Teure Kolleginnen, werte Kollegen, hochverehrte Leserinnen und Leser,

2010_11Stabilität durch klare, durchschaubare und vor allem sinnvolle Strukturen zu bekommen, war unsere Aufgabe im Oktober.

Das schier endlose Hin und Her um Karstadt ist jetzt – mal wieder – endlich vorbei. Auch wenn es vorher schon des öfteren klar schien, jetzt spuckt wohl niemand mehr in die Kartsadt-Suppe. Nachdem der letzte Gläubiger seinen Einspruch gegen den Insolvenzplan zurückgezogen hat, konnte das Essener Amtsgericht zur Tat schreiten und das Insolvenzverfahren aufheben (www.tagesschau.de . . .332.html). Klar, die Gläubiger gucken unglücklicherweise in die Röhre, aber für die MitarbeiterInnen hat die Zitterpartie um ihre Arbeitsplätze ein Ende. Und was ist mit denen, die die ganze Geschichte verbockt haben? Dürfen die jetzt in fröhlicher Ignoranz die nächste Firma zu Grunde richten? Sieht so aus. Mich deucht, Günter Oggers Buch „Nieten in Nadelstreifen“ (www.amazon.de/Nieten . . . 65) ist nach wie vor hochaktuell. weiterlesen …

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2010_10der September mahnte uns, aktiv zu werden, die richtigen Partner zu suchen, unsere Ziele zu überdenken und nach kreativen Lösungen zu suchen.

Gesucht und gefunden haben sich unsere Bundesregierung und die Betreiber von Atomkraftwerken. So weit, so gut. Doch das Ergebnis aus dieser Allianz ist wahrlich unheilig und äußerst fragwürdig. Ein riesiger Schritt zwar, doch in die falsche Richtung – die Laufzeitverlängerung der AKWs. Teilweise sollen sie sogar bis 2040 am Netz bleiben. Besonders kritisch betrachtet der BUND diese Entscheidung und setzt die Laufzeitverlängerung mit Gefahrzeitverlängerung gleich (http://vorort.bund. . . atomkraftwerk.html). Nachvollziehbar, wenn wir an zahlreiche Störfälle, die uns bisher nicht nur ein Mal an den Rand eines GAUs gebracht haben. Risiken und Gefahren scheinen niemanden wirklich zu interessieren, weiterlesen …

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2010_09im August galt es, glitzernde Fassaden ohne Hintergrund zu erkennen und als solche zu entlarven, sich dem vielen Lärm um Nichts zu entziehen und Position zu beziehen.

Bei dem Beziehen von Position machten (und machen auch weiterhin) viele Demonstranten in der Stuttgarter Innenstadt ganz viel Lärm. Und das ist gut so. Sie haben die Zeichen des August erkannt und richtig gedeutet. Der unter Denkmalschutz stehende Stuttgarter Kopfbahnhof (www.hauptbahnhof . . . .html) soll abgerissen werden, Schienenführungen unterirdisch verlegt und die oberirdisch frei gewordene Fläche städtebaulich neu angelegt werden. Die geplante Kosten liegen derzeit bei etwa 4 Milliarden Euro (http://de.wikipedia . . . art_21).
Zum einen: wie teuer sollen die Denkmäler noch werden, die sich einige Profilierungsneurotiker mit solchen Prunkbauten meinen errichten zu müssen? Zum anderen: erfahrungsgemäß schießen bei solchen Großprojekten die Kosten gewaltig ins Kraut. Meine Prognose – wenn dann dieser Wahnsinn tatsächlich realisiert wird: weiterlesen …

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2010_08im Juli standen soziale Aspekte im Vordergrund, ebenso wie Gesundheit im weitesten Sinne und Klarheit in Beziehungen.

Die Sache mit den sozialen Aspekten hatte Herr Minister Brüderle wohl falsch verstanden. Er will unbedingt ausländische Fachkräfte ins Land holen und dafür unser Land attraktiver gestalten (www.tagesschau.de . . . 100.html). Mal wieder mit Begrüßungsgeld. Werter Herr, haben wir immer noch nicht genügend Arbeitslose? Klar, nicht jeder Arbeitslose ist eine sog. Fachkraft, aber sicherlich sind in den vielen Millionen, die ohne Arbeit sind, genügend ausreichend qualifizierte Mitmenschen zu finden. Aber dazu müsste die Industrie ihre Einstellung ändern. Berufserfahrung wird ja schon seit den 90er Jahren nicht mehr bezahlt. Da albert man lieber mit „jungen Teams“ herum, deren Arbeit – wegen mangelnder Erfahrung – weiterlesen …

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2010_07visualisieren, entscheiden, kraft- und schwungvoll handeln und vollenden standen im Juni auf dem Plan.

Bei Karstadt scheint das geklappt zu haben. Endlich ist das Ringen verschiedener Investoren um die marode Kaufhauskette entschieden. Wurde aber auch Zeit, oder?! Der neue Eigner, Nicolas Berggruen, hat sogar versprochen, alle 25.000 Arbeitsplätze im Konzern zu erhalten. Sehr löblich! Ich wünsche allen Beteiligten alles Gute. (www.spiegel.de/. . . ,00.html )

G-Gipfel ohne Ende. Erst G8, dann G20. Die Ergebnisse sind wahrlich der Gipfel. Absolut finster, was sich die Führer unserer freien Welt da so alles leisteten. Greifbare, umsetzbare, sinnvolle oder realitätsbezogene Ergebnisse oder Beschlüsse? Fehlanzeige!!! Kosten? Gigantisch!!! Allein für die Sicherheitsmaßnahmen weiterlesen …

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2010_06Miteinander füreinander, das war das große Thema im Wonnemonat.

