. Es darf sich also jeder so nennen, ob er nun eine Ausbildung hat oder nicht. Das trägt auch nicht unbedingt zur Seriosität unseres Berufsstandes bei.

Da gibt es Berater, die gerade mal einen Kurs an der Volkshochschule belegt haben und für ihr Bagua eigentlich einen Waffenschein bräuchten.

Aber was will man machen? Mehr als einen Blog eröffnen und möglichst vielen Leuten erzählen um was es im Feng Shui geht, bleibt einem ja nicht.

Einen schönen Sonntag wünscht

Roland Steiner

www.feng-shui-direkt.de


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