Aromatherapie
Unter Aromatherapie versteht man die gezielte Anwendung von ätherischen Ölen zu therapeutischen Zwecken oder um allgemein Körper, Geist und Seele positiv zu beeinflussen.
Das geschieht entweder durch Einnahme, Massagen, Inhalation, Räucherungen, Raumbeduftung oder durch Bäder denen die Öle zugesetzt wurden.
In der Schulmedizin hält die Aromatherapie nur langsam Einzug, meist durch die Wirkung von eingeatmeten ätherischen Ölen.
Geschichte:
Die Anwendung von Düften zu therapeutischen oder rituellen Zwecken lässt sich sehr weit zurückverfolgen. In nahezu jeder heute bekannten Kultur spielten Düfte eine Rolle. Schon in den alten Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten wurden Duftstoffe verwendet.
Bei allen Naturvölkern dieser Erde nutzten Schamanen und Heiler den Duft zerkleinerter oder verbrennender Kräuter um Heilprozesse zu beschleunigen oder die Götter zu besänftigen.
Räucherungen mit Gräsern, Harzen, Rinden und Früchten spielten in den Ritualen nahezu jeder Kultur eine Rolle. Bis ins heutige Christentum hat sich das nicht geändert, auch Heute noch wird Weihrauch zu rituellen Zwecken verwendet.
Vom Räuchern leitet sich übrigens auch die Bezeichnung Parfum ab, lat. per fumum – durch den Rauch.
In den alten ayurvedischen Schriften, die mehrere tausend Jahre alt sind, wird der Gebrauch aromatischer Substanzen beschrieben. Im alten Ägypten waren sie für medizinische, rituelle und kosmetische Zwecke im Einsatz, ebenso bei den Sumerern und Assyrern.
Über die alten Handelswege gelangten die kostbaren Duftstoffe ins antike Rom wo bestimmten Stoffen bereits bestimmte Heilwirkungen zugeordnet wurden.
In den Klostergärten des Mittelalters wurde das Wissen um Anbau, Pflege, Verarbeitung und Verwendung Heil- und Aromapflanzen bis in die Neuzeit gehütet. Bekannte Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen und Paracelsus sowie der englische Arzt und Astrologe Nicholas Culpeper (1614 − 1654) beschäftigten sich intensiv mit deren Anwendung.
Der Begriff:
Der Begriff Aromatherapie entstand erst Anfang des letzten Jahrhunderts durch den französischen Chemiker Rene-Maurice Gattefossé. Dieser schrieb den ersten wissenschaftlichen Artikel über die heilende Wirkung ätherischer Öle, 1937 veröffentlichte er das erste Buch über Aromatherapie.
Anwendung:
In Deutschland wird die Aromatherapie seit den 80er Jahren praktiziert. Hauptsächlich durch Raumbeduftung mit Duftlampen.
Ätherische Öle werden heute nicht mehr nur zu therapeutischen Zwecken oder in Privaträumen eingesetzt. Vermehrt setzen auch Unternehmen wie Hotels, Praxen, Schulen, Krankenhäuser etc. auf die positiven Wirkungen ätherischer Düfte.
Auch in Verbindung mit dem Feng Shui spielen Düfte eine gewisse Rolle, gehören sie doch auch zu unserer Umgebung. Die Methoden des klassischen Feng Shui gehen allerdings nicht näher auf die zu verwendenden Düfte ein, hier sollte jeder selbst entscheiden was er möchte und was nicht.
Räucherrituale gehören im Übrigen nicht zum Feng Shui.
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