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verfasst am 17 Juni 2011 von Gerhard Zirkel in Kategorie
Der Löwe ist nach dem Tiger die zweitgrößte Katze und das größte Landraubier Afrikas. Ausgewachsene Löwenmännchen kommen in freier Wildbahn auf über 220 Kilogramm Körpergewicht.
In früherer Zeit waren Löwen von Peru über Alaska, Sibirien, Mitteleuropa, Indien bis Südafrika beheimatet. Heute kommt er nur noch im südlichen Afrika und als kleiner Restbestand in Indien vor.
Löwen in China:
Ursprünglich war der Löwe in China gar nicht bekannt, denn er kam in diesem Land nicht vor. Dass er dort dennoch bekannt wurde und sogar Einzug in die chinesische Mythologie hielt mag verschiedene Gründe haben. Es gibt ein paar Legenden die das erklären könnten.
Geschenk des persischen Königs:
Es existiert die Geschichte, dass der persische König einst dem Herrscher Chinas Geschenke überbrachte. Unter diesen Geschenken soll sich auch ein Löwe befunden haben. Als dieser starb, wurde er durch Löwenfiguren, Abbildungen und Tänze ersetzt
Der Traum des Kaisers:
In der Tang-Dynastie (618 n. Chr. – 906 n. Chr.) soll der Herrscher einen seltsamen Traum gehabt haben. Ihm rettete ein unbekanntes Tier das Leben. Er befragte am nächsten Morgen seine Ratgeber um welches Tier es sich gehandelt haben könnte. Einer seiner Minister tippte auf den Löwen, ein unbekanntes Tier aus dem Westen.
Aus den Beschreibungen des Kaisers und Merkmalen anderer Tiere wie Drache, Phönix und Einhorn wurde das Abbild des Löwen erschaffen. Dieses Abbild wurde fortan ein Symbol des Glücks, weil das Tier dem Kaiser im Traum das Leben gerettet hatte.
Der Löwe wurde aus dem Himmel verbannt:
Diese Legende erzählt vom Löwen als himmlisches Tier auf der Basis des Fu Hundes. Dieser Hund (Der Löwe) stellte aber nur Unsinn an und fraß gar die Blume der Unsterblichkeit des Jadekönigs auf.
Der Jadekönig war davon nicht recht begeistert, lies den Löwen köpfen und verbannte ihn auf die Erde. Dort starb er aber nicht, denn er hatte ja die Blume der Unsterblichkeit gefressen.
Kwan Yin, die Göttin der Gnade fand ihn und band seinen Kopf wieder fest. Fortan nahm sich der Löwe vor, nur noch Gutes zu tun.
Verwendung des Löwen:
Der Löwe steht in China (nicht nur dort) für Kraft und Macht. Wächterlöwen (石 狮 Shishi) finden sich wie die Fu Hunde vor Hauseingängen oder innerhalb von Gebäuden als Schutzfiguren. Auch an öffentlichen Gebäuden oder Plätzen finden sich Abbildungen von Löwen.
Ein imposantes Beispiel ist die die Lugouqiao, auch Marco-Polo-Brücke genannt, in der Nähe von Beijing. Auf ihr befinden sich mehrere hundert Löwen in den verschiedensten Größen und Haltungen.
An den Wächterlöwen vor den Häusern höhergestellter Beamten konnte man teilweise deren Rang ablesen. Die höchsten Beamten durften Löwen mit 13 Locken aufstellen, je weiter unten der Beamte angesiedelt war, desto weniger Locken waren auf seinen Löwen abgebildet.
Mythologie außerhalb Chinas:
Die frühesten bekannten Löwendarstellungen stammen von eiszeitlichen Jägern und sind mehr als 30.000 Jahre alt. Eine der ältesten bekannten Skulpturen der Menschheit ist die Darstellung eines Löwenmenschen und ist aus Mammutelfenbein geschnitzt.
In vielen Kulturen hat der Löwe den Status des “Königs der Tiere”. Dies ist vermutlich auf ein frühchristliches Buch über die Tiersymbolik dem Physiologus zurückzuführen.
Die Faszination die vom Löwen ausgeht zeigt sich auch in den vielen Wappen, die ihn als Wappentier darstellen. Der Löwe findet sich u.A. auf den Wappen von Hessen, Husum, Zürich, Aquitanien und Montenegro.
Auch in der griechischen Mythologie hatte der Löwe seinen Platz. Es finden sich dort der menschenfressende Nemeische Löwe oder die Fabel in der ein entlaufener Sklave einem Löwen einen Dorn aus der Pfote zieht. Als der Sklave zur Strafe den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde erkannte ihn dieser Löwe wieder und verschonte ihn.
Zu den bekanntesten Löwendarstellungen zählen vermutlich die Ägyptischen Sphinxen mit der berühmtesten unter ihnen der großen Sphinx von Gizeh. Zudem kannte die Ägyptische Mythologie die Göttin Sachmet mit Löwenkopf und Dedun den oberägyptischen Gott des Reichtums, ebenfalls zuweilen mit Löwenkopf dargestellt.
Zwei Sternbilder sind nach dem Löwen benannt, der Löwe und der kleine Löwe.
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Stichwörter:
Löwe,
tiger,
Wächterlöwe
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verfasst am 15 Mai 2011 von Gerhard Zirkel in Kategorie
Der Tiger (chin. Bai Hu) spielt als eines der vier Tiere (fünf Tiere) eine entscheidende Rolle in der Landschaftsschule des Feng Shui.
Gebräuchlich ist für ihn auch die Bezeichnung weißer Tiger oder chinesisch Bai Hu.
Zudem ist er eines der 12 chinesischen Tierkreiszeichen.
Die Tiger-Jahre:
09.02.1902 bis 29.01.1903
26.01.1914 bis 13.02.1915
13.02.1926 bis 01.02.1927
31.01.1938 bis 18.02.1939
17.02.1950 bis 05.02.1951
05.02.1962 bis 24.01.1963
23.01.1974 bis 10.02.1975
09.02.1986 bis 28.01.1987
28.01.1998 bis 15.02.1999
14.02.2010 bis 03.02.2011
01.02.2022 bis 21.01.2023
Vergleichbar mit dem europäischen Horoskop, kann man den Tierkreiszeichen bestimmte, allgemeine Eigenschaften zuweisen:
Positive Eigenschaften des Tigers:
Äußerst großzügig, wohlerzogen, mutig, selbstsicher, führungsstark, fürsorglich, ehrenhaft, vornehm, aktiv, liberal, faszinierend, glücklich, stark, autoritär, sensibel, nachdenklich, leidenschaftlich, verehrungswürdig.
Negative Eigenschaften des Tigers:
Undiszipliniert, unnachgiebig, eitel, unbesonnen, ständig in Gefahr, ungehorsam, voreilig, hitzköpfig, störrisch, respektlos, streitsüchtig.
In Tiger-Jahren geborene Menschen:
Ludwig van Beethoven: 16.12.1770
Karl Marx: 05.05.1818
Sun Yat-sen: 12.11.1866
Heinz Rühmann: 07.03.1902
Elizabeth II.: 21.04.1926
Stevie Wonder: 13.05.1950
Thomas Gottschalk: 18.05.1950
W.Axl Rose: 06.02.1962
Robbie Williams: 13.02.1974
Alle Tierkreiszeichen:
Ratte − Pferd − Ochse − Ziege − Tiger − Affe − Hase − Hahn − Drache − Hund − Schlange − Schwein
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