Elektrosmog / E-Smog
Elektrosmog oder E-Smog ist ein Begrifft für elektrische und magnetische Wechselfelder, elektromagnetische Wellen und elektrische und magnetische Gleichfelder, die durch den Einsatz von Technik erzeugt werden. Sie entstehen z.B. beim Stromtransport, bei Gebrauch von elektrischen Geräten, bei der Funkübertragung für Radio- und Fernsehempfang und beim mobilen Telefonieren.
Quellen:
Hochspannungsfreileitungen, Erdkabel, Trafostationen, Elektroinstallation, Bahnstromanlagen, Straßenbahn und U-Bahn, Heizdecken, Wasserbetten, Hörfunk/Fernsehen, Mobilfunkbasisstationen, DECT/Schnurlose Telefone, Mobiltelefone, Bluetooth, WLAN, Mikrowellenherd, Babyphone
Auswirkungen:
Der Mensch ist – vom physikalischen Standpunkt aus betrachtet – ein leitfähiger Körper, es fließen stets winzige elektrische Ströme (Nerven z.B. leiten ihre Signale in Form von elektrischen Impulsen weiter), weshalb elektrische und magnetische Felder einen Einfluss auf den Menschen haben. Dieser Einfluss ist abhängig von der Intensität, der Frequenz und der Einwirkdauer der Felder. So wirken niederfrequente Felder auf die geladenen Teilchen im menschlichen Körper und können Spannungen und Ströme hervorrufen, durch die es zu einer Reizwirkung kommt.
Elektromagnetische Felder haben eine thermische (Erwärmung von Zellgewebe) und eine athermische Wirkung. Zu den athermischen Wirkungen zählen u.a. die Geldrollenbildung des Blutes und die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke. Auch medizinische Implantate wie ein Herzschrittmacher können von elektromagnetischen Feldern in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.
Schutz:
In Deutschland ist der Schutz vor elektromagnetischen Feldern in der „26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes – Verordnung über elektromagnetische Felder – 26. BImSchV“ geregelt. Allerdings kann auch jeder selbst dazu beitragen, seine persönliche Belastung bei der Nutzung von Anlagen und Geräten zu verringern. Dazu gehören Abstand halten (die Intensität der Felder nimmt meist mit dem Abstand von der Quelle ab), das Kurzhalten der Einwirkung (z.B. nur kurz mit dem Handy telefonieren), das Abschalten unnötiger oder gerade nicht benötigter Quellen (z.B. WLAN), eine feldarme Elektroinstallation (vor allem beim Neubau oder nachträglicher Einbau eines Netzfreischalters), Abschirmen (nur nach fachmännischer Messung der Felder und auch nur vom Fachmann ausgeführt) oder die gezielte Nachfrage nach strahlungsarmen Alternativen beim Kauf.
Literatur:
Weiterführende Literatur zum Thema Elektrosmog findet sich hier … >>
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