Geschichte des Feng Shui bis vor-Qin-Zeit (bis 221 v. Chr.)

Mythologische Wurzeln:

Neben der ganz praktischen Entwicklung der systematischen Betrachtung der Umgebung des Menschen, gibt es natürlich allerhand Mythen und Legenden rund um die Entstehung des Feng Shui.

Der gelbe Kaiser Huangdi bekam während einer Auseinandersetzung mit dem Himmelsminister Chi You das Feng Shui Wissen vom mysteriösen Mädchen der neun Himmel überreicht.



Der Herrscher Fu Xi fand das Lo Shu in einem Fluss, auch soll er die acht Trigramme erfunden haben.

Der Kaiser Yao befahl, den Weg der Sterne, der Sonne und des Mondes zu berechnen und begründete somit das Kalenderwesen.

Vor-Qin-Zeit (bis 221 v. Chr.):

Angefangen hat alles in einer Zeit, lange vor unserer Zeitrechnung, als in China die ersten Menschen siedelten. Damals gab es freilich noch keine Häuser, vielmehr bezog man damals Erdhöhlen die man entweder vorfand oder selber grub.

In einer solchen Erdhöhle war man zwar geschützter als auf freiem Feld, es gab aber sicher keine Türen und Fenster und vor allem kein Schutz gegen eindringendes Wasser oder Feinde aller Art. Man musste sich also damals schon Gedanken machen, wo man siedelte und wo besser nicht, bzw. wie die jeweilige Höhle beschaffen sein musste um darin überleben zu können.

Feng Shui Geschichte Hoehle 1Erdhöhlen gibt es übrigens aus Heute noch in China, siehe: Extremes Feng Shui im Reich der Mitte

Der nächste Schritt in der Entwicklung von Behausungen waren vermutlich Baumhäuser, die zwar etwas mehr Schutz vor Wasser boten aber den restlichen Witterungseinflüssen ebenso ausgesetzt waren. Selbiges galt natürlich auch für die späteren Holzhütten.

Es war also gar nicht so leicht, einen Siedlungsplatz zu finden der den Menschen vor Witterungseinflüssen, wilden oder unangenehmen Tieren (Mücken etc..) und vor Feinden schützte, gleichzeitig aber Zugang zu Wasser und Nahrung ermöglichte.

Feng Shui Geschichte Hoehle 2Fehler und langwierige Versuche konnte man sich damals nicht leisten, denn das konnte schnell zum Tod einer ganzen Dorfgemeinschaft führen. Den Menschen blieb also gar nichts anderes übrig als sich einfache Systeme zu schaffen mit denen die Qualität eines künftigen Wohnortes schon im Vorfeld beurteilt werden konnte. Sozusagen ein erster Feng Shui Ansatz, wenn auch noch weit von dem entfernt was wir heute unter Feng Shui kennen.

Zudem suchte man schon immer nach Möglichkeiten die Vorgänge und Zusammenhänge in der Natur zu erklären. Naturwissenschaftliches Wissen hatte man damals noch wenig, vielmehr ging man von der Erde als lebendigem Organismus aus, durchzogen von Göttern, Dämonen und anderen nicht greifbaren Einflüssen.

Das Konzept des Qi entstand Schritt für Schritt und man begann die zyklischen Veränderungen der Natur zu beobachten. Erste Ahnenkulte entstanden, denn man war der Meinung, das die verstorbenen Ahnen das Schicksal der lebenden Nachkommen beeinflussen konnten.

Genauso wie man den Wohnort der Lebenden systematisch auswählte, begann man das auch mit den Toten zu tun. Damals tauchten bereits Konzepte wie das der Wandlungsphasen oder ansatzweise das der vier Tiere auf.

Letztendlich hatte man damals schon ein recht gutes wenn auch einfaches System, die Zusammenhänge in der Natur zu verstehen, vorherzusagen und somit den Menschen ideal in seinem Umfeld zu platzieren.

Das für das Verständnis des Feng Shui so wichtige Yijing (I-Ging), das Buch der Wandlungen, wurde auch in dieser Zeit geschrieben. Konfuzius (551 bis 479 v. Chr.), schrieb die Erklärungen zum I-Ging.

Weiter … >>

Stichwörter:,

Ähnliche Artikel: