Buddha
Unter einem Buddha versteht man jemanden, der aus eigener Kraft ohne Hilfe anderer die Erleuchtung erfahren hat. Der bekannteste Buddha ist der Gründer des Buddhismus, also der erste Buddha, Siddharta Gautama.
Erleuchtung bedeutet in diesem Zusammenhang die Vollkommenheit und Reinheit des Geistes erlangt und damit bereits auf Erden das Nirwana erreicht zu haben. Ein Erleuchteter hat es geschafft, seine Potentiale vollkommen zu entfalten.
Ein Buddha besitzt ein unendlich großes aber distanziertes Mitgefühl mit allen Lebewesen. Er hat bereits zu Lebzeiten das Nirwana verwirklicht und somit nicht mehr an den Kreislauf der Reinkarnation gebunden.
Dieser Zustand ist von unserem normalen, weltlichen Verstand nicht zu erfassen. Vielmehr muss er selbst erfahren werden, er entzieht sich also einer westlich-wissenschaftlichen Betrachtung.
Eine Erleuchtung tritt sehr selten auf, ein Zeitalter in dem ein Buddha auftritt ist nach der buddhistischen Tradition ein sehr glückliches Zeitalter. Drei Buddhas der Vergangenheit sind unter den Namen Kashyapa, Kanakamuni und Dipamkara bekannt während der Buddha des nächsten Zeitalters bereits jetzt Maitreya genannt wird.
Das Wort Buddha leitet sich aus dem Sanskrit ab. “Budh” bedeutet so viel wie “erwachen”, Buddha bedeutet somit “der Erwachte”.
Es werden gemeinhin drei Arten von Buddhas unterschieden:
Samyaksambuddha
Ein Samyaksambuddha ist ein vollständig erwachter Buddha. Er hat die Lehre die zur Erleuchtung führt aus sich selbst heraus wieder entdeckt, selbst verwirklicht und sie der Welt gelehrt. Er konnte aufgrund dieser Fähigkeiten weitere zahlreiche Menschen zur Erleuchtung führen.
Pratyekabuddha
Der Pratyekabuddha hat zwar auch aus sich selbst heraus die Erleuchtung gefunden, lehrt diese aber keinen anderen Menschen. Er führt also keine weiteren Menschen zur Erleuchtung.
Sravakabuddha
Ein Sravakabuddha (Hörer-Erwachter) hat die Erleuchtung mit Hilfe eines Samyaksambuddhas oder Sravakabuddhas erfahren, diese also nicht aus sich selbst heraus gefunden hat.
Er kann diese Lehre dann ebenfalls an andere Menschen weitergeben.
Buddha Shakyamuni (Siddhartha Gautama)
Buddha Shakyamuni ist der erste Buddha und somit der Gründer des Buddhismus. Seine genauen Lebensdaten sind nicht ganz klar, traditionell soll er von 563 – 483 v.Chr. gelebt haben, neuere Forschungen sprechen von ca. 450 bis ca. 370 v. Chr.
Er lebte in Nordindien als Sohn eines regierenden Familienoberhauptes im heutigen Indisch-Nepalesischem Grenzgebiet. Sein Name Siddhartha bedeutet so viel wie “der sein Ziel erreicht hat”, der Beiname Shakyamuni bezeichnet ihn als “der Weise aus dem Geschlecht von Shakya”.
Er lebte im Palast seiner Familie, abgeschottet von der Außenwelt und sollte der Nachfolger seines Vaters werden. Ihm wurde nur sehr selten gestattet, den Palast zu verlassen um nicht mit dem Leid der Welt in Berührung zu kommen.
Irgendwann erkannte er dennoch das Leid außerhalb seiner Umgebung und die Sinnlosigkeit seines Lebens. Daraufhin beschloss er einen Ausweg aus dem Leid zu finden und verließ seine Familie.
Sechs Jahre soll er als Asket durch das Land gezogen und bei verschiedenen religiösen Lehrern gelernt haben. Die Meditation war ein wichtiger Lebensinhalt für ihn. In seinem 35. Lebensjahr fand er die vollkommene Erleuchtung und wurde damit zum ersten Buddha.
Der Legende nach verstarb Buddha im Alter von 80 Jahren, nachdem er ein verdorbenes Gericht verzehrt hatte. Etwa 200-300 Jahre nach seinem Tod wurden seine Lehren schriftlich aufgezeichnet, vorher wurden sie mündlich weitergegeben.
Mit Feng Shui hat der Buddhismus übrigens nichts zu tun. Auch wenn in manchen Esoterikshops gerne Feng Shui Buddhas angeboten werden.
Stichwörter:Buddha, Buddhismus, Samyaksambuddha, Sravakabuddha
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