Stand unter diesem Motto auch die Versteigerung von Funkfrequenzen, um u.a. Mobilfunknetze auszubauen? (http://de.wikipedia.org . . . g_2010)
Werden uns jetzt die Netzbetreiber wieder begreiflich machen wollen, wie lebensqualitätssteigernd es sei, auf einem visitenkartengroßen Bildschirm Breitwandfilme anzuschauen?

Der Vulkan Eyjafjallajökull hat seine Aktivitäten eingestellt und spuckt keine Aschewolken mehr aus (http://de.news . . . 4d_1.html). Die Fluggesellschaften wird’s freuen. Jetzt lassen sich auch wesentlich entspannter Schadenersatzklagen formulieren (http://de.news . . . e7b_1.html). weiterlesen …

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2010_05Bestandsaufnahme und damit verbundener Neuanfang war das große Thema im April.

In luftverkehrsberuhigten Zeiten hatten wir wahrlich genügend Gelegenheit dazu, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Nachdem am 14. April 2010 auf Island der Vulkan Eyjafjallajökull erneut ausgebrochen war , wurde der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas für mehrere Tage ganz oder zumindest teilweise eingestellt. Auch wenn viele Flughafenanwohner die plötzliche verordnete Ruhe genossen, war doch das Geschrei über wirtschaftliche Schäden groß und es wurde auf Milliarden-Euro-hohem Niveau gejammert. Klar, es flogen ein paar Tage lang keine Flugzeuge, dafür hatten aber andere Transportunternehmen wie z.B. die europäischen Bahnunternehmen dermaßen hohe Zuwachsraten, dass zum Teil eine Überlastung weiterlesen …

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2010_04glitzernde Fassaden, gaaaaanz viel Schein, ganz wenig Sein zeigte uns der März. Genau wie es prognostiziert war. Glücklicherweise bekamen viele dieser auf Hochglanz polierten Fassaden gewaltige Risse. Was allerdings dann zum Vorschein kam, war zum Teil ekel- und grauenhaft.

Dabei denke ich ganz bestimmt nicht an die mehr als 5.000 Menschen, die sich in Sydney vor dem Opernhaus nackt fotografieren ließen (http://news.bbc.co . . . stm).
Nein, ich meine die vielen Fälle von sexuellem Missbrauch. Anscheinend ist z. Zt. nur eine Spitze des Eisbergs zuerkennen. Fast täglich werden neue Fälle bekannt, in denen Priester und Lehrer sich an ihren Schutzbefohlenen vergangen haben. Mittlerweile wurden sog. „Vertrauenstelefone“ eingerichtet, über die sich Opfer melden können (z.B. www.ka-news . . . 371121). In der katholischen Kirche gibt es inzwischen auch schon Beauftragte, die sich ausschließlich mit den Missbrauchsfällen beschäftigen sollen (http://www.n-tv.de . . . html). weiterlesen …

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2010_03Kreativität und gesundes Distanz hatte der Februar von uns gefordert. „Was wird gebraucht?“ gepaart mit „Was ist machbar?“ war das Leitmotiv des letzten Monats. Und was haben wir erlebt?

Ein weiteres Gaspedal macht von sich reden. Dieses Mal gehört es zu Citroen (www.boersennews.de . . . /133547879).

Die EU übernimmt die Kontrolle über Griechenlands Finanzen (www.welt.de . . . Finanzen.html). Wurde auch höchste Zeit! So wie es aussieht, hat Griechenland noch nie das entsprechende Kriterium erfüllt. Welche(r) hochrangige(r) Politiker hat denn da weggeschaut? Oder hat sich da etwa, nach feinster griechischer Art, ein Entscheidungsträger die rosarote Brille mit dicken Scheinen verzieren lassen? Vielleicht sind ihm ja jetzt wichtige Einnahmequellen weggebrochen und er muss mit Ackermann IV sein Dasein fristen. weiterlesen …

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2010_02besonnenes, zügiges aber nicht hektisches Handeln, um ein solides Fundament für das Jahr zu schaffen, das erwartete der Januar von uns.

Nichts ist unmöglich, sagte sich traditionsgemäß Toyota und rief allein in Europa 1,8 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Gaspedal zurück (http://www.tagesschau. . . toyota160.html). Für den japanischen Autohersteller sicherlich eine ähnlich heftige Image-Einbuße wie damals für Daimler, als die Modelle der A-Klasse nur als „Elch-Autos“ spöttische Erwähnung fanden. Doch hier geht es mehr als um Hohn und Spott. Hier geht es um Menschenleben. Nach Angaben der Tagesschau waren am 28.01.2010 bereits 12 „final verunfallte“ Menschen zu beklagen. Einen Tag später kamen noch einmal 7 Opfer dazu. So wie es aussieht, produzieren Zulieferer von Zeit- und Preisdruck getrieben minderwertige Teile und schaffen so lebensbedrohliche Situationen, die aber durch das praktizierte Qualitätskonzept im Hause Toyota nicht erkannt und abgefangen wurden. Klingt nach „totgespart“ . . . aber auf wessen Kosten?!

Am 01.01.2010 trat das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz in Kraft weiterlesen …

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